Liquid Design StepStone und Big Data

StepStones neues Liquid Design für Stellenanzeigen – Erfahrungen aus dem Praxistest

StepStone informiert gerade seine Kunden über die Einführung und Umstellung der Stellenanzeigen auf das sogenannte Liquid Design. Was das bedeutet, wofür es gut ist, und was das für Personaler und deren Arbeitgebermarke bedeutet, lesen Sie in diesem Beitrag. Zudem Erfahrungen aus mehreren Monaten Praxistest in der Pilotphase.

Was bedeutet Liquid Design?

Liquid Design steht im Wortsinne für Flüssiges Design. Das bedeutet, dass aufgrund von strukturierten Daten die einzelnen Bausteine einer Stellenanzeige zukünftig frei gegeneinander verschoben und neu ausgerichtet werden können. Elemente können damit dort erscheinen, wo sie der Anwender tatsächlich erwartet. Das Ziel: Steigerung der Effektivität der Anzeige. Für jeden Teil der bisherigen Anzeige wird dafür ein eigenes Struktur-Element erstellt.

Wie sieht die Stellenanzeige bei StepStone in Zukunft aus?

Alle Anzeigen bei StepStone folgen mit der Umstellung auf das Liquid Design einer einheitlichen Darstellung. Die Unterteilung in Abschnitte mit sogenannten Ankerpunkten sollen vor allem zur leichteren Informationsaufnahme dienen. Die Einbindung des Unternehmensprofils erfolgt deutlich auffälliger. Auch dürften die Klickwege bis hin zur Bewerbung systematisch optimiert werden oder zumindest optimierbar(er) sein als früher.

Folgende Grafik zeigt den Aufbau der zukünftigen Stellenanzeigen:

Stellenanzeige StepStone im Liquid Design

Einschränkungen beim Corporate Design der Anzeigen

StepStone weist bereits in der Ankündigung der Umstellung deutlich darauf hin, dass die Individualität im Corporate Design zukünftig eingeschränkter sein wird als bisher. Was heißt das konkret?

Unternehmen, die bislang ein hoch-individuelles Layout und Design verwenden, müssen jetzt gegebenenfalls zurückstecken. Das gilt insbesondere, wenn in deren aktuellem Design starke Interaktivität vorherrscht. Hier müssen die Employer Branding Verantwortlichen prüfen, in wie weit ein Nachbau dieser Gestaltung und Funktionalität auch über das Liquid Design möglich ist.

Möglicherweise kann die Anzeige jedoch insofern etwas entschlackt werden, da das Unternehmensprofil auf StepStone, genannt Company Hub, zukünftig deutlich präsenter ist und ebenfalls nach dem Liquid Design aufgebaut ist.

StepStones Company Hub im Liquid Design

Bedeutung des Corporate Designs in Stellenanzeigen nimmt ab

Die Standardisierung über das Liquid Design folgt einem allgemeinen Trend, der bei amerikanischen Plattformen wie Indeed oder glassdoor bereits seit Jahren Anwendung findet. Weg von Design-Schnickschnack, hin zu inhaltsoptimierten Anzeigen. Das mag designorientierten Unternehmen wenig schmecken. Und zugegeben, das was glassdoor und Co anzubieten haben gewinnt keinen Designaward. Hübsch geht anders.

Trotzdem müssen Sie sich die Frage stellen, was Sie mit einer Anzeige letztlich erreichen wollen? Bewerber gewinnen? OK, gute Antwort. Dachte ich mir. Aber glauben Sie, dass sich ein Bewerber für Sie entscheidet, weil Ihre Agentur sich so ein tolles Layout ausgedacht hat. Oder weil die Bildchen einen Ticken bunter, witziger oder emotionaler sind als bei den anderen Marktteilnehmern? Die Antwort lautet: Der Inhalt zählt für den Jobsuchenden. Die Verpackung liefert allenfalls in einem zweiten Schritt eine zusätzliche emotionale Stimulanz.

