Hybride Arbeitsmodell und Corporate Coworking

Hybride Arbeitsmodelle – der richtige Mix bringt den Erfolg

Hybride Arbeitsmodelle bestehen aus einer Kombination aus Arbeit vor Ort, im Homeoffice sowie mobiler Arbeit von unterwegs oder via Corporate Coworking. Warum dieser Mix essentiell ist und erfolgreiches modernes Arbeiten gewährleisten kann, zeigt die umfassende Betrachtung des Themas durch Anna Maria Losos, Beehive, in diesem Advertorial.

Ausbau der Online-Kommunikationskanäle

Die Pandemie zwang Arbeitnehmende und Arbeitgebende zum Umdenken. Spontane Umrüstung auf das Arbeiten von zu Hause aus und die Einrichtung verschiedener Online-Kommunikationskanäle wurde stetig vorangetrieben.

Demzufolge lebt das Homeoffice schon lange kein Nischen-Dasein mehr. Doch nachdem Mittel und Wege gefunden wurden, um mit der mittlerweile alltäglichen Situation umzugehen, fällt es einigen Arbeitnehmenden schwer wieder zurück ins Büro zu kommen. Zusätzlich erschwerten der problematische Arbeitsmarkt und der daraus resultierende Fachkräftemangel die Suche nach geeigneten Arbeitnehmenden. Die Unternehmen befinden sich nun in der Position etwas bieten zu müssen, wenn Talente gewonnen und gehalten werden wollen. Und Führungskräfte erreichen den Punkt, an dem sie durch äußere Umstände zum Umdenken gezwungen werden.

Zwei Perspektiven auf das Homeoffice

Die Vorteile der Arbeitnehmenden liegen auf der Hand. Der Arbeitsweg fällt weg, wodurch wertvolle Zeit für private Dinge gewonnen wird. 56,4% der Befragten im Rahmen der CESifo-Studie „Working from Home around the World“ gaben an, dass sie durch mehr Ruhe und weniger Stress im Homeoffice produktiver arbeiten würden.

Im gleichen Zug empfanden diese Personen die eigenen Erwartungen an das Homeoffice übertroffen. Diese neugewonnene Flexibilität und auch Freiheit führen zu einer vermeintlich guten Work-Life-Balance. Allerdings verstecken sich hinter diesen Vorteilen auch negative Folgen. Die Bindung an das eigene Unternehmen kann je nach Länge des Arbeitsverhältnisses gar nicht erst aufgebaut werden oder nimmt mit der Zeit ab.

Gefahr der Isolation und Vereinsamung

Die gepriesene Ruhe kann mit zunehmender Dauer zu Isolation und Vereinsamung führen. Eine Forsa Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands zum Homeoffice ergab, dass sich 30% der 1.507 befragten Erwerbstätigen allein und isoliert fühlen.

Auch die eingeschränkte technische und ergonomische Ausstattung spielt eine Rolle. Nur die Hälfte aller Befragten verfügt über einen ausreichend ergonomischen Arbeitsplatz. Ebenfalls klagten 65% der Befragten über Bewegungsmangel aufgrund des fehlenden Arbeitsweges. Die fehlende Abgrenzung der Arbeit zeigt sich im Verhalten der Beschäftigten – häufig wird viel länger gearbeitet und die tägliche Arbeitszeit überschritten.

Kontrollverlust und schwindende Bindung

Die Nachteile für die Geschäftsführung äußern sich im vermeintlichen Verlust der Kontrolle über die Mitarbeitenden, erschwertem Bindungsaufbau und fehlenden Innovationen. Aufgrund der verminderten Kommunikation leidet also sowohl die zwischenmenschliche Kommunikation als auch der kreative Austausch untereinander.

Unternehmen, die Homeoffice anbieten, haben jedoch einen klaren Wettbewerbsvorteil: die Gewinnung junger Talente. Die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, gehört mittlerweile zu der Erwartungshaltung junger Bewerber und wirkt somit als zusätzlicher Anreiz.

