KI-Einsatz bei Indeed

Wie Arbeitgeber mit Künstlicher Intelligenz die Time-to-hire verkürzen

Kein Geld, keine Talente: In Zeiten schwächelnder Wirtschaft und Fachkräftemangel steht das Recruiting vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, neue Mitarbeitende in Zukunft effizienter zu finden. Künstliche Intelligenz kann dabei eine Hilfe sein. Indeed nutzt die Technologie künftig, um Arbeitgeber und Kandidat:innen noch intelligenter zu matchen. Wie das genau funktioniert, erklärt Frank Hensgens, Geschäftsführer Indeed DACH in einem Advertorial.

Time-to-hire: 148 Tage im Durchschnitt

148 Tage sind eine lange Zeit. Drei mal Sommerferien, 21 Wochen – oder: fast ein halbes Jahr! Tatsächlich brauchen Unternehmen in Deutschland im Schnitt aber genau so viel Zeit, um eine offene Stelle zu besetzen. In einigen Branchen ist die Lage sogar noch viel dramatischer. In der Altenpflege zum Beispiel bleibt eine offene Stelle mehr als 250 Tage unbesetzt, wie das Bundeswirtschaftsministerium zählt. Im Bereich der Baustoffherstellung sind es 249 Tage, Firmen im Sanitärhandwerk warten immerhin noch 241 Tage auf Verstärkung. Die sogenannte Time-to-hire: Sie dauert von Jahr zu Jahr länger.

Ursache dafür ist wie so oft der Arbeitskräftemangel, der sich über die gesamte Wirtschaft erstreckt und die Menschen hierzulande pessimistisch in die Zukunft blicken lässt. So hat sich die Zahl offener Stellen allein in den vergangenen zehn Jahren bereits verdoppelt. Und der demographische Wandel dürfte diesen Trend weiter verstärken. Folglich erwarten mehr als die Hälfte der Angestellten in Deutschland, dass die Herausforderungen für das Recruiting in den kommenden fünf Jahren steigen, wie die Studie „Die Welt von morgen: Der Arbeitsplatz und die Belegschaft der Zukunft“von Indeed zeigt.

Mehr offene Stellen trotz schwächelnder Wirtschaft

Besonders die HR-Branche ist besorgt: Mehr als zwei Drittel (67%) der Personaler:innen fürchten, dass sich die Lage verschlechtern wird. Ein Blick in die Prognosen dürfte sie da wohl kaum zuversichtlicher stimmen. Immerhin rechnen Expert:innen damit, dass im Jahr 2035 gut sieben Millionen Fachkräfte fehlen werden. Umso härter wird um sie gekämpft. Das zeigt auch eine Auswertung der Plattformdaten von Indeed. Wir zählen aktuell 25% mehr Stellenanzeigen als vor der Pandemie – und das trotz schwächelnder Wirtschaft.

Auf die HR und speziell das Recruiting kommt deshalb eine besondere Herausforderung zu: Wenn Talente immer schwerer zu finden sind und sich der Wettbewerb um sie immer weiter erhöht, ist es umso wichtiger, dass das Recruiting effizienter und die Time-to-hire möglichst effektiv genutzt wird. Gerade dann, wenn das Geld aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten aktuell ohnehin nicht besonders locker sitzt. Insbesondere in dieser Gesamtgemengelage ist nichts ärgerlicher und letztendlich auch teurer als ein über lange Zeit sehr vielversprechend anmutender Bewerbungsprozess, der am Ende trotzdem scheitert – woran auch immer.

Wie können HR-Verantwortliche den Recruiting-Erfolg erhöhen?

Eine vielversprechende Möglichkeit ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Recruiting. Dieser Auffassung sind auch die befragten Arbeitnehmenden der Indeed Studie „Die Welt von morgen: Der Arbeitsplatz und die Belegschaft der Zukunft“. Demnach empfinden nur 35% von ihnen den Recruiting-Prozess ihres Unternehmens als effektiv. Dabei ist genau das ein wesentlicher Faktor, wenn Arbeitskräfte knapp und die Kassen weniger prall gefüllt sind. Um die Situation zu verbessern, sehen 51% der Befragten den Einsatz von KI als Lösung, um die Prozesse zu beschleunigen, während 45% glauben, dass KI-Tools helfen könnten, Fachkräfte effektiver zu finden. Damit ist die Technologie sicher als Chance zu begreifen, der Fachkräftekrise zu begegnen.

KI als Prozessbeschleuniger

Um diese Chance allerdings zu nutzen, braucht es gut durchdachte Produkte und Lösungen, die das Recruiting wirklich unterstützen. Etwa an genau jener Stelle im Bewerbungsprozess, an der Arbeitgeber und Jobsuchende zusammenfinden. Hier haben wir bei Indeed mit Smart Sourcing eine Lösung entwickelt, die Recruiting in Zukunft nicht nur einfacher, sondern auch schneller und damit effizienter macht. Denn mit der Unterstützung von KI hilft sie Unternehmen dabei, Mitarbeitende zu finden, die wirklich zu ihnen passen. Damit ergänzt Smart Sourcing die manuelle Suche um den automatisierten und KI-getriebenen Abgleich. Sourcing bleibt also eine Aufgabe des Recruitings – nur mit dem Tool wird sie viel schneller.

