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Titelbild: Positive Bewertungen auf kununu und glassdoor - Praxistipps

5 Praxis-Tipps für positive Bewertungen auf kununu & glassdoor

Unternehmen werden seit Jahren in ihrer Rolle als Arbeitgeber auf einer Reihe von Plattformen wie beispielsweise kununu, glassdoor oder indeed und StepStone bewertet. Auf Basis des stets anonymen Feedbacks können am Unternehmen interessierte Jobsuchende sehr einfach Einblicke erhalten, wie es die Arbeitsbedingungen sowie die Unternehmenskultur bestellt ist. Was aber können Sie als Employer Branding Verantwortliche konkret tun, um mehr positive Bewertungen zu erhalten?

Fünf wertvolle Tipps aus der Praxis für Ihr erfolgreiches Employer Branding.

Viele positive Bewertungen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen wünschen sich alle Unternehmen

Auch wenn manche Personaler noch immer glauben, Arbeitgeberbewertungsplattformen wie kununu, Glassdoor oder Companize würden nur von frustrierten Mitarbeitern und Ex-Beschäftigen genutzt: Dort findet sich zumeist eine bunte Mischung an Meinungen. Positive wie negative. Und diese gilt es ernst zu nehmen.

Mit folgenden Praxistipps kommen Sie ganz sicher zum gewünschten Ziel:

#1 Wertschätzen Sie Ihre Mitarbeiter

Kommentare auf Arbeitgeberbewertungsplattformen sind nur die Spitze des Eisbergs. Dort nimmt sich jemand die Zeit, um Ihnen als Arbeitgeber mehr oder minder ausführlich Feedback zu geben. Wertschätzen Sie dies und bringen Sie das auch direkt dort über eine Stellungnahme zum Ausdruck. Kommunizieren Sie aktiv mit den Menschen und nutzen Sie diese Dialogplattformen als besonders authentisches und vor allem kostenfreies Personalmarketing-Instrument.

Viel wichtiger aber: Wertschätzen Sie Ihre Mitarbeiter bereits im Unternehmensalltag! Denn sehr häufig beklagen Beschäftigte, dass sie mit ihren Leistungen oder Ideen durch den Arbeitgeber nicht gehört oder gesehen werden. Kununu und Co sind in diesem Sinne eine Art Hilferuf. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen! Schaffen Sie im Unternehmen Formate, um Mitarbeiter systematisch zu beteiligen und sie gleichermaßen wertzuschätzen sowie Plattformen organisationalen Lernens.

Hilfreich ist dazu auch der Aufbau einer systematischen Feedback-Kultur.

#2 Kommunizieren Sie ehrlich

Ebenfalls überdurchschnittlich oft wird auf Arbeitgeberbewertungsplattformen die Kommunikation des Unternehmens kritisiert. Bewertende beschweren sich entweder über zu wenig Kommunikation „Man erfährt Vieles nur über den Flurfunk“ oder über nicht ehrliche oder zu stark gesteuerte beziehungsweise gefilterte Kommunikation.

Vermeiden Sie reine Hochglanz-Kampagnen von kreativen Köpfen in Personalmarketing-Agenturen, die Bewerbern ein wahres Wunderland an Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit versprechen. Vor allem wenn die Realität ganz anders aussieht. Social Media sorgt wie kaum ein anderes Medium dafür, dass Zustände transparent werden, die früher “unter den Teppich gekehrt“ werden konnten.

Seien Sie in der innerbetrieblichen Kommunikation daher stets möglichst transparent, authentisch und versuchen Sie zielgruppenspezifisch zu informieren.

#3 Etablieren Sie eine moderne Führungskultur

Dass der altbekannte Spruch „Bewerber entscheiden sich für ein Unternehmen aufgrund einer Aufgabe, verlassen es aber wegen einer Führungskraft“ tatsächlich häufig stimmt, ist ein Learning aus dem intensiven Beschäftigen mit Arbeitgeberbewertungsplattformen. Die Führungskräfte sowie deren Haltung und Wirken haben eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf die Arbeitsmoral, Loyalität und Produktivität der Mitarbeiter. Und das jeden einzelnen Tag.

Insofern wird deren Verhalten auf kununu und Co. sehr häufig kritisiert. Abseits von sehr speziellen negativen Einzelfällen, die stets vorkommen werden, gilt es an einer modernen Führungskultur zu arbeiten. Diese sollte darauf bauen, Mitarbeiter zu befähigen und zur Selbstorganisation einzuladen. Grundlegendes Misstrauen ist dabei kontraproduktiv. Vielmehr gewinnen die Unternehmen als Arbeitgeber, die es schaffen, Mitarbeitenden Wertschätzung, Vertrauen und gleichermaßen Sicherheit zu bieten. Damit sie eigenverantwortlich -und somit intrinsisch motiviert- ihrer Arbeit nachkommen.

Eine positive Veränderung der Führungskultur und des Führungsverhaltens im Unternehmen wird stets auf Arbeitgeberbewertungsplattformen positiv gespiegelt werden.