Standardisierung versus Individualität

Standardisierung hat begrifflich oft noch einen negativen Beigeschmack. Wir selbst leben allerdings gerne in einer Welt der perfekten Individualisierung. Alles auf mich selbst optimiert, sogar das Müsli. Allerdings ist das ein Trugschluss. Denn hinter den vielen Möglichkeiten zur Individualisierung steckt vor allem technisch eines: Ein hoher Standardisierungsgrad mit starker Automatisierung. Sonst wird es nichts mit der vielfältigen Individualisierung.

OK, beim Design hört der Spaß auf. Reicht ja schon, wenn Sie für Ihre Prozesse im ATS, sprich Bewerbermanagementsystem standardisieren müssen. Auch stören uns Personaler die vielen Standardisierungen und technischen Optimierungen seitens der Bewerber.

Aber merken Sie was? Einerseits wünschen wir uns authentische Bewerbungsunterlagen, höchst individuelle und so persönlich, dass wir die Menschen hinter dem Profil perfekt einschätzen können. Wir erhalten allerdings eine maximale Standardisierung – die wir übrigens ebenso vorgeben: Über unsere Vorgaben für die Bewerbung.

Und Hand auf´s Herz: Trotzdem freuen Sie sich doch, dass im Lebenslauf die bekannten Informationen stehen und nicht plötzlich nur im Anschreiben. Oder gar nur im Zeugnis. Auf einmal lieben wir den Standard wieder, weil er uns Sicherheit gibt.

Stellen Sie sich außerdem vor, Sie müssten auf Plattformen wie Amazon bei jedem einzelnen Produkt mit einer anderen Darstellung rechnen. Mal die Bilder rechts unten. Manchmal in der Mitte oder gar bildschirmfüllend. Unvorstellbar, oder?

Und was genau ist jetzt an einem standardisierten Layout für Stellenanzeigen so schlimm?

Welche Vorteile haben Unternehmen und Jobsuchende durch das Liquid Design?

Wie immer hilft zur Beantwortung einer Frage der ganzheitliche Blick. Denn Design ist das eine. Die Vorteile für die Jobsuchenden liegen auf der Hand. Durch einen immer gleichen Aufbau der Stellenanzeigen finden sich die StepStone-Nutzer zukünftig sofort zurecht, egal wessen Stellenanzeige sie lesen bzw. welche Art von Job sie suchen.

Das Liquid Design spielt seine große Stärke jedoch vor allem bei der Nutzung unterschiedlicher Devices wie PC, Laptop. Smartphones und Tablets aus. Die einzelnen Strukturelemente können wesentlich besser als bisher an unterschiedliche Bildschirmgrößen responsiv angepasst werden. Insofern sehen die Anzeigen beispielsweise in der Darstellung auf Mobilgeräten zum Teil besser aus aus als vorher.

Das schafft Sicherheit und Komfort für die Anwender, was auch zu einer erhöhten Nutzung führen dürfte. Dadurch sollten auch die Unternehmen profitieren, weil ihre Anzeigen eine höhere Chance auf Gesehen-Werden aufweist.

StepStone will die Möglichkeiten von strukturierten Daten und Big Data nutzen

Big Data ist sicher eines der Buzzwörter unserer Zeit. In der HR-Praxis ist die Bedeutung von Big Data noch eher gering. Das liegt vor allem an der häufig fehlenden Datenerhebung (Punkt 1) und an der Möglichkeit diese Daten systematisch auszuwerten (Punkt 2). Ja, und natürlich daran, dass Personaler die Szenarien rund um Big Data noch nicht wirklich einschätzen können oder wollen.

Fakt ist, dass mit dem bevorstehenden Markteintritt durch Google for Jobs strukturierte Daten einen bedeutenden Schub erhalten werden, Stichwort Schema.org. Auch Facebook hat mit seinen neuen Stellenanzeigen übrigens den Schritt hin zu strukturierten Daten bereits getan.

