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Die Erwartungen an die hybride Arbeitswelt sind groß: Diese fünf Trends müssen Führungskräfte kennen

Am 20. März endet die Homeoffice-Pflicht in Deutschland. Nicht nur hierzulande, auch weltweit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, den Wandel von Remote Work zum hybriden Arbeiten umzusetzen. Eines ist dabei klar: Die Bedürfnisse und Anforderungen der Beschäftigten an die Arbeitswelt haben sich in den letzten zwei Jahren verändert.

Mehr Flexibilität gewünscht

Bei beruflichen Veränderungen spielen persönliche Ziele und das eigene Wohlbefinden eine größere Rolle. Mitarbeitende wünschen sich mehr Flexibilität und Zeit für persönliche Gespräche. Die Ergebnisse des Work Trend Index 2022 zeigen, dass sich diese Entwicklungen im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt haben. Führungskräfte sind nun gefragt, die neuen Erwartungen zu verstehen und angemessen auf sie zu reagieren. Denn das entscheidet darüber, ob hybrides Arbeiten zum Erfolg für alle wird.

Für den Microsoft Work Trend Index wurden 31.000 Menschen in 31 Ländern befragt sowie Milliarden von Signalen in Microsoft 365 und Arbeitstrends auf LinkedIn analysiert. Dabei wurden fünf zentrale Herausforderungen identifiziert, die Unternehmen und Führungskräfte auf dem Weg in die hybride Arbeitswelt verstehen und auf die sie reagieren müssen.

Die 5 zentrale Herausforderungen

Mitarbeitende legen neue Maßstäbe an ihren Job an

Es hat sich verändert, wie, wo und wann gearbeitet wird – und damit ändert sich auch das Warum. Was Menschen von ihrer Arbeit erwarten und was sie bereit sind, für ihren Job zu investieren, wandelt sich. Die Umfrage zeigt, dass 53% der Menschen weltweit ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden über die Arbeit stellen. In Deutschland trifft dies auf 38% der Befragten zu.

18% der Befragten weltweit (12% in Deutschland) haben ihre Jobs im vergangenen Jahr gekündigt. Die fünf wichtigsten Gründe, aus denen Beschäftigte ihr Arbeitsverhältnis weltweit beendeten, waren:

  • persönliches Wohlbefinden oder psychische Gesundheit (24%),
  • die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (24%),
  • das Risiko, an Corona zu erkranken (21%),
  • mangelndes Vertrauen in die Geschäftsführung (21%)
  • fehlende Flexibilität bei Arbeitszeit oder -ort (21%).

Der Blick in die Zukunft zeigt, dass sich dieser Trend insbesondere bei jüngeren Generationen fortsetzt. So sagen 52% der Generation Z und der Millennials weltweit (43% in Deutschland), dass sie sich im nächsten Jahr nach einem neuen Job umsehen werden.

Leitende Angestellte – zwischen Erwartungen von Unternehmensführung und Beschäftigten

Den neuen Erwartungen der Beschäftigten zu entsprechen, ist eine Mammutaufgabe – und ohne die leitenden Angestellten wird es nicht möglich sein, diese zu erfüllen. Sie stehen den Beschäftigten am nächsten und haben die besten Einblicke in persönliche und berufliche Herausforderungen. Doch all das nützt wenig, wenn die leitenden Angestellten nicht in der Lage sind zu handeln. So geben beispielsweise 50% der Entscheider:innen weltweit (36% in Deutschland) an, dass sie in diesem Jahr die vollständige Rückkehr ins Büro planen – dem unbestreitbaren Wunsch der Mitarbeitende nach Flexibilität zum Trotz.

So haben 54% der leitenden Angestellten (51% in Deutschland) das Gefühl, dass die Unternehmensführung die Erwartungen der Beschäftigten nicht erkennt. Doch glauben 74% der Befragten weltweit (66% in Deutschland) nicht, dass sie über den Einfluss oder die Ressourcen verfügen, die sie bräuchten, um Veränderungen für ihr Team umzusetzen. Dabei führt der Weg für eine hybride Unternehmenskultur über die leitenden Angestellten, sie sollten zur Führung ihrer Teams befähigt werden.