Ein weiterer Vorteil die Mitarbeitenden im Homeoffice arbeiten zu lassen, ist das Kosteneinsparungspotenzial. Die Reduktion der Büroflächen kann gerade in großen, dicht besiedelten Städten einiges an Budget freistellen.Wer noch nicht so weit gekommen ist, sollte aktives Change-Management in der Führung vorantreiben, um im Wettkampf um Fachkräfte nicht zurückzufallen. Letztlich stärken solche Impulse nicht nur die Voraussetzungen für das Recruiting junger Talente, sondern beeinflussen auch die Unternehmenskultur positiv.

Erwartungen der Mitarbeitenden an den Arbeitgebenden

Aufgrund des Fachkräftemangels nehmen Bewerbende zunehmend die Position ein, Erwartungen an ihre künftigen Arbeitgebenden stellen zu können. 26% der Befragten würden sich gegen ein Unternehmen entscheiden, wenn es keine Homeoffice-Option gibt. Basierend auf dem Weisungsrecht sind Unternehmen jedoch nicht dazu verpflichtet hybride Modelle anzubieten.

Weltweite Entwicklung von Homeoffice
Quelle: ifo Institut

Laut der ifo-Studie brauchen Unternehmen auf der anderen Seite jedoch nicht befürchten, dass die meisten Angestellten dauerhaft im Homeoffice arbeiten wollen. Tatsächlich ergab die Studie, dass keiner der Befragten zu 100% von zu Hause arbeiten möchte. Laut dem Institut für Wirtschaftsforschung hat sich in Deutschland ein Wert von 1,4 Tagen Homeoffice pro Arbeitswoche eingependelt.

Eine Studie des Unternehmens Cisco Systems mit 28.000 Befragten in 27 Ländern zeigte, dass sich fast 70% für das hybriden Arbeiten aussprechen. Nur jeder vierte Befragte gab an, dass das eigene Unternehmen auf die Kultur des hybriden Arbeitens vorbereitet wäre.

Corporate Coworking als Mittelweg

Coworking Spaces bieten einen guten Mittelweg zwischen Homeoffice und Büro. Zu oft ist das Arbeiten im Homeoffice für Mitarbeitende mit Nachteilen verbunden. Coworking Spaces sind vollausgestattete Büros mit verschiedenen Angeboten, die temporär und kurzfristig gebucht werden können. Die Buchungsangebote umfassen Open Spaces, private Büros oder auch Meeting Räume, die zum Teil auch nur für einen Tag gebucht werden können.

Die festen Büroräume berücksichtigen in der Regel die passende Ausstattung und stellen notwendige Technik oder -anschlüsse bereit. Zusätzlich entsteht in Coworking Spaces eine Community, mit der bei Bedarf ein kreativer Austausch stattfinden kann. Dieser Austausch mit anderen hebt die Gefahr der Isolation auf und sorgt für Motivation und innovative Ideen.

Wer für mehr als ein Teammitglied eine hybride Lösung sucht, wird im Modell des Corporate Coworking fündig. Es verbindet die Flexibilität und Unabhängigkeit des Homeoffice mit der zentralen Lage und Ausstattung eines Büros. Darüber hinaus bleibt der Koordinationsaufwand in der Hand der Mitarbeitenden, die mit einem gesetzten Budget frei ihre Zeit im Coworking-Space buchen und nutzen können. So werden Vorteile wie kurzer Arbeitsweg und kollegiale Umgebung mit den Freiheiten der flexiblen Buchung und Unabhängigkeit kombiniert.

Corporate Coworking stellt also einen Win-Win für Unternehmen und Mitarbeitende dar.

Warum sollte ein Unternehmen Corporate Coworking anbieten?

Die Frage ist jedoch, warum sollten Unternehmen es überhaupt riskieren, dass die Büros leer bleiben und lieber ein Coworking Spaces genutzt wird? Corporate Coworking kann als weitere Option für die Mitarbeitenden mehr Entscheidungsfreiheit bringen und somit als Vorteil etabliert werden. Besonders wenn Homeoffice allein für das Unternehmen oder die Geschäftsführung zu unsicher wahrgenommen wird. Hybride Modelle sollten also vielmehr als die bessere Alternative zum Homeoffice wahrgenommen werden, ohne dass die vollständige Rückkehr ins Büro notwendig ist.