Bezogen auf das Vorhaben von StepStone sollten sich durch die Umstellung für die Unternehmen spannende Szenarien ergeben. Wann alle Anzeigen nach dem gleichen Schema aufgebaut sind, lässt sich sehr gut messen, welche Anzeigen erfolgreicher sind als andere und vor allem warum. Auch lassen sich über die Liquid Design Gestaltungselemente alle Anzeigen so optimieren, dass sie noch besser den individuellen Nutzererwartungen entsprechen. Konkret heißt das: Stellt sich im Rahmen von A-/B-Test heraus, dass Button XY eine deutlich bessere Wahrnehmung und Nutzung an einer anderen Stelle erzeugt, kann über das Liquid Design die Anzeige problemlos umgebaut werden.

Es ist also davon auszugehen, dass StepStone seinen Kunden zukünftig viel genauer sagen kann, was an der Anzeige gut läuft und was wie optimiert werden kann. Und möglicherweise nimmt StepStone diese Optimierung sogar selbst für seine Kunden vor.

Individuelle Stellenanzeigen nach Kundenerwartung

Aber denken wir mal etwas größer. Wenn strukturierte Anzeigen vorliegen und die einzelnen Gestaltungselemente hinsichtlich ihrer Platzierung und Wirkung durchanalysiert sind, ergeben sich doch noch viel mehr Möglichkeiten für Individualität. Wie jetzt? Haben wir nicht eben festgestellt, dass die Individualität leidet? Ja und nein. Allerdings dürfte das ein vorübergehender Zustand sein. Denn wie bereits oben geschrieben, setzt perfekte Individualität vor allem Standardisierung voraus.

Sie verstehen nur Bahnhof. OK, Klartext! Stellen Sie sich vor, Ihre Anzeige würde sich zukünftig ganz liquide so verändert, dass sie für den individuellen Nutzer den jeweils maximalen Nutzen erzeugt. Sprich: Geht es vor allem um die Frage des Standorts und der Anfahrt für Pendler, sind Geo-Informationen besonders bedeutend. Geht es dem Jobsuchenden in erster Linie um Geld oder andere Benefits, lässt er sich mit prominent platzierten Infos hierzu am besten ködern.

Merken Sie was? Liquid Design öffnet die Welt hin zur individualoptimierten Stellenanzeige.

Individualoptimierte Stellenanzeigen als Endziel?

Lassen Sie mich einfach ein wenig weiter spekulieren. Mit dem Eintreten der großen Player Facebook, Google, Microsoft und großen Social Media Plattformen sowie zukünftig Messengern, wird es für Stellenbörsen erstmal deutlich enger. Warum sollten Jobsuchende auf eine Stellenbörse gehen, wenn sie dort mit der Eingabe von drei Stichworten (Art des Jobs, Titel des Jobs und Ort) vermeintlich deutlich geringer relevante Ergebnisse vorgesetzt bekommen, als beispielsweise bei XING und LinkedIn. Denn dort kennt die Plattform die suchende Person bereits über das hinterlegte Profil. Natürlich nur, wenn sie angemeldet ist, schon klar.

Was also liegt näher, als dass auch Stellenbörsen versuchen werden, ihre Nutzer besser kennen zu lernen und damit bessere, ja gar individuelle Stellenanzeigen zu liefern? Wie dieses Kennenlernen gelingen soll, fragen Sie sich? Zugegeben, ich mich auch. Aber mit ein wenig Phantasie könnte man auch hier einen Zusammenhang erkennen zwischen dem Erwerb der Persönlichkeitsplattform Good&Co und dem Wunsch nach mehr Daten über die Nutzer der Jobsuche auf StepStone.

Meine Vermutung geht dahin, dass StepStone und andere Stellenbörsen sich in Richtung Social Media Plattformen entwickeln werden. Mit Mehrwert-Angeboten für die Nutzer und der Möglichkeit, diese Nutzer bereits vor der Jobsuche „kennen zu lernen“. Will heißen: Daten zur Verfügung zu haben, um maximal relevante Suchergebnisse zu liefern.

Auf jeden Fall werde ich die Entwicklungen in diesem Bereich genau beobachten und hier auf meinem Blog aktuell berichten.

Zeitplan für die Umstellung auf das Liquid Design

Von StepStone ist zu vernehmen, dass ab 01.09. alle neu eingestellten Anzeigen direkt im Liquid Design erfolgen werden. Bestehende Anzeigen werden sukzessive umgestellt. Eine Verweigerung gegen das neue Anzeigen-Layout ist wohl nicht vorgesehen. Das würde aus meiner Sicht mit Blick auf die weiterführenden Gedanken wenig Sinn machen.

