Fachkräftemangel Tectrain Befragung

Ineffektivität veralteter Vergünstigungen im heutigen Arbeitsdilemma

Der Fachkräftemangel, vor allem im IT-Bereich, stellt Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen. Eine Befragung von Tectrain Academy zeigt nunmehr auf, welche Gründe und mögliche Lösungsansätze hinter dem Phänomen stehen. Ein Gastartikel von Clara Brinkmann.

Mangel an Fachkräften nimmt zu

Die moderne Arbeitswelt unterliegt einem kontinuierlichen Wandel, wobei eine dringende branchenübergreifende Herausforderung in den Mittelpunkt rückt: der weitverbreitete Mangel an Fachkräften.

Praktisch jede Organisation, von Großkonzernen bis hin zu agilen Startups, ringt mit den tiefgreifenden Auswirkungen dieses Mangels, der ihre Fähigkeit zur Exzellenz und effektiven Wettbewerbsfähigkeit untergräbt. Eine Studie der Tectrain Academy hat sich dieser Problematik angenommen, um die Ursachen des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften und die Faktoren, die die Mitarbeiterbindung beeinflussen, im DACH-Raum zu beleuchten, der Deutschland, Österreich und die Schweiz umfasst.

Studie von Tectrain Academy

Ziel einer aktuellen Studie von Tectrain Academy war es, die fundamentalen Gründe für den Fachkräftemangel aufzudecken und die Faktoren zu beleuchten, die entscheidend für eine langfristige Mitarbeiterbindung sind. Um dies zu erleuchten, führten sie eine umfassende Reihe von aufschlussreichen Umfragen durch und führten inspirierende Interviews mit Experten auf diesem Gebiet.

Ihre Untersuchung umfasste 100 Teilnehmer aus verschiedenen Altersgruppen und verschaffte ihnen eine einzigartige Perspektive auf das Zusammenspiel der generationalen Erwartungen und Motivationen in der zeitgenössischen Arbeitswelt. Ihre Forschung hatte das Ziel, die vielschichtigen Einflussfaktoren zu untersuchen, die die Perspektiven jeder Generation formen, wobei besonderes Augenmerk auf der Wichtigkeit einer ausgewogenen Work-Life-Balance lag.

In Die Suche nach tiefgreifendem Verständnis

In der zeitgenössischen Arbeitswelt teilen Angestellte unterschiedlichen Alters einen gemeinsamen Wunsch nach einer gesunden Balance zwischen Beruf und Privatleben. Es wird ersichtlich, dass sie insbesondere flexiblen Arbeitszeiten nachstreben und aktiv nach Gelegenheiten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung suchen.

Die Forschungsergebnisse heben eine bedeutende Veränderung in den Prioritäten am Arbeitsplatz hervor; ein großzügiges Gehalt allein reicht nicht mehr aus, um die Jobzufriedenheit zu gewährleisten. Stattdessen stehen die attraktiven Faktoren einer lebendigen Unternehmenskultur, sinnvoller Feedbackmechanismen und Möglichkeiten für berufliches Wachstum im Mittelpunkt. Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat diese Veränderungen nur verstärkt, die Arbeitswelt umgestaltet und die Arbeitgeber dazu gedrängt hat, sich schnell anzupassen.

Das andauernde Streben nach Expertise

In der heutigen Arbeitswelt ist es von entscheidender Bedeutung, dass Fachkenntnisse kontinuierlich ausgebaut werden. Traditionelle Bildung, einst als Grundlage für die Vorbereitung angesehen, genügt oft nicht mehr, um Individuen mit den flexiblen Fähigkeiten auszurüsten, die in einer sich ständig verändernden Geschäftsumgebung benötigt werden. Da Branchen und Technologien mit rasanter Geschwindigkeit voranschreiten, wird der Appell zum kontinuierlichen Lernen lauter denn je.

