HR-Startup Con Cubo

Startup Con Cubo: Skills, Rollen und Organisations-Plattform für Unternehmen

Skills, Organigramme und crossfunktionale Rollen im Unternehmen zu leben, zu visualisieren und transparent zu machen, ist eine große Herausforderung. Mit Blick auf das demografisch immer drängendere Problem des Wissenstransfers innerhalb der Organisation wird diese Herausforderung sogar ansteigen. Das HR-Startup Con Cubo will hier mit seiner Software ansetzen, wie mir Co-Gründerin Denise Hank im Interview erzählt.

Was bietet Con Cubo?

Hallo Denise, magst Du Dich und Euer Startup Con Cubo bitte kurz vorstellen?

Sehr gerne! Ich bin Denise, Geschäftsführerin von Con Cubo. Gemeinsam mit meinem Co-Gründer Daniel habe ich Con Cubo als Visualisierungs- und Management-Software gegründet, die die realen Strukturen und alle Rollen und Mitarbeitenden mit ihren individuellen Kompetenzen in einer Organisation sichtbar macht.

Wir haben beide unseren Background in der Unternehmensberatung und Projektarbeit. In unterschiedlichen Organisationen und Branchen haben wir dabei immer wieder das gleiche Problem festgestellt: Projekte und Aufgaben dauern unnötig lange und werden schlimmstenfalls sogar doppelt erledigt, weil eine Hand nicht mehr weiß, was die andere macht. Komplexität und Intransparenz wurden zum Hemmschuh des Erfolgs. Diese Ineffizienz kann sich gerade mit Blick auf den fortschreitenden Arbeitskräftemangel kein Unternehmen mehr leisten.

Welche Herausforderungen löst Ihr damit konkret?

Con Cubo schafft Transparenz und Übersicht in immer komplexer werdenden Organisationen und Marktumfeldern. In dynamischen Märkten ist abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und eine vermehrt projektbasierte Arbeit an der Tagesordnung, gleichzeitig fehlt es an passenden Steuerungsmechanismen und das klassische Organigramm schafft es schon lange nicht mehr, diese neuen Strukturen abzubilden. Mit Con Cubo machen wir Bedarfe und Kompetenzen siloübergreifend sichtbar und ermöglichen es Unternehmen so, die knappe Ressource Personal optimal zu nutzen.

Organigramme und Skilldatenbanken waren gestern

Seit ewigen Zeiten versuchen Unternehmen über Organigramme eine „Ordnung“ in ihre Organisation zu bringen und Ansprechpersonen zugänglich zu machen. Trotzdem scheitert die Suche nach den richtigen Ansprechpersonen schnell. Was macht Ihr anders?

Du hast Recht, eigentlich sind all diese Informationen in den Unternehmen vorhanden, zumindest irgendwo. Mit unserer Software schaffen wir es, all diese Informationen an einem zentralen Ort zu bündeln und sinnvoll miteinander zu vernetzen.

Für eine offene Rolle werden automatisch die Mitarbeitenden vorgeschlagen, die die Anforderungen und Skills und Kapazitäten am besten erfüllen. Unsere Suchfunktion hört nicht bei Namen und Position auf, sondern ermöglicht die Suche nach einem bestimmten Skill. So brauche ich nicht umständlich raten, wer aus dem Marketing-Team sich nun wirklich mit Photoshop auskennt, sondern finde sofort die richtige Person.

Wir schaffen in Con Cubo ein lebendiges Organigramm, das es ermöglicht, die Organisation auf unterschiedlichen Detailebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven zu überblicken und zu verstehen. Wir hauchen also den starren Kästchen und Linien des klassischen Organigramms Leben und Tiefgang ein.

Rollenbasierte Organisation

Ihr arbeitet mit unterschiedlichen Ordnungskriterien. Eine davon sind „Rollen“. Was genau versteht Ihr darunter und wie kommen Unternehmen von Stellen- und Jobbezeichnungen zu Rollen?

Unsere Stellen- und Jobbezeichnung bildet den Rahmen unserer Tätigkeit und vermittelt einen groben Eindruck von unseren Aufgaben und Verantwortungsbereichen. Trotzdem fragen wir uns regelmäßig, wo eigentlich schon wieder die Zeit geblieben ist. Hier schafft die Rolle Klarheit. Eine Rolle ist ein in sich abgeschlossener Aufgaben- oder Verantwortungsbereich, der bestimmte Fähigkeiten und Kapazitäten erfordert. Einige dieser Rollen ergeben sich direkt aus unserer Position (zum Beispiel ein Teamlead hat die Rolle einer Führungskraft inne) andere kommen ergänzend zum Beispiel durch die Beteiligung in einem Gremium oder Projektteam hinzu. Klassischerweise haben alle Mitarbeitenden eines Unternehmens mehr als nur eine Rolle und diese unterschiedlichen Rollen gilt es, sichtbar zu machen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass es für das Management von Teams und Organisationen und das Verständnis für die Komplexität der Zusammenarbeit enorm wertvoll ist, sich diese unterschiedlichen Rollen der eigenen Mitarbeitenden bildlich vor Augen zu führen.

Crossfunktionalität

Moderne Teams arbeiten crossfunktional. Was bedeutet das im Unternehmensalltag und wie können Ressourcen solcher Teams gut organisiert werden?

