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(m/w/d) geschlechtsneutrale Stellenanzeigen formulieren

Was bedeutet (m/w/d), (m/w/x), (m/w/i) oder (m/w/a) in Stellenanzeigen? – FAQs zum dritten Geschlecht

Seit einiger Zeit sieht man im Titel von Stellenanzeigen nach der Bezeichnung des Jobs Abkürzungen wie (m/w/d), (m/w/i), (m/w/x), (m/w/gn) oder auch (m/w/a). Welche Bedeutung haben diese und was heißt das für die eigene Bewerbung sowie für das Schreiben von Stellenanzeigen?

Dieser Beitrag klärt einige Grundsatzfragen zu dem hochaktuellen Thema „drittes Geschlecht“ mittels FAQs.

Wofür stehen die Abkürzungen (m/w/d), (m/w/x), (m/w/i) und (m/w/a)?

Die Buchstaben m, w und d stehen für die drei Geschlechtsbezeichnungen. „m“ ist die Abkürzung für männlich. „w“ meint weiblich. So weit so bekannt. Der Buchstabe „d“ ist neu und steht für „divers“. Das „x“ steht für „nicht-definiert“, das „a“ für anders. Der Buchstabe „i“ kürzt intersexuell ab.

Ab und zu werden auch die Varianten mit der Abkürzung „gn“ für geschlechtsneutral verwendet. Der „*“ steht entweder für einen Platzhalter oder weist auf eine Fußnote hin.

In Stellenanzeigen finden sich diese Abkürzungen in unterschiedlicher Reihenfolge, z.B. (m/w/d) oder auch (w/m/d). Die neuen Abkürzungen „d“, „x“, „i“, „a“, „gn“ oder „*“ finden sich meist an letzter Stelle.

Übersicht der Abkürzungen zum dritten Geschlecht

(m/w/d)=männlich / weiblich / divers
(m/w/i)=männlich / weiblich / intersexuell
(m/w/a)=männlich / weiblich / anders
(m/w/x)=männlich / weiblich / egal welches Geschlecht bzw. nicht definiert
(m/w/gn)=männlich / weiblich / geschlechtsneutral
(m/w/*)=männlich / weiblich / Platzhalter für Geschlecht oder Fußnote
(w/m/d)=weiblich / männlich / divers
(w/m/i)=weiblich / männlich / intersexuell
(w/m/a)=weiblich / männlich / anders
(w/m/x)=weiblich / männlich / egal welches Geschlecht bzw. nicht definiert
(w/m/gn)=weiblich / männlich / geschlechtsneutral
(w/m/*)=weiblich / männlich / Platzhalter für Geschlecht oder Fußnote

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „drittes Geschlecht“?

Beim dritten Geschlecht spricht man auch von Intersexualität. Im wörtlichen Sinne stehen diese Menschen zwischen (=„inter“) den Geschlechtern. Bei ihnen lassen sich Geschlechtsmerkmale wie Hormone, Keimdrüsen oder Chromosomen nicht eindeutig in männlich oder weiblich einordnen. Selbst bei biologischer Eindeutigkeit gibt es Fälle sogenannter Sexualdifferenzierungsstörungen oder Geschlechtsidentitätsstörungen. Dabei handelt es sich nach allgemeiner Meinung allerdings um keine Krankheit.

Im Kern gemeinsam steht dabei die Tatsache, dass sich diese Menschen nicht als Mann oder Frau einordnen lassen (wollen).

Seit wann gibt es ein drittes Geschlecht?

Menschen mit dem dritten Geschlecht gab es schon immer. Aktuell sollen es in Deutschland 0,1% der Bevölkerung, also rund 80.000 Menschen sein. Allerdings wurde dieses Geschlecht rechtlich erst mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 (1 BvR 2019/16) offiziell anerkannt. Auslöser war eine Klage gegen die nicht vorhanden Möglichkeit einer Eintragung des dritten Geschlechts in das sogenannte Personenstandsregister, welches bis Ende 2008 auch Geburtenbuch genannt wurde.

Das höchste deutsche Gericht urteilte, dass der in diesem Fall bis dato im Personenstandsregister einzig mögliche Eintrag „keine Angabe“ dem Persönlichkeitsrecht der Intersexuellen entgegenstehe. Dies war die Geburtsstunde der rechtlichen Bedeutsamkeit des dritten Geschlechts.

Menschen mit dem dritten Geschlecht dürfen demnach nicht in eine unpassende Rolle wie Mann oder Frau gedrängt werden. Der Gesetzgeber erhielt den Auftrag, eine rechtliche Grundlage für diese Anerkennung sowie eine positive Betitelung bis 31.12.2018 zu schaffen.

Wie weit ist die gesetzliche Regelung zum dritten Geschlecht?

Mitte August 2018 wurde ein erster Kabinettsentwurf veröffentlicht. Darin wird der vom CSU-geführten Innenministerium favorisierte Vorschlag einer Benennung als „weiteres“ aufgegeben. Auch die vom deutschen Ethikrat vorgeschlagene Bezeichnung „anderes“ wurde nicht in den Entwurf aufgenommen. Stattdessen soll das dritte Geschlecht zukünftig als „divers“ bezeichnet werden.

