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Remi.so Team-Rituale via Startup-Software

Remi.so – Homeoffice Team-Rituale für erfolgreiche Remote-Arbeit

Das HR-Startup Remi.so will mit Team-Ritualen die Remote-Arbeit via Homeoffice vereinfachen. Da virtuelle Zusammenarbeit auch nach der Corona-Pandemie eine bedeutende Rolle spielen wird, scheint das Konzept am Puls der Zeit zu sein. Mitgründerin Valerie Krämer gibt Einblicke und zeigt auf, wie interessierte Unternehmen frühzeitig mit dabei sein können.

Was das Startup Remi.so anbietet

Hallo Valerie, magst Du Dich und euer Startup Remi.so bitte kurz vorstellen?

Gerne! Ich bin eine der drei Gründer:innen von Remi. Remi ist eine Kulturplattform, die virtuellen und verteilten Teams dabei hilft, soziale Interaktionen und Kultur aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Der Kern-Mechanismus von Remi sind tägliche und wöchentliche Teambuilding-Rituale. Denn der Aufbau von Gewohnheiten im Alltag durch wiederholte Interaktionen und Reminder hilft Teams, Kultur wie einen Muskel aufzubauen.

Wie kamt Ihr auf den Namen Remi und warum die Domain-Endung „.so“?

Unsere Mission ist es, virtuelles und verteiltes Arbeiten menschlicher zu machen. Denn aktuell ist es hauptsächlich produktiv und effizient. Daher war uns klar, dass auch unser Name und unsere Marke Menschlichkeit ausstrahlen müssen. Wir wollen für Teams ein Wegbegleiter sein, wie ein zusätzliches Teammitglied, das ihnen dabei hilft, Kultur, Nähe und Zugehörigkeitsgefühl über die Distanz aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Der Name Remi ist eine Kurzform von Remote Work und gleichzeitig ein geschlechtsneutraler Vorname. Für uns sind Diversität und Inklusion eine Herzensangelegenheit und daher ist es für uns natürlich elementar wichtig, da auch bei der Marke nicht halt zu machen. Die Endung .so steht für Software.

Was die Gründer antreibt

Homeoffice und Remote-Arbeit und virtuelle Kollaboration sind als Aspekte von New Work definitiv zukunftsrelevant. Wie aber kamt Ihr auf den Themenkomplex Team-Vertrauen stärken?

Flexibles, virtuelles und verteiltes Arbeiten ist die Zukunft. Du kannst Talente von überall aus einstellen, die Mitarbeiter müssen ihre natürliche Umgebung, Freunde und Familie nicht aufgeben, um bei einer tollen Firma zu arbeiten, Familie und Karriere sind einfacher verknüpfbar…. und es gibt noch so viele weitere tolle Vorteile.

Wir haben uns angeschaut, warum Unternehmen sich dagegen entscheiden. Teamkultur und Vertrauen aufzubauen, stellte sich für viele als große Herausforderung dar. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu etwas Größerem kann verloren gehen, wenn man zu Hause arbeitet. In einem Unternehmen zu arbeiten, sich dabei aber wie ein unfreiwilliger Freelancer zu fühlen, ist ein Problem. Das Unternehmen wird dann schnell austauschbar. Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre virtuelle Kultur als Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

Was genau sind Team-Rituale in diesem Zusammenhang?

Eine Studie der Harvard Business Review besagt, dass „Rituale am Arbeitsplatz das gewünschte Verhalten der Organisation stärken, indem sie Fokus und Zugehörigkeitsgefühl schaffen und Veränderungen bewirken.”

Sich die Zeit zusammen als Team zu nehmen, um Vertrauen und Beziehungen zu stärken, ist sehr wichtig. Kultur und soziale Interaktionen dürfen nicht dem Zufall überlassen werden.  Bei vielen Unternehmen ist das häufig gleichzusetzen mit dem spontanen Treffen in der Kaffeeküche. Kultur muss jedoch proaktiv und mit Intention aufgebaut werden. Offsites und virtuelle Teamdrinks, Lunch-Roulettes oder Game-Nights, sind super aber passieren zu selten. Sie sind auch nicht für jeden etwas und bedeuten einen ziemlich großen Aufwand auf Seite der Teamleitung oder auch HR.

Der Kern Mechanismus von Remi sind daher tägliche und wöchentliche Teambuilding-Rituale, die man ganz einfach in den Alltag integrieren kann. Wir wollen Teams helfen, Kultur wie einen Muskel aufzubauen. Der Aufbau von Gewohnheiten durch wiederholte Interaktionen hilft ihnen dabei.

Team-Rituale in der Praxis

Mit Blick auf Eure Erfahrungen mit Team-Ritualen in der Praxis: Welche funktionieren gut, welche weniger?

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber haben wir beispielsweise eine physische „Thank You Box“ im Office gehabt, wo jeder einen oder mehrere Zettel einwerfen konnte und sich bei seinen Kollegen bedanken konnte. Die wurden dann am Ende der Woche vorgelesen und es war immer ein ganz toller Abschluss der Woche, worüber sich jeder gefreut hat.

Was macht denn ein gutes Ritual aus?

  1. Rituale funktionieren am besten, wenn sie vom Team entwickelt werden, anstatt von oben auferlegt zu werden. Sie sind etwas, das Mitglieder tun wollen, nicht tun müssen.
  2. Als Führungsinstrument sind die effektivsten Rituale in irgendeiner Weise mit einem Firmenwert verbunden und verstärken diesen Wert jedes Mal, wenn das Ritual durchgeführt wird. Die Thank You Box beispielsweise hat unseren Firmenwert „Care & Respect“ gestärkt.
  3. Sie folgen einem einfachen, klaren Prozess, der jedem vertraut ist: man weiß genau, wann oder wie er startet, alle wissen, wie sie sich beteiligen können und es gibt ein klares Ende.