Auf diesem Wege der zusätzlichen Optionen können die Mitarbeiterbindung gestärkt und neue Talente überzeugt werden. Basierend auf der Beobachtung des Arbeitsverhaltens können Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. Es lässt sich erkennen, wie viel und in welcher Form die bestehenden Büroflächen in Kombination mit dem hybriden Modell noch gebraucht werden.

Das Büro ist nach wie vor ein Bestandteil der Unternehmenskultur, wird in Zukunft möglicherweise jedoch anders genutzt. Das Büro als Herzstück des Unternehmens entwickelt sich weiter zu einer Kommunikationsfläche und einem Begegnungsort, der so entsprechend beplant und technisch ausgestattet werden muss.

Wie gelingt der Umstieg auf hybride Modelle?

Damit die Gestaltung des Corporate Coworking Projektes wirtschaftlich, kostengünstig und unkompliziert ablaufen kann, hat der Anbieter Beehive das sogenannte Enterprise Modell entwickelt. Als Corporate Coworking Management Tool erleichtert es dem Unternehmen den Einstieg in kurzfristig und unkompliziert.

Mitarbeitende buchen eigenständig die Optionen, die sie im Coworking Space benötigen. Das Unternehmen definiert im Voraus ein festes monatliches Budget, das für die Planung der einzelnen Teammitglieder zur Verfügung steht. Am Ende des Monats erhält das Unternehmen eine übersichtliche Auflistung der Kosten und Optionen, die gebucht wurden. So erhalten Personalverantwortliche und Geschäftsführung einen Überblick über die Nutzung und Annahme des Angebots und können weitere Optionen für mehr Teammitglieder evaluieren. Ein Start ist auch mit einer kleinen Anzahl von Mitarbeitenden in einer Art Probezeit möglich. Abseits der Zuweisung der Mitarbeitenden und der Festlegung des Budgets besteht für das Unternehmen kein weiterer Verwaltungsaufwand.

Somit wird dem Unternehmen gemäß dem Pay-per-Use Modell nur das in Rechnung gestellt, was gebucht wurde. Dabei müssen keine Räume für eine bestimmte Zeit gemietet werden, sondern die einzelnen Optionen werden je nach Bedarf gebucht. Die komplette Kontrolle und Steuerung liegt somit in den Händen der verantwortlichen Person und basiert nicht auf einem üblichen „Mietsystem“.

Fazit zum hybriden Modell mit Corporate Coworking

Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Modell des hybriden Arbeitens gekommen ist, um zu bleiben. Es ist die optimale Verbindung von Vorteilen für beide Seiten im Arbeitsverhältnis. Der Schritt zum hybriden Arbeiten erfordert jedoch von Unternehmen ein Umdenken, indem mehr solcher flexiblen Angebote geschaffen und stärker auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingegangen wird.

Ein ausgewogener Mix aus Anwesenheit und Verbindlichkeit mit Unabhängigkeit und Flexibilität wird mit Blick auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt langfristig am erfolgreichsten sein.

Podcast-Folge zu Corporate Coworking mit Anna Maria Losos

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit für die Podcast-Folge 65 von Klartext HR zum Thema „Corporate Coworking – das Sahnehäubchen der hybriden Arbeitsmodelle?“!

Anna Maria Losos

Anna Maria Losos von Beehive

Anna Maria Losos Karriere begann mit dem Architektur-Studium in Hamburg. Nach sieben Jahren Consulting-Erfahrung im Bereich New-Work-Konzepte rundete sie ihr Fachwissen mit dem zweiten Studium Immobilienökonomie ab.

Seit ihrer ersten Diplomarbeit beschäftigt sie sich mit dem Thema der Büroimmobilie der Zukunft. Ab 2007 stieg Anna Maria bei der alstria office REIT AG, einem börsennotierten Immobilienunternehmen als Asset Managerin ein. Später übernahm sie die Leitung des Asset Managements.

Als Head of Coworking Business bei Beehive, einer Tochterfirma der alstria, ist sie nun für das übergreifende Management der Standorte, die Standort- und Produktentwicklung sowie das Marketing verantwortlich.

>> LinkedIn-Profil von Anna Maria Losos

>> Website von Beehive

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