Sollen die Regelungen auch für transsexuelle Menschen gelten?

Die Personengruppe der Transsexuellen ist zum derzeitigen Stand nicht Teil der geplanten gesetzlichen Regelung. Die eindeutige geschlechtliche Zuordnung mit dem Wunsch der Zuordnung zum anderen Geschlecht, wurde nicht mit geregelt. Dies führte bereits zu deutlicher Kritik von Parteien und Interessensverbänden.

Symbol drittes Geschlecht

Wie spricht man Menschen des dritten Geschlechts korrekt an?

Diese Frage wird im Rahmen der Debatte um den Gesetzesentwurf der Bundesregierung gerade heiß diskutiert. Verbindliche Vorgaben existieren bis dato nicht. Allerdings gibt es eine einfache Lösung: Das Gespräch mit den Betroffenen. Fragen Sie einfach, wie diese Menschen angesprochen werden möchten.

Bei Unternehmen, die ihre Stellenausschreibungen diskriminierungsfrei formulieren wollen, herrscht derzeit Unsicherheit, was die Ansprache des dritten Geschlechts angeht. Gendergerechte Sprache war jedoch bereits zuvor schon ein großes Thema. Diversity-Beauftragte in Unternehmen kämpfen für eine geschlechterneutrale Sprache, alternativ für die Berücksichtigung aller Geschlechter. Die Anerkennung des dritten Geschlechts hat diese Herausforderung noch deutlich vergrößert.

Was bedeutet das für das Schreiben einer Bewerbung?

Für die Bewerber ändert sich durch diese neue Regelung nichts. Vielmehr versuchen die Unternehmen in den Stellenanzeigen mit dem Zusatz (m/w/d) zu zeigen, dass das Geschlecht für die Stellenbesetzung keine Rolle spielt. Es können sich also alle Menschen gleichermaßen bewerben ohne aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert zu werden.

Kann eine Diskriminierung in der Praxis tatsächlich vermieden werden?

Dem Diskriminieren von Bewerbern hat der deutsche Gesetzgeber bereits mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, einen rechtlichen Rahmen gegeben. Danach ist es verboten, Bewerber aufgrund

  • ihres Geschlechts
  • der Rasse
  • der ethnischen Herkunft
  • ihrer Religion oder Weltanschauung
  • ihres Alters
  • des Geschlechts
  • einer Behinderung
  • ihrer sexuellen Orientierung

zu diskriminieren. Dieser Schutz von Bewerbern ist so stark ausgeprägt, dass sogar die Beweislast umgekehrt wurde. Das bedeutet, dass Bewerber eine Diskriminierung nur behaupten brauchen und die Unternehmen diese widerlegen müssen. Auch wenn das AGG als Rechtsfolge Entschädigungen für diskriminierte Bewerber vorsieht, kann eine Diskriminierung in der Praxis de facto trotzdem nicht 100%-ig unterbunden werden.

Wie sollten Unternehmen das dritte Geschlecht in ihren Stellenanzeigen betiteln?

Hierzu gibt es Stand heute allenfalls Empfehlungen. Da sich die Bezeichnung divers vermutlich als offizielle Bezeichnung laut Gesetz etablieren wird, dürfte eine Kennzeichnung im Titel mit (m/w/d) oder (w/m/d) am wahrscheinlichsten sein. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) rät Unternehmen bereits dazu, eine entsprechende Bezeichnung in die Annonce aufzunehmen. Hintergrund ist die Sorge vor Klagen der Bewerber auf Basis des AGG. Allerdings wurde bisher kein solcher Fall bekannt.

Möglicherweise ist es mit der Aufnahme dieses Zusatzes aber nicht getan. Denn auch Bezeichnungen wie „Softwareenwickler“ werden bereits heute auf zwei Geschlechter angepasst. Beispielsweise durch die Nennung der männlichen und weiblichen Variante „Softwareentwickler“ und „Softwareentwicklerin“. Der Versuch dieses Vorgehen auch auf das dritte Geschlecht anzuwenden, führt indes zu großen Problemen. Dazu habe ich bereits vor einiger Zeit in einem Beitrag beschrieben.

Wieso bleibt nicht alles so, wie es Jahrzehnte lang war?

Sprachwissenschaftler weisen im Rahmen der aktuellen Diskussionen stets darauf hin, dass Personenbezeichnungen generisch maskulin sind und in der bisherigen Verwendung keineswegs nur Männer meinen, sondern Männer und Frauen gleichermaßen. Daher wären rein sprachwissenschaftlich die Probleme mit der Betitelung des dritten Geschlechts bereits gelöst.

Allerdings haben sich über viele Jahre Frauenrechtsaktivistinnen mit ihrer Ansicht durchgesetzt, dass weibliche Personenbezeichnungen ausdrücklich genannt werden sollten. Psychologische Tests haben zudem ergeben, dass Frauen sich tatsächlich stärker von Stellenanzeigen angesprochen fühlen, in der die weibliche Wortvariante explizit verwendet wird.

Sprache hat sich schon immer verändert. Der früher gängige Begriff „Fräulein“ für eine unverheiratete Frau findet sich beispielsweise heute kaum mehr im Sprachgebrauch der jungen Generationen.