#4 Stellen Sie Arbeitsbedingungen und Entlohnung auf den Prüfstand

Auch wenn in den Medien sehr viel über New Work, Purpose oder meaningful work sowie engagement geschrieben wird: für viele Beschäftigte ist das tägliche Arbeitsleben erfüllt von Routinen, einer Reihe unliebsamer Tätigkeiten sowie dem Wunsch nach mehr Gehalt. Dies zeigen immer wieder großangelegte Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen und Studienergebnisse.

Nehmen Sie sich also die Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen besonders kritisch vor. Was läuft gut und woran besteht vielleicht schon seit langem Kritik? Welche Möglichkeiten der Abhilfe sehen Sie? Vermutlich geben Ihnen hier die Rückmeldungen Ihrer Beschäftigten auf Bewertungsplattformen sogar wertvolle Hinweise.

Wie sieht es mit der Entlohnung aus? Was bieten Mitbewerber an Gehalt, Benefits und sozialer Absicherung? Seien Sie sich bewusst, dass über die zahlreichen Filtermöglichkeiten auf kununu und Co mögliche neue Arbeitgeber nur wenige Mausklicks entfernt zugänglich sind.

Legen Sie also eine solide Basis für Ihre Beschäftigten und deren grundlegende Zufriedenheit mit Ihnen als Arbeitgeber.

#5 Vermeiden Sie eigene Fake-Bewertungen

Mag die Versuchung auch groß sein, die negative Bilanz auf Arbeitgeberbewertungsportalen durch eigene Bewertungen aufzuhübschen: Vergessen Sie diesen Gedanken sofort wieder! In keinem Fall sollten Sie über eine einzige legitime persönliche Bewertung hinaus weitere Bewertungen selbst verfassen. Sie gefährden damit den Ruf Ihres Unternehmens und der Plattformen an sich. Damit verspielen Sie nicht nur Ihre eigene Glaubwürdigkeit, sondern auch die Chance zur Nutzung einer wertvollen Kommunikationsplattform im Rahmen Ihrer Employer Branding Aktivitäten.

Faken Sie NIEMALS #Arbeitgeberbewertungen auf #kununu, #glassdoor und Co oder stiften andere dazu an! Klick um zu Tweeten

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Mitarbeiter sehr wohl verfolgen, wie über ihr Unternehmen auf kununu und Co gesprochen wird. Selbst wenn sie bislang keine eigene Bewertung abgegeben haben. Und sollte die generelle Bewertung nicht mit der eigenen Wahrnehmung der Beschäftigten übereinstimmen, gibt es häufig eine Art „Gegenbewegung“. Das bedeutet: Zu positive und weichgespülte Bewertungen werden durch negative Bewertungen auf ein realistisches Maß reduziert. Der Effekt wirkt zum Glück auch umgekehrt.

Insofern ist eine Verwendung von nicht stimmigen Fake-Bewertungen von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Ja, sie stimuliert geradezu gegenläufige Reaktionen.

Arbeitgeberbewertungsplattformen sind keine Realität, aber sie spiegeln diese

Sie dachten, positive Bewertungen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen lassen sich leichter erreichen? Leider nein. Die Bewertungen auf kununu und Co sind zwar nicht die Realität, aber sie spiegeln diese – zumindest in Teilen. Wirken Sie daher lieber auf diese Realität im Arbeitsalltag ein. Arbeiten Sie an Ihrer (Führungs)Kultur, der Kommunikation sowie den Rahmenbedingungen der Arbeit!

Und wenn es doch mal negative Bewertungen hagelt, nutzen Sie diese für eine aktive Kommunikation. Meine Tipps zum Umgang damit habe ich im verlinkten Beitrag geschildert.

Dann hilft schon eine allgemeine Einladung an die Mitarbeiterschaft, Erfahrungen auf den Plattformen zu teilen, um die gewünschten positiven Reaktionen zu initiieren.

Welche Erfahrungen haben Sie mit kununu, glassdoor und Co gemacht?

 

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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DANKE!

Eine Antwort

  1. Hallo Stefan,

    wiedermal ein praxisorientierter Beitrag zum Thema #Arbeitgeberbewertungen von dir. Klasse. Dieser Beitrag passt sehr gut zum überarbeiteten Aufsatz von unseren gemeinsamen Co-Autoren Nikolaus Reuter und Carolin Junge mit dem Titel „Mehr Erfolg im Recruiting durch Arbeitgeberbewertungsportale“ in der neuen, 4. Auflage des „Praxishandbuch Social Media Recruiting“.

    Dieses kommt zwar erst in ca. 3 Monaten an den Markt, aber es sei auch erwähnt, dass sich die Leserschaft über ein neues Kapitel zum Thema „Karriereblogs“ von dir freuen darf.
    Wir sind schon alle sehr gespannt!

    Viele Grüße und weiterhin gutes Gelingen!
    Ralph Dannhäuser

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