Und woran scheitern sie meistens? Nicht am guten Willen, sondern an der Umsetzung. Und genau da setzen wir an.

Wie werden Team-Rituale heute schon genutzt und was wollt Ihr (daran) verbessern?

 Rituale wie Daily Check-ins, Weekly Plannings oder „TGIF” bzw. Check-out Meetings sind bereits fester Bestandteil von Teams und haben sich bewährt, da sie den Mitarbeitern eine gewisse Struktur und Planbarkeit vermitteln. Sie sind aber sehr produktivitäts- und effizienz-orientiert bisher. Wir wollen Rituale dafür nutzen, die Zusammengehörigkeit zu stärken. Je mehr Du Dich Deinem Team und Unternehmen zugehörig fühlst und Du gegebenenfalls sogar Freundschaften bei der Arbeit pflegst, desto produktiver bist du. Das ist durch Studien belegt. Wir wollen es schaffen, dass soziale Interaktionen, egal ob im Office oder remote, nicht vernachlässigt werden und Teams dabei unterstützen, diese aufzubauen und aufrecht zu erhalten.

Teamvertrauen aufbauen und messen

Vertrauen von Teams in die Zusammenarbeit fördert die Produktivität und die psychologische Sicherheit. Wie aber lässt sich mit Remi.so der Aufbau von Team-Vertrauen fördern – wie messt Ihr das?

Unsere Bibliothek besteht aus verschiedenen Aktivitäten, die man per Baukastenprinzip als Rituale zusammenstellen kann. Wir bieten verschiedene Aktivitäten, die genau darauf ausgelegt sind, das Vertrauen und die psychologische Sicherheit zu stärken. Das fängt bei einem Temperature Check an, den jedes Team täglich oder wöchentlich zusammen machen kann. Wo jeder sagt wie es ihm/ihr geht und es auch ok ist, dass es einem mal nicht so gut geht.

Es geht alles darum, zu lernen sich proaktiv mitzuteilen und offen über seine Bedürfnisse zu sprechen. Man sieht sich nicht mehr, daher muss man seinen Kollegen regelmäßig und aktiv Kontext geben. Mit unserer virtuellen Thank You Box gehen wir auf das Thema Wertschätzung im Team ein und helfen dabei diese täglich oder wöchentlich zu praktizieren.

Oder unser Manual of Me, wie ein User Guide für sich selbst, das Menschen hilft sich auszudrücken, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und wie sie gerne arbeiten. Es hilft im selben Zuge den Kollegen, alle besser kennen zu lernen und zu verstehen, wie man am besten miteinander umgeht.

Eure Web-App soll auch Hinweise geben, welche Maßnahmen (Rituale) zur Verbesserung der Stimmung im Team noch sinnvoll sein könnten. Welche Mechanismen nutzt Eure Software für solche Vorschläge beziehungsweise worauf basieren diese?

 Für den Start machen wir das tatsächlich ganz manuell, um erstmal herauszufinden, welche Datenpunkte sowohl für die Teams im Alltag als auch für die Teamleitung oder HR relevant sind. Über die Zeit können wir dann sowohl die Interaktion im Zeitverlauf messen, also welche Aktivitäten besonders gerne genutzt werden, wie oft die Teams das Tool nutzen als auch wie sich beispielsweise die Zugehörigkeit oder sich das Gefühl von psychologischer Sicherheit über die Zeit verändert. Die Idee ist, dass Remi über die Zeit immer intelligenter wird und auf Basis der Daten sowohl dem Team aufzeigen wie sie ein stärkeres Team werden können, als auch HR anonymisiert aufzeigen kann, in welchen Teams es gerade gut läuft oder eben nicht.

Remi.so in 2021 und in der Zukunft

Ihr steht mit Eurer Remi.so Lösung noch recht am Anfang. Was plant Ihr für dieses Jahr und welche Ideen habt Ihr für die Zukunft?

Unsere Vision ist es, dass wir eine ganzheitliche Lösung für Unternehmen bauen, um Kultur greifbarer zu machen und auch den Einfluss von Kultur auf Produktivität darzustellen. Wir wollen Mitarbeiter (m/w/d) dabei unterstützen, sich in das Unternehmen aktiv einzubringen, Werte nicht nur einmal zu definieren, sondern zu leben. Auch wenn man sich nicht täglich sehen kann. Eine Plattform, um Kultur im Unternehmen zu bauen, gemeinsam zu lernen und sie zu redefinieren, wenn nötig. Im ersten Schritt sind wir ein Teambuilding-Tool, langfristig wollen wir die gesamte Organisation unterstützen.

Vielen Dank für Deine wirklich spannenden Antworten. Ich drücke Euch die Daumen, dass sich Remi.so weiterhin prima entwickelt.

Über die Interviewte

Valerie Krämer - Mitgründerin des HR-Startups Remi.soValerie Krämer ist Mitgründerin von Remi und hat die Firma gemeinsam mit Rebecca Görres Anfang 2021 gegründet. Davor war sie als Chief Revenue Officer bei dem Medien-Tech Startup Opinary verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und PR sowie die übergreifende Monetarisierungsstrategie.

Die studierte Medienmanagerin begann ihre berufliche Laufbahn bei der dpa-Tochter news aktuell, wo sie sowohl den Vertrieb als auch das Produktmanagement der Kernmarke ots maßgebend vorantrieb. Danach wechselte sie zu Twitter, wo sie die Beziehungen zu Verlagen und politischen Organisationen ausbaute sowie den Aufbau neuer Märkte, wie Türkei, Süd Afrika und CEE übernahm.

>> zur Website von Remi.so

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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