Was ist das Gender-Sternchen *?

Ein möglicher Ansatz für diskriminierungsfreies Formulieren ist das sogenannte Gender-Sternchen. Das Gendersternchen wird bei Personenbezeichnungen zwischen dem Wortstamm und der weiblichen Endung eingefügt. Immer häufiger begegnet Bewerbern daher in Stellenanzeigen ein „*“ mitten in einem Begriff, z.B. bei „Softwareentwickler*innen“. Im Unterschied zur Schreibweise „SoftwareentwicklerInnen“ mit großem „I“, sollen damit explizit auch Menschen angesprochen werden, die zwischen der männlichen und weiblichen Sprachvariante zu verorten sind.

Der Rechtschreibrat hat eine Entscheidung über die Aufnahme des Gender-Sternchens in den Duden jedoch Anfang Juni vertagt. Eine Einigung kam nicht zustande. Empfehlungen zum Umgang mit der neuen Problematik wolle man jedoch bis November dieses Jahres formulieren.

Fazit / Empfehlung

Die wichtigste Empfehlung lautet: „Ruhe bewahren!“. Die Vielzahl an wilden Abkürzungen und das Vorschlagsfeuerwerk der Politiker zur Bezeichnung des dritten Geschlechts ist schon verrückt genug. Wenn Sie in Stellenanzeigen heute auf Nummer sicher gehen wollen, dann nutzen Sie die Varianten „(m/w/d)“ oder „(w/m/d)“ als Zusatz im Anzeigen-Titel. Damit sollten Sie zumindest vorerst AGG-konform sein.

Bei den weiteren Texten sprechen Sie die Bewerber dann direkt an. Entweder mit Sie oder mit Du. Je nachdem, für was Sie sich entschieden haben. Nur konsequent sollten Sie dabei sein.

Alles Weitere überlassen Sie erstmal dem Gesetzgeber. Dann sehen wir weiter beziehungsweise Sie erhalten ein Info-Update von mir.

UPDATE: 03.12.:

Nachdem das Gesetz ohne Änderungen den Bundesrat durchlaufen hat, hier mein aktueller Beitrag zur Frage der Auswirkungen des neuen Gesetzes zum dritten Geschlecht auf Arbeitgeber im Alltag.

Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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44 Antworten

  1. (m/w/d) wird in meinem Sprach-und Schreibgebrauch kein Einzug finden. Genauso wenig diese sternchen Zeug mit *Innen. Nur weil geringe Teile der Linksgrün Idoeligisierten Welt meint verrückt spielen zu müssen, muss man nicht jeden Blödsinn mitmachen. Angeblich gibt es schon 60 Gender, immer wenn man denkt, es kann kaum verrückter werden, wird eine Schippe an Schwachsinn drauf gelegt. Wie weit soll dieser Irrsinn noch getrieben werden?

    Da muss ich immer an die Comedian Harmonists mit ihrem Hit „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“ denken. Der Blick in die Unterhose klärt schnell die Sachfrage. Nun lässt man schon eine weile Männer miteinander heiraten, auch so ein skuriles Ding. Offensichtich haben wenige, weder die Biologie, noch den Sinn einer Ehe verstanden. Männer und Frauen paaren sich und bekommen Kinder, das ist der ganz normale Lauf der Dinge, wer daran herum basteln will, begeht ein Verbrechen an der Natur! Kinder Klonen, etwas in die Körper einpflanzen, umoperieren usw. Was jemand in seinen vier Wänden macht ist immer Privatsache, solange legal, aber das wars dann auch schon.

    Und wenn ein Mann meint ein Kleid anziehen zu müssen, seine Sache. Aber man hat nicht den Rest und der Mehrheit der normalen Gesellschaft per Gesetz oder Medien-Propaganda-Terror Zwänge aufzuerlegen, weil bei wenigen anderen Menschen irgendwas schief gelaufen ist. Früher hat man das ganze noch natürlich aus dem medizinischen Winkel betrachtet. Psyche, Hormone, Kindheit usw. das findet kaum noch statt. Man kann daran kaum was ändern für solche Menschen, sei es ihnen zugestanden, aber die Grenzen sind erreicht, wenn man die Sprache vergewaltigt und absurde Gesetze erlässt, denn für die Meisten ist dies eben nicht alles normal, die meisten Leute sind heute nur zu feige das offen anzusprechen. Es gibt kaum Kindertoiletten an ZOB´s und Bahnhöfen, aber es wird in Städten diskutiert „Divers“ Klos einzurichten. Wer dringend muss, ist ünerhaupt froh ein Klo vorzufinden, die Trennung für Männer und Frauen bleibt trotzdem richtig und das was in der Unterhose steckt, gibt auch die Anwtort für die richtige Toilette, so simpel wie einfach.