Der Weg ins Büro muss sich lohnen

Wann und aus welchem Grund soll ich ins Büro gehen? In dieser Frage besteht laut Work Trend Index für 38% der Beschäftigten weltweit (35% in Deutschland) ihre derzeit größte Herausforderung.

Gleichzeitig haben nur 28% der Entscheider:innen (24% in Deutschland) Guidelines entwickelt, wie hybrides Arbeiten im Team umgesetzt werden kann. Darüber hinaus fühlen sich global betrachtet 43% der Beschäftigten, die aus der Ferne arbeiten, nicht in Meetings einbezogen. Nur ein Viertel der Führungskräfte (27%) gibt an, dass ihr Unternehmen Regeln für hybride Meetings entwickelt hat, damit alle teilhaben können.

Es ist also an der Zeit, die Rolle des Büros neu zu denken und die Frage nach dem WerWo und Warum von persönlichen Meetings zu klären. Mit diesen neuen kulturellen Normen können wir sicherstellen, dass das Büro auf die Anforderungen der Beschäftigten einzahlt. Gleichzeitig hilft es dabei, dass sich alle verbunden fühlen.

Flexibles Arbeiten ≠ immer verfügbar

Anzahl und Umfang von Meetings und Chats haben weiter zugenommen und finden häufig außerhalb des traditionellen „9-to-5“-Arbeitstags statt. So ist die wöchentliche Zeit, die der*die durchschnittliche Teams-Nutzende in Meetings verbringt, seit März 2020 um 252% gestiegen. Die Arbeit nach Feierabend hat global betrachtet um 28% und am Wochenende um 14% zugenommen.

Einerseits ist zu sehen, dass Menschen den Tag nach ihren Bedürfnissen gestalten – zum Beispiel nehmen sie weniger Meetings zur Mittagszeit wahr. Doch damit flexible Arbeit nachhaltig ist, müssen Manager*innen neue Normen schaffen und Grenzen setzen, um Mitarbeitende und ihre Gesundheit zu schützen.

Zusammenhalt in einer hybriden Welt

Natürlich hat Remote Work auch Auswirkungen auf unsere menschlichen Beziehungen. 59% der Beschäftigten weltweit (47% in Deutschland), die hybrid arbeiten, sagen, dass sie seit der Umstellung auf hybride Arbeitsformen weniger Freundschaften am Arbeitsplatz haben.

Bei Mitarbeitende, die remote arbeiten, betrifft dies global gesehen 56% sowie hierzulande 45%. Dabei ist es in einer hybriden Welt wichtig, dem Aufbau von Beziehungen Priorität einzuräumen und Zeit zu geben. Insbesondere Beschäftigte, die remote arbeiten oder sich im Onboarding-Prozess befinden, laufen Gefahr, zurückgelassen zu werden, und benötigen daher zusätzliche Unterstützung.

Was sagen die Ergebnisse?

Die Ergebnisse des Microsoft Work Trend Index machen deutlich, dass eine hybride Arbeitswelt einen bewussten, durchdachten Ansatz erfordert. Die Umstellung auf Hybrid Work beginnt nicht mit neuen Technologien oder Unternehmensrichtlinien. Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Unternehmenskultur – hin zu einer Kultur, welche die Bereitschaft fördert, Arbeitsweisen neu zu gestalten. Beschäftigte müssen dazu befähigt werden, neue Fähigkeiten entwickeln, um sich an neue Arbeitsweisen anzupassen. Mit der richtigen Unterstützung und technologischen Werkzeugen kann hybrides Arbeiten eine Arbeitswelt ermöglichen, an der alle teilhaben können und erfolgreich sind.

Quelle: Microsoft Deutschland GmbH

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Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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