Kontinuierliche Bildung fungiert als die Brücke, die die Fachkräftelücke überbrückt und sicherstellt, dass Mitarbeiter kontinuierlich darauf vorbereitet sind, aktuelle Herausforderungen zu bewältigen und zukünftige Chancen zu nutzen. Zahlreiche zukunftsorientierte Unternehmen haben von Investitionen in die Entwicklung ihrer Belegschaft profitiert, was zu gesteigerter Produktivität, einer revitalisierten Innovationskultur und einem entscheidenden Vorteil auf der globalen Bühne geführt hat. Diese Investitionen ebnet den Weg für eine Welt, in der Fachkräftemängel in der Ferne verschwinden und nachhaltiger Erfolg gewährleistet ist.

Es ist jedoch wichtig anzuerkennen, dass nicht alle Generationen betrieblich unterstützte Schulungsprogramme in gleichem Maße wertschätzen. Während diejenigen über 55 Jahre, die zwischen 35 und 44 Jahre alt sind und die unter 25 Jahre alt sind, berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten in hohem Maße schätzen, gehen Personen im Alter von 45 bis 54 Jahren und 25 bis 34 Jahren ihnen tendenziell etwas weniger enthusiastisch entgegen.

Die Gründe für diese intergenerationale Variation bleiben geheimnisvoll und erfordern weitere Untersuchungen der persönlichen und beruflichen Landschaften der Mitarbeiter unter Berücksichtigung von Faktoren wie Arbeitsplatzsicherheit und familiären Verantwortlichkeiten.

Das Rätsel der IT-Fähigkeiten

Im schnell voranschreitenden IT-Sektor besteht eine hohe Nachfrage nach spezialisierten Fähigkeiten. Allerdings hinkt die Bereitstellung qualifizierter Fachkräfte in diesen zukunftsweisenden Bereichen hinterher, was zu einem erheblichen Mangel an IT-Fachkräftenn führt.

Besonders gefragt sind Sektoren wie Cybersecurity und Data Science, doch der Mangel an angemessen ausgebildeten Experten führt zu einer bedeutenden Lücke. Die Studie hebt eine doppelte Herausforderung hervor: Unternehmen suchen nach den passenden Talenten, während Fachleute besorgt sind, ob ihre Fähigkeiten relevant bleiben.

Diese bevorstehende Herausforderung bedroht das Wachstumspotenzial der Branche.

Erforschung des internen Talentpools

Trotz der regelmäßigen Suche nach externen Talenten übersehen viele Unternehmen häufig das ungenutzte Potenzial, das bereits in ihrer bestehenden Belegschaft vorhanden ist. Viele Unternehmen setzen sich für die Identifizierung und Förderung des internen Talents ein. Ihr Schwerpunkt liegt auf einer praktischen, eigenverantwortlichen und nachhaltigen Herangehensweise an die Entwicklung von Kompetenzen.

Wie aus den Ergebnissen dieser Studie hervorgeht, bleibt der Mangel an qualifizierten Fachkräften ein bestehendes Problem in der heutigen Unternehmenslandschaft. Mit steigenden Anforderungen an Unternehmen, einem beispiellosen Tempo in der Entwicklung von Branchen und dem wachsenden Druck für lebenslanges Lernen werden Investitionen in kontinuierliche Weiterbildung immer wichtiger.

Diese Investitionen ermöglichen den Mitarbeitenden, die erforderlichen Fähigkeiten zu erlangen, um den Herausforderungen der digitalen und modernen Geschäftswelt zu begegnen und unterstreichen die Weisheit des Sprichworts: „Die Zukunft des Geschäfts gehört denjenigen, die gut vorbereitet sind.“

Clara Brinkmann

Clara Brinkmann von Tectrain

 

Clara Brinkmann hat einen Doppelmaster in Gesundheitspsychologie und Kognitiver Wissenschaft sowie Entscheidungsprozessen an der Universität Maastricht, Niederlande, und der Universität Mailand absolviert.

Seit Abschluss ihres Studiums ist sie bei der Tectrain Academy als Business Developer tätig, wobei ihr Fokus insbesondere auf dem Bereich Marktforschung liegt.

>> LinkedIn-Profil von Clara Brinkmann

>> Studieninfos zum Fachkräftemangel in der IT auf der Tectrain-Website

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