    1. Lieber Klaus Hagen (wenn das Ihr richtiger Name ist),

      wussten Sie, dass Sie sich heute mit dem bekannten deutschen Schriftsteller Goethe nicht mehr normal unterhalten könnten, weil Sie sich gegenseitig nicht verstehen? Dass unsere Kinder altdeutsche Schrift nicht lesen können, obwohl gerade mal zwei Generationen zwischen der Nutzung liegen? Wussten Sie, dass auch Sklaverei und der Ausschluss von Wahlen für Frauen einmal abgeschafft werden mussten, weil Gesellschaften sich weiterentwickeln? Kann es sein, dass die Menschen wenn sie von „so ist die Natur“ sprechen, früher auch überzeugt waren, es gäbe Naturgeister, Götter und die Erde sei flach?
      Können Sie sich vorstellen, dass Offenheit und Toleranz auch Werte einer freien Gesellschaft sind, die eben genau NICHT von Propaganda-Terror-Zwängen (wie Sie schreiben) diktiert wird? Und dass dies sogar für völlig unpolitische Menschen eine gesunde gesellschaftliche Entwicklung ist?

      Ich jedenfalls möchte in keiner Welt leben, in der Menschen abseits von Wissenschaft, Psychologie und Philosophie über andere urteilen, nur weil sie ein Weltverständnis haben, das sie verabsolutieren.

      Trotzdem habe ich Ihren Kommentar freigeschaltet. Allerdings würde ich massiv einschreiten, wenn sich auf meiner Seite eine Diskussionskultur entwickeln sollte, die jeglichen Respekt voreinander vermissen lässt. Das war hier aber meines Erachtens nicht der Fall.

      Trotz allem wünsche ich Ihnen einen angenehmen Tag – gehen Sie gerne raus in die Natur und erleben Sie, dass es noch so viel mehr gibt neben dem vermeintlich Offensichtlichen, das in den Social Media Filterblasen (aus welcher politischen Richtung auch immer) auf einen einströmt.

      1. Es wird die immer freigeschaltet, solange man glaubt Argumente zu haben, erst wenn die fehlen, kommt die Zensur. Trotzdem bedanke ich mich für die Freischaltung.

        Es gibt sinnvolle und natürliche Entwicklungen. Aber nicht alles ist sinnvoll und gut für die Gesellschaft. Jezt trainiert man bei REWE gearde die Menschen an, mit Telefon schon im Laden die Waren zu scannen und gleich so zu bezahlen. Was daran schlecht ist? Ein weiterer Baustein zu Abschaffung des Bargeldes. Bargeld ist gelebte Freiheit. Es wird zudem viele Arbeitsplätze in der Zukunft kosten, gerade der Einzelhandel ist neben Reinigungskräfte und dem Pflegebreich, ein sehr grosser grosser Arbeitgeber.

        Was das Genderspreech angeht. Der Vergleich mit Goethe hinkt. Heute spricht und schreibt man nicht mehr so geschwollen wie vor 200 Jahren oder weiter zurück und die Schrift ist natürlich viel klarer, exakter. Schrift und Sprache sollen erleichtern, aber auch gut zusammen fassen und wo es geht auch kurz. Genderspreech ist nur ein weiterer politischer Minderheitenirrsinn, aus der linksgrünen Fabrik.

        Wenn man Polizist, Mediziner usw. schreibt, schliesst das Frauen doch nicht aus. Geht man auf eine speziellen Fall ein schreibt man ja wiederum z.B. „die Polizistin stellte ein Bußgeldbescheid aus“ „Die Ärztin stellte folgende Diagnose…“ Es gibt also die Zusammenfassung und dann auf dem speziell einzugehende Fall. Überdies weiss jeder wie es gemeint ist. Ist genau wie mit dem Käse der bunten Farben für ein Fussballstatdion. Die UEFA hat ihre Regeln doch genau erklärt, egal was sollen schon Regeln? Aber an die Corona-Regeln sollen sich alle halten. Deutschland mischt sich in Ungarns Politik ein, wie anmaßend ist denn so etwas? Sind wir denn wieder soweit? en man den Bogen immer weiter überspannt, wird sich ein Hass gegen genau jene MInderheiten auftürmen, dessen Interessen man vorgibt zu verteidigen. Damit erweist man denen einen Bärendienst. Viele von uns haben es bis zum Kragen satt, sich von Medien, Politikern und besonders linksgrünen Idiologen und zwangsläufig deren Propaganda-Opfern erziehen zu lassen. Hier werden Ziele verfolgt, die viele nicht überschauen. Und wenn man sich nur in der Theorie eine Annalena Baerbock als Kanzlerin vorstellen kann, dann gute Nacht Deutschland. Denn bevor man mit Genderspreech kommt, sollte man erstmal grundsätzlich die Sprache als solches beherrschen.

        All diesen Unfug braucht kein Mensch.

  2. Ich will keinen diskriminieren, egal ob Farbe, Sexualität, Geschlecht, Nationalität,….. aber dritte Geschlecht? Was soll das bringen? Die „d“ sind dadurch doch auch nicht glücklicher. (Meine Meinung nach)
    Und wenn es schon offiziell gibt’s, ist es nicht diskriminierend, daß es für die keine Toiletten, Duschen etc gibt’s? Wenn keine Frauentoilette am Flughafen wäre, aber nur Männertoiletten, wird es als Diskriminierung bezeichnet. Also sind die „d“ wenniger Menschen als die „w“?
    Keine Ahnung, irgendwie ermöglicht es nur noch mehr Ärger als nötig.
    Und ehrlich….wenn meine Tochter zu mir mal kommt und sagt: „hey, heute habe ich nach dem Sport mit die Mädels geduscht und die fünf neue „d“ haben sofort Erektion bekommen“, dann werde ich es auch nicht ganz cool finden, egal was mir das Gesetz sagt.
    Will ein Mann ein top Sportler sein? Es langt sich ein „d“ einschreiben lassen und gegen Frauen Boxen im Ring. Einfach lächerlich. Oder beim Sport gilt es nicht? Dort müssen die sich einordnen? Uff, das wäre aber schlimm wenn die Rechte nicht überall gleich sind. 😉

