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Erfolgsfaktor Unternehmenskultur: Forschungsbericht weist Korrelation zwischen intakter Unternehmenskultur und Unternehmensleistung nach

Der aktuelle Bericht „Maßstab der ethischen Kultur fasst eine breit angelegte Analyse der Ethik- und Complianceberatung LRN zusammen. Die Analyse untersuchte den Stellenwert einer ethischen Kultur in Unternehmen, darunter auch Unternehmen aus Deutschland. Dazu wurden weltweit Tausende von Mitarbeitenden und Führungskräften befragt. Der Bericht ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Forschung. Sie beweist: Eine ethische Kultur schützt nicht nur die Reputation eines Unternehmens, sie steigert auch dessen Gewinn.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie

Die Ergebnisse zeigen: In einer Ära des Stakeholder-Kapitalismus, in der Unternehmen mit unterschiedlichen Öffentlichkeiten und internen wie externen Zielgruppen kommunizieren (müssen), hat sich Kultur von einer banalen, gut gemeinten Absichtserklärung in ein „intangible asset“ gewandelt. Kultur ist heute vielmehr ein immaterieller Vermögenswert, nach dem sich die Glaubwürdigkeit von Organisationen skalieren lässt. Inwieweit Unternehmen dabei authentisch agieren, bemisst sich zum Beispiel in Form des Engagements für Gesellschaft und Umwelt.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse:

  • Unternehmen mit wertebasierter Kultur übertreffen jene Wettbewerber, die keine Unternehmenskultur betreiben, in der Geschäftsleistung um 40%.
  • Die Unternehmenskultur muss in allen Regionen der Welt durchgängig verbessert werden. Informationstechnologie, Unterhaltung und Gastgewerbe sowie Marketing und Medien weisen die höchsten Durchschnittswerte auf, während die Chemieindustrie, das Bildungswesen, gemeinnützige Organisationen sowie die Automobil- und Transportbranche die niedrigsten Werte erreichen.
  • Es gibt eine weltweite Diskrepanz innerhalb der Belegschaften, wie Unternehmenskultur wahrgenommen wird. Leitende Angestellte schätzen den kulturellen Zustand ihrer Organisation positiver ein. Dagegen berichtet die mittlere Führungsebene nur noch von einer durchschnittlichen bzw. die einzelnen Mitarbeiter sogar von einer schlechten Wahrnehmung der Unternehmenskultur.
  • Es gibt starke Korrelationen zwischen kulturellen Katalysatoren und nachgewiesenem ethischem Verhalten. Unternehmen, die etwa Vertrauen fördern und ein Gefühl der Fairness vermitteln, weisen beispielsweise ein geringeres Maß an Fehlverhalten auf. Das zeigt sich an der steigenden Anzahl der Mitarbeiter, die sich zu Wort melden, wenn sie etwa ein Fehlverhalten feststellen.
  • Schwarze Menschen und Menschen, die sich als Frauen identifizieren, beobachten nach wie vor eine ungleiche Behandlung am Arbeitsplatz. Obwohl sich die Unternehmen zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration verpflichtet haben, gibt es eine große Kluft in der Wahrnehmung der Gleichberechtigung in einem Unternehmen. Schwarze Menschen berichten in diesem Zusammenhang weniger über positive Erfahrungen, während Frauen sich generell weniger über Fehlverhalten äußern als Männer.
  • Die Mitarbeiterloyalität ist in Arbeitsumgebungen, die sich durch hohes Vertrauen auszeichnen, deutlich höher. Beschäftigte sind loyaler gegenüber jenen Unternehmen, die ethisch und zweckorientiert sind und sich zu Werten wie Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration bekennen.
  • Den Mitarbeitenden an der „vordersten Front attestiert die Analyse ein Pandemie-Paradoxon. Obwohl diese Angestellte in der Öffentlichkeit als Helden gefeiert wurden, weil sie in der Pandemie die Wirtschaft am Laufen hielten, benoteten diese die existente Unternehmenskultur ihrer Arbeitgeber am schlechtesten. Daraus lässt sich eine offensichtliche Diskrepanz ableiten. Sie zeigt sich in Gestalt der von Unternehmen verbrieften Unternehmenskultur und den tatsächlichen Erfahrungen der Mitarbeiter.

Unternehmenskultur ist „intangible asset

Die Art und Weise, wie Unternehmen heute Leistung definieren und messen, hat sich weiterentwickelt. Dabei kommt den Bedürfnissen aller Stakeholder heute eine weitaus größere Bedeutung zu. Sie abzubilden und einzuordnen, das ist uns nun mit einem neuen Bewertungsmodell zur Messung der ethischen Leistung sowie einer neuen Skala für ethische Unternehmenskultur gelungen.

Die Daten beweisen: Es ist nicht nur richtig, sondern auch klug, einer ethischen Unternehmenskultur Priorität einzuräumen. Aber: Auch für die leistungsstärksten Unternehmen, die ‚Cultural Catalysts, gibt es noch viel Luft nach oben. Ihre Aufgabe wird sein, ethische Wertekataloge auf allen Unternehmensebenen zu implementieren und in die Tat umzusetzen.

Die Methodik

Im Rahmen der Studie wurden weltweit fast 8.000 Personen befragt. Sie reichen von Mitarbeitenden der untersten Hierarchieebene bis hin zu Führungskräften und repräsentieren insgesamt 17 Branchen. Die in dem Bericht „LRN Maßstab der ethischen Kultur“ zusammengefassten Ergebnisse und Erkenntnisse liefern einen detaillierten Einblick in die ethische Unternehmenskultur und deren Auswirkungen auf ethisches Verhalten sowie die wirtschaftliche Unternehmensleistung.

Quelle: LRN

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

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