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Mitarbeitende erwarten mehr Entwicklungsmöglichkeiten vom Arbeitgeber

Die weltweite Studie von Cornerstone zeigt, dass fast die Hälfte der Arbeitnehmenden der Meinung ist, dass ihre Arbeitgebenden sie nicht ausreichend dabei unterstützen, zukünftig benötigte Kompetenzen zu entwickeln. Der Report identifiziert die größten Herausforderungen für Unternehmen bei der Mitarbeiterentwicklung und Karriereplanung und liefert umsetzbare Maßnahmen für ein resilientes Talentprogramm.

Weiterbildungsmöglichkeiten für 46% der Mitarbeiter nicht zufriedenstellend

46% der Mitarbeitenden in Deutschland halten die Weiterbildungsmaßnahmen ihres Unternehmens für nicht ausreichend. Die Unternehmen hingegen sehen den Bedarf an Kompetenzentwicklung zu 90% gedeckt. Bei der Frage, ob ihr Unternehmen über die notwendigen Ressourcen für die Kompetenzentwicklung verfügt, stimmen 64% der Arbeitnehmer zu, bei den Unternehmen sind es 87%. Das sind die Ergebnisse einer von Cornerstone in Auftrag gegebenen Studie zu Talentprogrammen in Deutschland und weltweit. Befragt wurden 700 Führungskräfte mit Talent- und Geschäftsverantwortung sowie über 1.400 Mitarbeitende in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

Die Daten zeigen eine klare Diskrepanz zwischen dem, was Beschäftigte für ihre Weiterentwicklung am Arbeitsplatz für notwendig halten, und dem, was ihnen die heutigen Talentprogramme tatsächlich bieten. Diese seit Jahren anhaltende Diskrepanz unterstreicht den Handlungsbedarf für Unternehmen, mehr in eine ganzheitliche Talentstrategie zu investieren, um die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden zu entwickeln und sich an die weitreichenden Veränderungen in der Arbeitswelt anzupassen.

Weitere Erkenntnisse der Umfrage für Deutschland

  • Unternehmen nehmen aufkommende Talentinnovationen nur langsam an: Nur 31% der befragten Unternehmen in Deutschland gaben an, dass sie nutzerzentrierte Tools und Technologien einsetzen, um Talentprozesse und -informationen zu optimieren.
  • Auch beim Einsatz von künstlicher Intelligenz sind die Unternehmen noch zurückhaltend: Nur 38% nutzen KI und Machine Learning zur Optimierung ihrer Talentförderung oder haben interne Kompetenzen in diesem Bereich aufgebaut. Weltweit sind Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden am wenigsten aktiv.
  • Die Prioritäten bei der Kompetenzentwicklung liegen in der einfachen und individuellen Nutzung: Lösungen zur Weiterentwicklung sollten einfach zu nutzen sein (93%), das Wachstum der Mitarbeitenden unterstützen (85%) und die Möglichkeit bieten, Lerninhalte nach Interesse auszuwählen (83%).
  • Kompetenzentwicklung ist kollaborativer Prozess: 42% der Unternehmen in Deutschland sehen Performance Management als einen kollaborativen Prozess, von dem sowohl Unternehmen als auch Mitarbeitende profitieren.
  • In den meisten Unternehmen gibt es erheblichen Spielraum für Verbesserungen der Talentprogramme:Der durchschnittliche Talent-Health-Index-Wert ordnet die Arbeitgebenden global in der zweiten von vier definierten Reifegraden zu. Sie beherrschen die Grundlagen und beginnen mit der Umsetzung neuer Innovationen. Insbesondere die Automatisierung und der Aufbau einer soliden Lernstrategie bieten noch viel ungenutztes Potenzial.

KI bringt neue Lösungs-Möglichkeiten

Um auf dem heutigen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihr Talent Management optimieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwarten einfache und individuelle Lösungen für ihre Kompetenz- und Karriereentwicklung. Moderne Systeme bieten die Möglichkeit, Mentoring-Programme oder kompetenzbasierte Projektarbeit flexibel abzubilden. Dies erleichtert die Weiterbildung und die horizontale Karriereentwicklung im Unternehmens. Mit KI ergeben sich weitere neue Möglichkeiten, die Lösungen dynamisch und strukturiert einzusetzen. Die Studie zeigt, dass der Reifegrad der Unternehmen sehr unterschiedlich ist. Da technologische Entwicklungen unterschiedlich angenommen und umgesetzt werden, ist dies nicht verwunderlich.

Interessierte Unternehmen können den Reifegrad ihrer Talentstrategie kostenlos mit dem umfassenden Assessment von Cornerstone auswerten lassen und personalisierte Empfehlungen und Maßnahmen erhalten. Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie im eBook zum Talent Health Index und der globalen Pressemitteilung.

Methodik der Studie

Cornerstone hat mit The Starr Conspiracy zusammengearbeitet, um den Talent-Health-Index-Bericht zu erstellen. Mehr als 700 Talentmanager und Führungskräfte sowie mehr als 1.400 Mitarbeitende in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum wurden befragt. Die Fragen konzentrierten sich auf den Reifegrad von sieben kritischen Talentprogramm-Dimensionen, darunter Kultur & Technologie, Kompetenzstrategie, Lernen & Entwicklung, Content-Strategie, Performance Management, Talentmobilität und Talentberichterstattung, Daten & Analysen. Basierend auf den Antworten der Befragten wurde der Reifegrad des Talentprogramms ihres Unternehmens in eine von vier übergreifenden Reifegraden eingestuft: Basic, Administrative, Advanced und Transformational, wobei jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Einen vollständigen Überblick über die Forschungsmethodik finden Sie in der Studie.

Hier den ganzen Report zur Talent Health Index 2023 herunterladen.

Quelle: Pressemitteilung Cornerstore

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Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan SchellerMein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts Klartext HR!

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