  3. Ich habe mal ein Theaterstück gesehen, in dem der König seinem untergebenen Koch mit „das Koch hat wieder blah, blah, blah“ angesprochen hat. Also diese Sächlichkeit im Artikel offenbart schon die Minderwertigkeit der Person. Die Person wird zur Sache degradiert. Insofern ist auch die Zuordnung d = divers eine Herabwürdigung.
    Wem geht es etwas an, ob eine Person im Berufsleben weiblich, männlich oder divers geprägt ist?
    Alleine die Tatsache, immer gesellschaftlich angemessen beide Geschlechtervarianten zu benennen, ist für mich ebenfalls abstrus. Im Plural haben alle Subjekte einen weiblichen Artikel. Oh, da fühle ich mich aber als Mann vollkommen diskriminiert.
    Oder betrachten wir mal den traditionellen Handwerksberuf Zimmermann. Einen weiblichen Zimmermann als Zimmerfrau zu bezeichnen wäre wohl etwas verwirrend, denn damit soll ja kein Zimmermädchen gemeint sein. Andererseits gibt es ja kein Zimmermännlein. Natürlich gibt es das Männlein, das im Walde steht, aber wie wir wissen hat dieses ein purpurrotes Mäntelein um. Wer mag denn nur das Männlein sein, das da steht im Wald allein?
    d = divers, das ist schon höchstrichterliche Satire!!!

  4. Wenn ich morgen früh aufstehe und meine eine schranktüre zu sein, dann bitte ich dies zu akzeptieren

    Es gibt daher sehr wohl ein drittes Geschlecht

    Die würde des Menschen…. Usw…. Ganz einfach

    … Nur finde ich das einige Bsp meiner Gattung saß Thema zu ernst nehmen… Man frau muss sich nicht permanent angegriffen fühlen

  5. Biologisch gibt es nur 2 Geschlechter, Daran ändert sich nichts, wenn ist zu einer Mischform kommt, einem Hermaphroditen (griechisch, aus Hermes für Mann und Aphrodite für Frau). Unsere Gesellschaft ist bis auf weiteres überwiegend konservativ. Daher besteht die Gefahr, dass ein der Mischform zugehöriger Mensch Nachteile erfährt, wenn er sich offenbart. Wahrscheinlich werden sich die meisten Betroffenen einem der beiden Geschlechter zuordnen. Das finde ich völlig ausreichend, Und alles Weitere geht die anderen Mitmenschen im Berufsfeld nichts an, Ich denke, Gleichberechtigung im Berufsleben für Chancen und Vergütung sind weiterhin das wichtigere Thema. Wenn im Journalismus des D-Thema behandelt wird, geht es wohl eher um bestenfalls Sensation bzw. Klickzähler.

    1. Lieber Klaus Rudolph,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zum Thema drittes Geschlecht.
      Ich denke, dass man sehr genau unterscheiden muss zwischen der Biologie, dem rechtlichen Status und der Frage, wie offen mit dem Thema umgegangen wird bzw. werden kann mit Blick auf eine möglicherweise (noch?) sehr konservative Gesellschaft. Und ja, es geht um Gleichberechtigung. Genau deswegen wird das Thema ja von Vielen deutlich missverstanden. Denn es geht gerade nicht um ein weiteres „wir“ und „die anderen“, also um Abgrenzung. Vielmehr um die gleichberechtigte Anerkennung dessen, was bislang eben doch als „anders“ oder gar „trennend“ angesehen wurde. Hin zur Normalität. Und die ist in der Tat deutlich unaufgeregter als die Diskussion in den Medien darüber. Da gebe ich Ihnen recht: Hier wird durch die großen Medien häufig sehr viel Sensationsheischerei betrieben. Die sachliche Diskussion dazu lohnt sich aber.
      Viele Grüße und einen guten Start in die neue Arbeitswoche für Sie!

  6. Unter Personalern hat sich nun dieses Kürzel als ein Segen gezeigt. Es werden stellen ausgeschrieben die von einem Männlichen Weißen Deutschen zu besetzen sind. Politisch gewünschter Dünnsch…

  7. Was für ein Blödsinn, haben unsere Politiker nur noch Scheiße im Kopf? Hochbezahlte Hohlköpfe, will mich nicht weiter auslassen, 3tes Geschlecht, ich lach mich schlapp.

