Drei Viertel (75%) der Unternehmen geben an, dass sie beabsichtigen, ihren Arbeitnehmenden 2025 eine Gehaltserhöhung zu gewähren, wobei die durchschnittliche Erhöhung bei 1-5% liegt.
Die wichtigsten Gründe für Gehaltserhöhungen waren nach Angaben der Manager:
- Die Förderung der Motivation und Bindung der Mitarbeitenden (50%)
- Die Unterstützung der Mitarbeitenden bei den gestiegenen Lebenshaltungskosten (35%)
- Eine Beförderung, eine bestimmte Betriebszugehörigkeit oder eine gewisse Zielerreichung (15%)
Die Ergebnisse basieren auf der jährlichen Gehaltsstudie von Robert Walters, einem globalen Personalberatungsunternehmen. Für die Gehaltsprognosen 2025 wurden 766 Arbeitnehmende und 516 Arbeitgeber befragt, um aktuelle Arbeitsplatztrends zu analysieren.
Geringe Gehaltserhöhungen für weniger erfahrene Mitarbeitende
Die Robert Walters Gehaltsstudie zeigt: Obwohl die Lebenshaltungskosten für Arbeitnehmende eine große Rolle spielen, liegen die durchschnittlichen Lohnerhöhungen bei 1-5% – und damit in etwa auf dem Niveau der aktuellen Inflationsrate von 2,2%. Das bedeutet, dass viele Gehaltserhöhungen lediglich den Kaufkraftverlust ausgleichen, aber kaum zu einem realen Einkommenszuwachs führen.
Anders stellt sich dies für leitende Angestellte, Führungskräfte und die Manager eines Unternehmens dar, die mit Erhöhungen von etwa 10-15% rechnen können.
Ein leitender Angestellter, der rund 100.000 € verdient, wird in diesem Jahr 13.500 € mehr verdienen, wenn er die erwartete Erhöhung von 13,5% erhält.
Es ist nicht überraschend, dass diese Art von Gehaltserhöhungen am oberen Ende des Spektrums zu finden ist. In turbulenten Zeiten sind Unternehmen auf erfahrene Talente angewiesen, was den Wettbewerb um Professionals mit Berufs- und insbesondere Führungserfahrung noch verschärft. Die Hauptanziehungspunkte in diesen Zeiten sind das Gehalt und die Arbeitsplatzsicherheit.
Was für Arbeitnehmende jetzt zählt
Die Robert Walters Gehaltsstudie zeigt, was Professionals aktuell an ihrem Arbeitgeber schätzen:
- Ausgezeichnete Vergütung und Sozialleistungen
- Flexible/Hybride Arbeitsmodelle
- Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
- Sicherheit des Arbeitsplatzes
Auch wenn es für Arbeitnehmende verlockend sein mag, auf ein überhöhtes Gehaltsangebot bei einem anderen Unternehmen einzugehen, raten wir zur Vorsicht. Die hohe Nachfrage nach Fachkräften hat die Gehälter in vielen Branchen steigen lassen.
Gleichzeitig investieren Unternehmen verstärkt in interne Schulungen und bauen gezielt Nachwuchskräfte auf, um langfristig unabhängiger von externen Neueinstellungen zu werden. Sobald sich der Bewerbermarkt entspannt – und das wird passieren – stehen Unternehmen vor einer neuen Herausforderung: Sie müssen ihre Personalkosten genau analysieren und abwägen, ob die hohen Gehälter weiterhin finanzierbar sind.
In wirtschaftlich angespannten Zeiten kann das dazu führen, dass sie überbesetzte oder zu teuer gewordene Positionen streichen. Ähnliche Entwicklungen haben wir bereits während der Pandemie beobachtet, als zahlreiche Kürzungen vorwiegend auf der mittleren Managementebene vorgenommen wurden.
Unternehmen kompensieren mit Zusatzleistungen
Zwei Drittel der Arbeitgeber gaben an, dass sie „besorgt“ sind, Mitarbeitende zu verlieren, deren Gehaltserhöhungen unter der Inflationsrate liegen. Um dem entgegenzuwirken, haben die Arbeitgeber ihre Investitionen in die Arbeitsplatzkultur, die Büroeinrichtung und weitere Zusatzleistungen erhöht.
Die beliebtesten Zusatzleistungen, die Arbeitnehmende in der Robert Walters Gehaltsstudie angaben:
- Firmenwagen/Pkw-Überlassungspauschale
- Betriebliche Altersvorsorge
- Anteile/Aktien des Unternehmens
- Workation
- Sabbatical
- Private Kranken, Reise- oder Lebensversicherung
- Mitgliedschaft im Fitnessstudio
- Jobrad
- Zahnärztliche Versorgung
- Ausbildungszuschuss
- Hypothekenzuschuss
Quelle: Pressemitteilung von RobertWalters
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