Fazit zur Einführung des Liquid Designs bei StepStone-Stellenanzeigen

Wie so oft geht es um eine notwendige Neuausrichtung für die Zukunft. In diesem Fall scheint mir die Einführung des Liquid Designs ein Zwischenschritt einer viel größeren Idee zu sein. Der Idee von höchst individuellen Stellenanzeigen und einem optimierten Matching im Hintergrund.

Für Sie als Employer Branding- oder Recruiting-Verantwortliche ist es möglicherweise an der Zeit, mit Ihrer Marketingabteilung bzw. dem Corporate Design zusammen zu kommen und die Lage zu sondieren. Mein Tipp: Denken Sie hier in Richtung Zukunft und halten Sie nicht mutwillig an irgendwelchen individuellen Grafik-Spielereien fest.

Die Rückmeldungen der DATEV eG als Teilnehmer der Pilotphase des Liquid Designs waren beispielsweise sehr positiv. Selbst die Markenverantwortlichen konnten sich mit der Idee schnell anfreunden, zumal trotz aller Standardisierung der Grad der grafischen Individualisierung noch ausreichend hoch erscheint.

Im Grund ist es wie immer: Neues, das Vertrautes verändert, erzeugt erst einmal Widerstand. Vielleicht helfen Ihnen bei Ihrer Bewertung der Umstellung auf das Liquid Design ja meine ganzheitlich angedachten Informationen in diesem Beitrag.

Und der heißeste Tipp zum Schluss: Legen Sie statt auf Design zukünftig einfach noch mehr Wert auf textlich-inhaltlich optimierte Anzeigen. Einen Leitfaden dazu veröffentliche ich nach meinem Urlaub kurz vor der Zukunft Personal Europe in Köln.

Design-Neuerungen: Grafik-Größen im Liquid Design bei StepStone

Abschließend noch eine Darstellung von StepStone zu den neuen Grafik-Größen im Liquid Design, für alle, die sich vorbereiten wollen. Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie diese Informationen im Rahmen der Umstellung von StepStone ebenfalls erhalten.

Grafik-Größen Liquid Design StepStone

Vielleicht noch ein Hinweis: Dieser Beitrag ist nicht von StepStone lanciert oder gar bezahlt, sondern entspricht meiner persönlichen Meinung als Teilnehmer der Pilotphase des Liquid Designs für meinen Arbeitgeber. Daher ist eine Kennzeichnung als „Werbung“ aus meiner Sicht nicht notwendig. Sollten Sie das rechtlich anders beurteilen, dürfen Sie es meinetwegen als Werbung einstufen. In diesem Fall wäre dieser Beitrag hier „Werbung“ (Kennzeichnung).


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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

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4 Antworten

  1. Wie schön wäre es, wenn wir alle unsere Entscheidungen rein rational treffen würden. Darauf sind doch besonders wir Männer so stolz drauf. Fakten, Fakten, Fakten….

    Nur leider ist mittlerweile mehrfach bewiesen, dass alle Menschen Ihre Entscheidungen zum größten Teil emotional treffen und diese hinterher mit rationalen Gründen untermauern und nicht anders herum.

    Und genau aus dem Grund wird hier der Bock zum Gärtner gemacht – denn fragt man Bewerber, wie wichtig für sie Bilder und andere visuelle Elemente und emotionale Sprache seien, so bekommt man die Antwort: Das brauche man nicht.

    Allerdings weiß doch der Bewerber gar nicht, warum und vor allem worauf er reagiert. Wären wir alle so herrlich rational, führen wir alle das gleiche Auto, Werbung würde keinen Sinn mehr machen, da ja ohnehin das rational beste Produkt gekauft würde, Farben würden keine Rolle spielen. Mir konnten mehrere hundert Personen in meinen Workshops noch keine rationale Erklärung für den Kauf eines BMW, Mercedes oder Audi liefern und übrigens auch nicht für eine Handtasche mit einem Wert von über 20 Euro. Trotzdem haben alle Teilnehmer hoch emotionale, markenträchtige Dinge gekauft. Die Entscheidung dafür ist eben, was sie ist: emotionaler Natur.