    1. Guten Tag Herr Müller,
      ich habe eine Weile überlegt, ob ich Ihren Kommentar tatsächlich freischalten soll. Denn er zeugt von Engstirnigkeit, Intoleranz und erinnert mich an die vielen unsäglichen Diskussionen in den sozialen Medien zu ähnlichen Themen. Möglicherweise kann der Kommentar jedoch zumindest als Diskussionsanlass wirken. Weitere Kraftausdrücke und Beleidigungen werde ich allerdings hier nicht dulden!
      Noch einen erholsamen Sonntag und viele Grüße
      Stefan Scheller

  8. Bereits vor Jahren sah ich mehrere Berichte über die Auswirkungen der Östrogene im Grundwasser (durch Anti-Baby-Pille), die nicht herausgefiltert werden können. Die Verweiblichung von männlichen Fischen und Fröschen, die sich dadurch nicht mehr paaren, wurde genannt. Des Weiteren gab es Berichte, die nachwiesen, dass immer mehr Männer verweiblichen und z.B. Brustansatz zeigen. Zudem wurde festgestellt, dass das Y-Chromosom sich zurückbildet. Unser hormonelles Eingreifen in die Natur wird vielleicht die ganze Thematik irgendwann überflüssig machen.

  9. Wie wäre es denn mit Diverse Meyer?

    und wenn wir einen Brief mit:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrte Diverse,

    beginnen, sollte auch denen Genüge getan sein, die weder Dame noch Herr sein wollen und von denen wir es bisher noch nicht genau wissen.

    1. Liebe Ulrike,
      ich denke, dass das Thema in der Tat etwas zu hoch gekocht wird. Im Grunde geht es um eine rechtliche Anerkennung als ersten Schritt. Der zweite Schritt ist eine Anerkennung in den Köpfen der Menschen. Ob dies zwangsweise einher geht mit einer besonderen Ansprache oder der Einrichtung zusätzlicher Rechte, sollte sich in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen noch erweisen. Stand heute wird viel geredet – ob es der Sache der Betroffenen dient, steht dabei leider zu wenig im Fokus.
      Viele Grüße
      Stefan Scheller

  10. Wie wäre es mir „Mensch“. Wenn eine Arbeitsstelle für (w/m/d) geeignet ist, dann doch wohl für alle, also (*) oder (Mensch). In der Anrede ist es dann „Sehr geehrter Mensch Meyer“ …

  11. Interessant finde ich, dass bisher viel zu selten bis gar nicht auf die korrekte Aufzählung der Geschlechter eingegangen wurde bzw. wird. Bisher gab es zwei Formen: 1. alphabetisch, also m/w oder man ließ 2. den Damen den Vortritt, also w/m. Wenn man der bisherigen Logik folgt, müsste es nun entweder d/m/w oder aber w/d/m heißen. Die gängigste Schreibweise ist die alphabetische, daher plädiere ich für d/m/w. Denn die aktuellen Schreibweisen fördern m. E. eher die Diskriminierung, da das „d“ einfach nur angehängt wird und somit schon visuell entgegen der bisherigen Praxis Ausgrenzung suggeriert, dem Sinn nach „5. Rad am Wagen“.

    1. Lieber Tarkan,
      das stimmt. Spannende Gedanken. Beim Schreiben des Beitrags hatte ich auch überlegt, inwiefern die Reihenfolge eine Rolle spielt. Letztlich tut sie das auf jeden Fall. Und da das (m/w/d) ja keine Pflichtangabe ist, gibt es auch keine festen Regeln dafür. Das „d“ zwischen die beiden anderen Buchstaben zu stellen, würde dem Gendersternchen am nächsten kommen. Steht es am Ende, wäre es das DRITTE Geschlecht. Wird es an den Anfang gestellt, entspricht es der Reihenfolge im Alphabet. Alles ist möglich. Ich vermute allerdings, dass bei einem Anfügen auf der rechten Seite, die Irritationen bei Bewerbern am geringsten sind, da das (m/w) den meisten schon geläufig ist. Das „d“ ganz vorne könnte sogar zu deutlichen Fehlinterpretationen führen, z.B. wenn Bewerber es als „deutsch“ lesen.
      Ich bin gespannt, wie sich das Thema in der Praxis weiterentwickelt.
      Viele Grüße zur neuen Woche
      Stefan

      1. Ich schalte Stellenanzeigen mit alphabetischer Aufzählung (d/m/w). Das ist mir nämlich auch aufgefallen und hat mir nicht zugesagt, dass das divers am Ende steht oder gar w/m/d. Dann ist die Frau vor dem Mann und hintendran Divers. Eine Gleichberechtigung sehen ich da nicht.

        Mittlerweile schreibe ich sogar „all Genders“, das gefällt mir noch besser,
        Und ja, solange es ein Thema in der Gesellschaft ist, sollten wir die Benachteiligten so lange stärken, bis es endlich wirklich kein Thema mehr ist.

