Potenzialentfaltung am Arbeitsplatz geht mit einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einher. Unternehmen profitieren dadurch von mehr Motivation und Leistungsbereitschaft, sowie von einer stärkeren Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber – dies wirkt sich positiv auf den Geschäftserfolg aus.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können allerdings am Arbeitsplatz ihre Potenziale nicht immer entfalten und müssen oft eine Rolle spielen. Dies zeigt das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von marketagent im Auftrag von XING.
Ein Drittel der Beschäftigten fühlt sich als reine Arbeitskraft
Die Realität in Deutschlands Unternehmen zeigt: 34% der Befragten hat den Eindruck, vom Arbeitgeber nicht als Individuum, sondern als reine Arbeitskraft wahrgenommen zu werden. Und ca. 40% müssen in ihren aktuellen Jobs teilweise oder gar komplett eine Rolle spielen. Zu ähnlichen Ergebnissen kam schon eine Befragung unter XING-Mitgliedern im September 2020.
Rund 88% der Befragten lehnen dies allerdings strikt ab. Für sie wäre es sehr beziehungsweise eher wichtig, im Job keine Rolle spielen zu müssen.
Männer müssen häufiger eine Rolle spielen im Job
Männer haben häufiger das Gefühl, eine Rolle spielen zu müssen als Frauen: nur 18% der Männer geben an, im Job völlig sie selbst sein zu können, bei den Frauen sind es immerhin 25%. Allerdings legen Männer – laut Erhebungsergebnissen – weniger Wert auf Authentizität im Job als Frauen.
Positiv hingegen ist, dass die eigenen Wünsche und Bedürfnisse für rund 48% der Befragten im Unternehmen Platz haben.
Führungskräfte schauen eher auf Schwächen als auf Potentiale
64% der Befragten sind überzeugt, ihre Potentiale voll zu entfalten, wenn sie im Job sie selbst sein können. Und mehr als ein Viertel (ca. 26%) der Befragten sucht derzeit aktiv nach einem Job, in dem die individuellen Potentiale entfaltet werden können.
In Unternehmen ist die Potentialentfaltung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Frage der Unternehmenskultur und der Führung. Allerdings gibt knapp ein Drittel (ca. 32%) der Befragten an, ihre aktuelle Unternehmenskultur beziehungsweise Arbeitsumgebung ließe keine individuelle Potentialentfaltung zu. Rund 28% hat den Eindruck, das Unternehmen würde eher auf Schwächen als auf Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schauen.
Beschäftigte wollen häufiger über ihre Talente sprechen
Rund 41% der befragten Deutschen sprechen regelmäßig – etwa in Mitarbeitergesprächen – mit ihrer Führungskraft zur Förderung ihrer Talente und Potentiale. Der Wunsch dies öfter zu tun, ist allerdings weit verbreitet und wurde von 38% der Befragten geäußert. Mehr als ein Viertel (ca. 26%) ist der Meinung, von der Führungskraft sei es gar nicht gewollt, die eigenen Potentiale zu entfalten.
Neben der Unternehmenskultur werden auch der Cultural Fit, das persönliche Netzwerk und Soziale Medien als wichtig für die Potenzialentfaltung erachtet.
Rund 45% der Befragten erachten den Cultural Fit zwischen Unternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als entscheidend für die Potentialentfaltung. 42% geben an, sich mit den richtigen Leuten zu vernetzen helfe ihnen bei der Entfaltung ihrer Potenziale und rund 30% sind der Meinung, Soziale Medien helfen ihnen dabei, ihre Potenziale zu entdecken und zu entfalten, indem sie beispielsweise Vorschläge von Unternehmen erhalten würden, die zu ihnen passen.
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