    Die Jobsuche ist eben viel mehr als nur ein Arbeitsplatz, Arbeitszeit und Gehalt. Hier spielen sehr viele Elemente eine Rolle und komischerweise sind die meisten davon weiche Faktoren, die den Bewerber emotional ansprechen.

    1. Hallo Christian,
      ich bin da zu 100% bei Dir. Die Jobsuche ist ein hochemotionales Thema. In diesem Sinne äußere ich mich auch in meinem aktuellen Blog https://persoblogger.de/2018/09/10/der-weg-zur-optimalen-stellenanzeige-mit-dem-vaida-modell/.
      Trotzdem kann Standardisierung als Zwischenschritt zur Individualisierung Sinn machen. Und seien wir ehrlich: Selbst bei standardisierter Darstellung lassen sich über die Nutzung von Header, Hintergründen, Motiven und Farben noch immer Emotionen stimulieren. Die Emotion ist ja deswegen nicht tot.
      Viele Grüße
      Stefan

  2. Sorry, aber so ein Käse… Ich empfehle Ihnen dringend sich mit den Einflüssen einer visuellen Kommunikation zu befassen, denn was hier über EB geschrieben wird ist schlichtweg unlogisch und falsch.

    Sie suchen sich Ihren Partner auch nicht aus weil er so einen tollen Charakter hat oder? Das wissen Sie erst im 2. Schritt. Ergo kann es sowohl bei der Partnerwahl als auch bei allem anderen im 1. Moment nur über das Äußere gehen. Ist der optische Aufbau der Anzeige unattraktiv werden Sie Ihren zukünftigen Partner oder Arbeitgeber nicht ansprechen.

    Ja, die Stellenbörsen brauchen eine bessere einheitlichere UX, aber bitte nicht mit der oben stehenden Bedingung bzw. Begründung. Um noch mal die Brücke zur Partnerwahl zu schlagen: Wenn alle Menschen (oder eben Anzeigen) gleich aussehen würden, würde Ihr Szenario zutreffen. Das dürfte wohl auch das Ziel sein, vor allem von Google. Denn die sind der Urheber dieser Umstellung.

    Sie können die Individualität nicht verbannen und das sollte auch nicht geschehen, denn der deutsche Markt ist so individuell wie seine Menschen und Arbeitgeber. Wir sprechen davon das Millennials die Zielgruppe Nr. 1 sind – mit dieser Systematik erreichen Sie sicherlich Niemanden daraus.

    Cheers

    1. Das sehe ich tatsächlich anders. Keiner sucht sich seinen Arbeitgeber nach der Grafik in der Stellenanzeige aus. Es geht immer um das Image des Arbeitgebers. Klar muss die grafische Darstellung dieses Image widerspiegeln. Das geht aber trotzdem sehr gut mit einer standardisierten Header-Grafik.

      Auch der Vergleich mit der Partnerwahl steht aus meiner Sicht. Haben Sie jemals eine Single-Börse oder ein Social Media Forum zur Partnersuche besucht? Dort finden Sie vor allem eines: Standardisierung. Jeder Social Network ist höchst standardisiert. Oder können Sie sich bei Facebook, LinkedIn, XING oder sonstwo in irgendeiner Weise frei austoben und Grafiken in Sternform um Ihr Profil anordnen? Ich denke nein. Und trotzdem nehmen Sie mit manchen Personen Kontakt auf und mit anderen nicht. Eine Differenzierung scheint also auch hier zu gelingen. Milliarden von Individuen stellen sich auf Facebook vor – und genauso verschieden sind auch die Stellenanzeigen möglich.

      Zum Thema Ansprache junger Zielgruppen: Seltsamerweise nutzen gerade die jüngeren Zielgruppen Plattformen wie Instagram oder Snapchat. Und siehe da: Auch dort können sich einige eine Marke, ein Profil aufbauen und andere schaffen das nicht. Differenzierung ist möglich.

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