        1. Liebe Monica,
          das mit der alphabetischen Reihenfolge ist auch eine gute Wahl.
          Noch besser gefällt mir die Variante mit den „all genders“. Da gibt es zahlreiche Alternativen.
          Das Wichtigste in meinen Augen ist aber das Mindset hinter der Ausschreibung, das generell nicht diskriminierend sein sollte.
          Denn auch bei formal korrekter Formulierung heißt das ja noch lange nicht, dass der Einstellungsprozess tatsächlich fair abläuft.
          Viele Grüße
          Stefan

    1. Hallo Micha,
      früher haben Menschen auch geglaubt, die Sonne würde sich um die Erde drehen. Viele glaubten, dass ein Automobil niemals Pferde ersetzen könne und Kritiker hatten Angst, dass Menschen bei Geschwindigkeiten größer 30 km/h sterben müssten. Sogar Bill Gates war mal der Überzeugung, dass es im Internet nichts zu verdienen gibt. Wissenschaft und kulturelle Entwicklung haben immer wieder gezeigt, dass auch vermeintlich grundlegende Themen für die Ewigkeit neu gedacht werden müssen. Hätte nicht nochmal jemand nachgemessen, würden wir auch immer noch glauben, Spinat wäre außerordentlich gesund.
      Wir Menschen haben die Kategorien „Mann“ und „Frau“ definiert, weil die Fähigkeit zum Kinder zeugen bzw. Kinder austragen und gebären für die Entwicklung von Gesellschaften damals ein extrem wichtiges Unterscheidungsmerkmal war. Aber welche Kraft hat diese Unterscheidung noch in Bezug auf die moderne Arbeitswelt oder gar auf die Frage nach Karriere oder die Höhe der Vergütung. Wenn also die Kategorisierung in Mann und Frau nicht aufgehoben werden soll, aber sinnhafter Weise ergänzt wird, wo genau liegt dann das Problem?
      Es geht hier weniger um Ideologien, sondern darum, ob Menschen in der Lage sind, sich auf Veränderungen einzustellen und ihre eigenen vermeintlich unumstößlichen Wahrheiten kritisch in Frage zu stellen. Ansonsten ist nicht die Konfrontation mit vermeintlichen Ideologien das größte Problem für diese Menschen, sondern das Ankommen in der realen modernen Welt.
      Herzliche Grüße
      Stefan, der auch ständig dazulernen darf und versucht für Neues offen zu bleiben

    2. Es MUSS sich ändern! Man kann Menschen nicht nach der sexuellen Orientierung beurteilen, deshalb sollte es auch bei Stellenanzeigen eine weitere Bezeichnung geben!!!!!

  12. Nachdem seit 01.01.2019 die Eintragung „divers“ im Personenstandsregister möglich ist, sind wir auch dazu übergegangen in Stellenausschreibungen „m/w/d“ zu nutzen. (Die ketzerisch gemeinte Frage eines Kollegen: „Heisst das jetzt männlich, weiss, deutsch“?).

    Offen ist die Behandlung hinsichtlich „Diverser“ in Zusammenhang mit Quoten in anderen Gesetzen – z. B. Entgelttransparenzgesetz, Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe (Zielvorgaben in Führungspositionen) oder Quoten bei der Besetzung des Betriebsrats (Geschlecht in der Minderheit).

  13. Sehr interessant wofür Steuergelder genutzt werden. Es ist wissenschaftlich nicht bekannt, dass ein Mensch als Zwitter geboren wird. Demzufolge ist die Geschlechtsdefinition eindeutig.
    Alternativ schlage ich vor die Anrede auf „Es“ zu belassen.
    Sehr geehrtes … – klingt nicht besonders schön – spart aber Zeit weitergehende Reformen.
    Sollten nicht Personen die sich angesprochen fühlen die Vorschläge dafür ausarbeiten?
    Oder ist unsere Politik mittlerweile so unterfordert um sich deren Themen anzunehmen?

    Think about it!

    1. Hallo Daniel,
      „Es ist wissenschaftlich nicht bekannt, dass ein Mensch als Zwitter geboren wird.“ – sagt wer?
      Die Welt unter Quellenangabe N24 spricht laut Google-Recherche von aktuell rund 160 bereits bei Geburt festgestellten Hermaphroditen oder Zwittern.
      Was die Politiker angeht – da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich betreibe einen Blog vorwiegend für Personaler.
      Aber via Twitter sind ja zahlreiche Politiker direkt ansprechbar. Einfach dort versuchen.
      Viele Grüße und einen guten Rutsch nach 2019
      Persoblogger Stefan Scheller

      1. Bin per Zufall auf diesen Block gestoßen. Ich finde die Kommentare sehr ansprechend, aber besonders gefielen mir die durchdachten Antworten. Ich möchte diese Seite gerne weiter verfolgen.

  14. Das ist doch alles Unfug! Es gibt beim Menschen seit Millionen von Jahren nur zwei Geschlechter, männlich und weiblich! Daran wird sich auch in den kommenden Millionen Jahren nichts ändern! Ein drittes Geschlecht gibt es nicht. Intersexualität ist kein drittes Geschlecht sondern eine recht seltene Anomalie, entstanden durch eine Mutation. Natürlich dürfen intersexuelle Menschen nicht diskriminiert werden und sie müssen sichtbar gemacht werden! Alle weiteren angeblichen „Geschlechter“ sind gar keine Geschlechter sondern gefühlte wandelbare sexuelle Identitäten. Das Kürzel „d“ für „divers“ ist daher als Geschlechtsbezeichnung naturwissenschaftlich schlichtweg falsch. Aber offenbar lässt man sich bei uns in Deutschland bereits mehr von Ideologien leiten als von naturwissenschaftlich belegten Tatsachen! Wenn zukünftig gefühlte sexuelle Identitäten die Stelle biologischer Geschlechter einnehmen sollen dann bitte konsequent. Ich fühle mich als biologischer Mann dann ab sofort als Frau und beanspruche bei Einstellungen die Bevorzugung im Rahmen der Frauenförderung!