Grundlage des Tools ist ein innovatives Matching: Ein Algorithmus analysiert die in Stellenanzeigen beschriebenen Anforderungen und gleicht sie mit der Lebenslaufdatenbank von Indeed ab. Auf diese Weise findet Smart Sourcing genau die Kandidat:innen mit der besten Übereinstimmung – und das nicht auf der Grundlage von persönlichen Empfindungen der Personalverantwortlichen, die sich mitunter auch täuschen können, sondern allein auf Basis der in Anzeigen und Lebensläufen hinterlegten Informationen. Das System entscheidet also nicht emotional, nach Gefühl oder gar aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis der objektiven Anforderungen für eine Stelle – auf der Grundlage von Daten.

In der Praxis sieht die Realität heute häufig anders aus: Viele Recruiter:innen nehmen im Rahmen von Active Sourcing-Aktivitäten Kontakt mit Jobsuchenden auf, die aufgrund des Wohnortes, der Gehaltsvorstellungen,ihrer Berufserfahrung oder anderen Aspekten gar nicht zur ausgeschriebenen Stelle passen. Das zieht nicht nur den Auswahlprozess unnötig in die Länge, sondern erzeugt auch jede Menge Frustration auf beiden Seiten. Die Nutzung der Indeed Lebenslaufdatenbank (vormals: Indeed Resume) hat hierbei in der Vergangenheit bereits Abhilfe geschaffen.

Allein in Deutschland führt fast jede vierte Kontaktaufnahme (23%) mit eingetragenen Jobsuchenden auf Indeed zu einer positiven Resonanz. Überhaupt erhalten Unternehmen in fast der Hälfte aller Fälle (45%) eine Rückmeldung – und das im Schnitt innerhalb von gerade einmal neun Stunden. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels, in denen Talente stark umworben werden, eine beachtliche Quote. Smart Sourcing dürfte sie dank KI-Unterstützung ab sofort weiter erhöhen.

Indeed dreht die Jobsuche um

Um Arbeitgebern derartige Recruiting-Erfolge zu ermöglichen, dreht Indeed die Jobsuche um: Es sind nicht mehr Bewerbende, die auf der Plattform nach passenden Stellenanzeigen suchen müssen. Sie können sich dank Smart Sourcing künftig zusätzlich finden lassen. Das bedeutet vor allem, dass Recruiter:innen künftig nicht mehr manuell nach Profilen der Bewerbenden suchen müssen, sondern die KI auf Grundlage der Anforderungen in einer Stellenanzeige passende Kandidat:innen vorschlägt. Dabei berücksichtigt die Technologie nicht nur die aus dem Lebenslauf bekannten Eigenschaften wie Skills, Ausbildung oder Berufserfahrung, sondern bezieht auch Plattformdaten in die Empfehlung mit ein. Dazu zählt zum Beispiel, wie aktiv eine Person in den vergangenen 30 Tagen nach einem Job gesucht hat. Auf diese Weise ist es deutlich wahrscheinlicher, dass die Kandidat:innen auch tatsächlich Interesse an einer Kontaktaufnahme und an einem neuen Job haben.

Aber natürlich braucht es für den Erfolg auch eine solide Datenbasis. Und die besteht neben den Stellenanzeigen der Arbeitgeber in erster Linie aus den Lebensläufen Jobsuchender. Alles, was sie dafür tun müssen, ist, ihre Vita in ihrem Profil zu hinterlegen. Mehr als 300 Millionen Menschen weltweit haben das bereits getan. In Deutschland sind es knapp drei Millionen – und jeden Monat kommen etwa 160.000 Lebensläufe hinzu.

Das ist ein Netzwerk an Talenten, das sich Arbeitgeber in vergleichbarer Zeit unmöglich allein aufbauen könnten. Noch dazu haben Jobsuchende schon bald die Möglichkeit, Recruiter*innen ihre Offenheit für Jobangebote über eine Funktion in ihrem Profil deutlich zu signalisieren. Auf diese Weise werden unerwünschte Ansprachen vermieden.

Recruiting für die Breite

Lebenslauf einstellen und auf den Traumjob hoffen: Aus Sicht der Arbeitnehmer:innen ist das ein Prinzip, nach dem auch bekannte Karriereportale funktionieren. Ursprünglich als Netzwerk für den beruflichen Austausch gedacht, entwickeln sich auch diese Plattformen mehr und mehr zu Jobportalen, auf denen Angestellte gezielt abgeworben werden oder Jobsuchende sich präsentieren können. Für Arbeitgeber gibt es aber einen entscheidenden Unterschied: Sie begegnen auf Indeed nicht nur bestimmte Berufsgruppen oder Menschen aus gewissen Hierarchiestufen, sondern auch Kandidat:innen aus Branchen, die sich bisher nicht in Business-Netzwerken vernetzen. Mit anderen Worten: Dort finden Unternehmen nicht nur den Marketing-Manager, den Software-Experten oder die Kommunikationschefin, sondern auch die Pflegekraft, den Buchhalter oder die Vertriebsexpertin.

Künstliche Intelligenz von Indeed Smart Sourcing kann Unternehmen dabei unterstützen, ihre Erfolgsquote im Active Sourcing von Kandidat:innen zu erhöhen. So wird das Recruiting effizienter, statt immer aufwendiger. Und vielleicht beläuft sich die durchschnittliche Time-to-hire dann bald nicht mehr auf ein halbes Jahr, sondern nur noch auf sechs Wochen. Wie die Sommerferien.

Frank Hensgens

 

Frank Hensgens ist seit 2013 Geschäftsführer von Indeed DACH. Vor dieser Position sammelte er umfangreiche Erfahrungen in leitenden Rollen im nationalen und internationalen Marketing bei Citibank und Stepstone. Von 2007 bis 2011 war er als Vorstand und Geschäftsführer von Stepstone Deutschland tätig.

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