Ganz konkret bedeutet das zunächst einmal, dass es „das eine Team“ gar nicht mehr unbedingt gibt. Je nach Aufgabe oder Projekt arbeiten unterschiedliche Mitarbeitende in verschiedenen Konstellationen zusammen. Für das Management im Unternehmensalltag bedeutet das natürlich eine zusätzliche Komplexität und unendlich viele Schnittstellen, die vernetzt werden müssen.

Hier kommt wiederum der Sichtbarkeit der unterschiedlichen Rollen von Mitarbeitenden eine große Bedeutung zu, wenn es darum geht, ihre Kapazitäten realistisch zu planen.

Wenn ich nämlich sehe, dass zum Beispiel ein:e Kolleg:in aus dem Produktmanagement außerdem noch Onboarding-Buddy für neue Mitarbeitende, Projektmitglied für den Website-Relaunch und betriebliche:r Ersthelfer:in ist, kann ich dieses Wissen auch in meiner Kapazitätsplanung berücksichtigen.

In Con Cubo handhaben wir das so, dass jeder dieser Rollen sowohl die eigentlich benötigte Kapazität als auch die vom Mitarbeitenden tatsächlich darauf verwendete Kapazität transparent hinterlegt werden kann, um in Auswertungen und Ressourcenplanungen mit realen und realistischen Auslastungen und Anforderungen arbeiten zu können.

Wenn das Unternehmen wüsste, was das Unternehmen weiß

Wissensmanagement und Wissenstransfer gehören für mich zur Königsdisziplin der Organisation im Unternehmen. Was kann moderne Software in diesem Zusammenhang bewirken?

Eine der größten Herausforderungen im Wissensmanagement ist meiner Erfahrung nach, überhaupt erst einmal zu wissen, welches Wissen bereits wo in der Organisation vorhanden ist. Viel zu häufig passiert es noch immer, dass Fachwissen, Methodenkenntnisse aber auch „How-not-To’s“ scheinbar plötzlich mit einer Person das Unternehmen verlassen oder in Rente gehen.

Eine moderne Informationsmanagement-Software, die Spaß macht, ermöglicht es Unternehmen, dieses Wissen sichtbar zu machen, sodass Kolleg:innen abteilungsübergreifend darauf zugreifen können. In Organisationen, die die Chancen der Vernetzung leben, können Mitarbeitende voneinander lernen und gemeinsam besser werden und genau diese Vernetzung kann Software unterstützen.

Ergebnisse nur so gut wie das Mindset dahinter

Oftmals scheitern Unternehmen in der Transformation bereits daran, dass sie tatsächlich extrem klassisch hierarchisch und statisch organisiert sind, wie die typischen Organigramme eben. Hand auf´s Herz: Kann Software wirklich solche Organisationsprobleme lösen?

Ganz klar, Software allein kann diese Probleme nicht lösen. Wir machen aber immer wieder auch die Erfahrung, dass diese statischen Hierarchien nur ein Workaround sind: Weil ich die Dynamik, die eigentlich in meiner Organisation existiert, nicht abbilden kann, nutze ich die „beste Näherung“, die im klassischen Organigramm oft Hierarchie und Abteilungssilos bedeutet, obwohl die Mitarbeitenden häufig schon abteilungs- und hierarchieübergreifend zusammenarbeiten.

Unser Ansatz mit Con Cubo ist es daher, Organisationen ein Tool an die Hand zu geben, mit dem sie ihre eigene Dynamik im lebendigen Organigramm darstellen zu können und so die Transformation strukturiert angehen können, ohne dass gleich das Chaos ausbricht, weil zum Beispiel eine Hierarchieebene wegfällt.

Wie sich Con Cubo weiterentwickelt

Welche Planungen habt Ihr für Con Cubo in 2023 sowie in den kommenden Jahren?

Wir haben gerade unser drittes Abo-Paket gelauncht und setzen unseren Weg in eine zunehmend intelligente Vernetzung von Informationen weiter fort. Ausgehend von der reinen Visualisierung von Strukturen, Teams und Mitarbeitenden ermöglichen wir so immer mehr automatisierte Vorschläge und Entscheidungsgrundlagen, um unseren Kunden ihren Management-Alltag zu erleichtern und Führungskräften und Personalverantwortlichen wieder Zeit für ihre eigentliche Aufgabe zurückzugeben.

Langfristig wollen wir mit der Software und neuen Kunden weiter wachsen, um die Vernetzung von Mitarbeitenden und Organisationen weiter auszubauen, gegenseitiges Lernen zu erleichtern und mit dem lebendigen Organigramm die eigene Zukunftsfähigkeit auf das nächste Level zu heben.

Vielen Dank für Deine Antworten, Denise. Ich drücke für Euer Startup Con Cubo alle verfügbaren Daumen! 

Weitere HR-Startups kennenlernen

Über die Interviewte

Denise Hank: Co-Founder Startup Con CuboDenise Hank ist Co-Gründerin und Geschäftsführerin von Con Cubo. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Organisationen und Teams dabei zu unterstützen, ihre knappen Ressourcen optimal einzusetzen und Mitarbeitende mit ihren (verborgenen) Potentialen und all ihren Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen.

Aus ihrer Erfahrung als Netzwerkmanagerin in der maritimen Wirtschaft und zuletzt als Fachbereichsleiterin Development bei einem Engineering Dienstleister kennt Denise die Anforderungen an crossfunktionale Zusammenarbeit in diversen Teams und dynamischen Märkten.

>> LinkedIn-Profil von Denise Hank

>> Website von Con Cubo

 

Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan SchellerMein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts Klartext HR!

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