  15. Die richtige Anrede

    Im Grunde ist es ganz simpel. Alex Jürgen aus Österreich, Elisabeth Müller aus Deutschland und Michel Reiter aus Deutschland (Medizinische Intervention als Folter) haben es ebenso eindeutig zweideutig vorgemacht wie die Klagepartei vor dem Arbeitsgericht Kempten (Az. 2 Ca 143/18). Die richtige Anrede ist:
    Sehr geehrter „Hermaphrodit“ und deren Abkürzung: Sehr geehrter „Herm.“ In Rn. 3 der Entscheidung des BVerfG zum Dritten Personenstand kommt eindeutig zum Ausdruck, dass es um Zwitter geht. Die Bezeichnung „i“ für „intersexuell“ geht in Deutschland gar nicht. Vgl. hierzu zum einen die Drs. 19/1993 der Hamburgischen Bürgerschaft und zum anderen die Ausführungen auf der Website der Internationalen Menschenrechtsorganisation Zwischengeschlecht.org zur Völkischen Diagnose: „Intersexualität.“

  16. Es bleibt die Frage völlig offen, wie ich denn die Anrede gestalten sollte, wenn „Sehr geehrter Herr XXX“ bzw. „Sehr geehrte Frau XXX“ ja dann scheinbar nicht zutreffend sein sollten?

    1. Das stimmt. Hier ist noch Vieles offen. In meinem Beitrag /2018/04/10/stellenanzeigen-diskriminierungsfrei-und-das-dritte-geschlecht-maennlich-weiblich-inter-bzw-divers/ habe ich die potentiellen sprachlichen Auswirkungen mal bewusst recht überspitzt dargestellt. Mein Tipp aktuell: Umstellung auf eine Ansprache mit Vornamen und Nachnamen, also z.B. „Guten Tag Stefan Scheller“. Dann weiter mit Sie oder Du. Das vermeidet eine geschlechtsspezifische Ansprache.

  17. Hallo Stefan,
    die Schwierigkeit ist, dass es noch keine etablierte „Sprache“ für das dritte Geschlecht gibt, wenn sich „divers“ jetzt andeutet, OK. Aber für eine angemessene Anrede gibt es noch keine gültige Form, nach der man sich richten könnte. Es zeichnet sich ab, wenn man keine dritte Option zur Auswahl anbieten kann oder möchte, auf eine Anrede gänzlich zu verzichten. Das finde ich persönlich aber schade, hoffe, da findet sich noch was Besseres.
    — —
    Interessant dazu der Artikel in der Süddeutschen vom November 2017, der andeutet, dass diese Gruppe (geschätzt rund 160.000 Menschen in Deutschland) erwartet, dass der Rest der Gesellschaft sich jetzt eine passende Anrede dafür ausdenkt (was ich persönlich absurd finde, da die geschlechtlich Eindeutigen wohl kaum nachempfinden können, wie, warum und wobei sich Inter- oder Transsexuelle unwohl fühlen).
    http://www.sueddeutsche.de/leben/drittes-geschlecht-die-gesellschaft-hat-eine-bringschuld-neue-formen-des-umgangs-zu-finden-1.3742698
    Viele Grüße,
    Tania

    1. eine angemessene Anrede gibt es natürlich schon. Die sachliche Form.
      Sehr geehrtes Stefan Müller …….
      oder im Bezug auf eine Handlung der jeweiligen Person z.B. Das Sabine hat den Kaffee verschüttet.
      Also weder männlich noch weiblich. Gibt es eigentlich geschlechtneutrale Namen?

      1. Die sachliche Form halte ich für einen Menschen für denkbar ungeeignet! Sie wird sogar meist als Beleidigung wahrgenommen. Denn Menschen sind definitiv keine Sachen. Ich gehe aber davon aus, dass Sie das selbst auch wissen und Ihr Kommentar daher nicht wirklich ernst gemeint ist. Geschlechtsneutrale Namen gibt es insofern, als dass es sowohl männliche als auch weibliche Namensvarianten gibt, beispielsweise „Alex“.

  18. Hallo Stefan,
    ich bin gespannt, was sich als Anrede durchsetzen wird.
    Interessant dazu der Artikel in der Süddeutschen vom November 2017, der andeutet, dass diese Gruppe (geschätzt rund 160.000 Menschen in Deutschland) erwartet, dass der Rest der Gesellschaft sich jetzt eine passende Anrede dafür ausdenkt (was ich persönlich absurd finde, da die geschlechtlich Eindeutigen wohl kaum nachempfinden können, wie, warum und wobei sich Inter- oder Transsexuelle unwohl fühlen).
    http://www.sueddeutsche.de/leben/drittes-geschlecht-die-gesellschaft-hat-eine-bringschuld-neue-formen-des-umgangs-zu-finden-1.3742698

    1. Da jede Diskriminierung ua wegen des Geschlechts ohnehin gesetzlich verboten ist, sind Hinweise wie (m/w/d) oä unnötig und zeugen mE nur von neumodischem Gefälligkeits Aktionismus …

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