Sinnrec: HR-Startup für Recruiting

SinnRec – Recruiting as a Service gegen Fachkräftemangel

Recruiting-Outsourcing als Service sowie Wissensaufbau zur Personalgewinnung in den Unternehmen – das ist das Ziel des HR-Startups SinnRec. Gründerin Larisa Leonteva gibt Einblicke im Interview.

Was bietet SinnRec?

Hallo Larisa, magst Du Dich und Euer Startup SinnRec bitte kurz vorstellen?

Hallo Stefan, sehr gerne. Ich würde mich selbst als eine leidenschaftliche Recruiterin beschreiben. Meine Karriere im Recruiting habe ich erstmal in der Personalvermittlung gestartet, bin nach viereinhalb Jahren in das Inhouse-Recruiting gewechselt und habe bei der letzten Festanstellung das komplette Recruiting und Employer Branding vom Scratch aufgebaut und das Team aufgestellt.

Dabei hat mich eine Frage seit Jahren beschäftigt: Warum wird Recruiting viel zu häufig als das Bottleneck zum Unternehmenserfolg gesehen? Und ich bin zum Schluss gekommen, dass es oft an mangelnder Inhouse-Kompetenz sowie unstrukturierten Recruiting-Prozessen liegt. Genau deswegen gibt es SinnRec, dieses Problem zu lösen.

Vor einem Jahr gegründet, sind wir heute zu siebt und helfen seit Tag 1 digitalen Unternehmen, Top-Talente zu überzeugen und zu gewinnen. Wir haben im Rahmen von Recruiting-as-a-Service verschiedene Lösungseinsätze entwickelt, damit bei den Unternehmen genau da geholfen wird, wo es weh tut. Unsere Fokusbereiche sind im B2B Sales, digitales Marketing und Engineering inklusive Data.

Recruiting as a Service

Was bedeutet „Recruiting as a Service” genau?

Wir haben unsere eigene SinnRec-Methode entwickelt, die aus drei Komponenten besteht: langjährige Recruiting-Erfahrung, unternehmerisches Wissen und lösungsorientiertes Denken. Ganz konkret bedeutet das, dass wir Unternehmen als erweitertes HR beziehungsweise Recruiting-Team mit Embedded Recruiting unterstützen. Wir verhalten uns gegenüber Bewerbern in allen Aktivitäten inklusive Active Search wie Inhouse Recruiter. Dadurch können wir transparenter sowie schneller die Bewerbenden in die Prozesse bringen.

Dank dieses Einsatzes arbeiten wir eng mit Hiring Leads zusammen, bekommen zahlreiche wertvolle Insights und können die Besten für diese Unternehmen überzeugen. Zudem konzipieren und implementieren wir die gesamten Recruiting-Prozesse, damit Unternehmen effizienter rekrutieren.

Mit Outsourcing zu mehr Recruiting Knowhow

Oftmals fehlt gerade kleineren Unternehmen wertvolles Recruiting Knowhow. Wie könnt Ihr hier helfen?

Das ist auch unsere Beobachtung. Gerade bei den kleineren Unternehmen zählt jedes Team-Mitglied. So spürt man Fehlbesetzungen noch stärker als in den größeren Teams und hat man entsprechend höhere Opportunitätskosten, wenn Recruiting nicht funktioniert. Wenn kleinere Unternehmen mit uns zusammenarbeiten, lernen sie viel dadurch. Wir generieren zahlreichen Insights, dokumentieren alle Aktivitäten, bauen nachhaltig Talent-Pools auf. So werden nicht nur die knackigen Stellen besetzt, sondern auch Kompetenzen langfristig aufgebaut.

Unternehmenskultur kann nicht outgesourct werden

Ihr wollt die Sich-Bewerbenden wie Inhouse-Recruiter:innen ansprechen und betreuen. Wie schafft Ihr das, wo doch Unternehmenskulturen so unterschiedlich sind?

Genau das war meine größte Sorge vor der Gründung, dass wir dies als „externe“ Inhouse-Like Recruiter nicht hinbekommen würden. Diese Sorge hat sich eigentlich nicht bestätigt. Wir haben bis dato sieben Unternehmen im Recruiting geholfen und haben es recht zügig geschafft, uns mit den jeweiligen Unternehmenskulturen zu identifizieren.

Wir beschäftigen uns intensiv mit den Unternehmen, deren Produkten und möglichen USPs als Arbeitgeber bevor wir unsere Zusammenarbeit starten. Jedes Unternehmen ist einzigartig und hat eine breite Palette von Möglichkeiten für Top-Talente. Zum Start bringen wir tiefergehende Fragen in unser Briefing mit, schaffen verschiedenen Touchpoints mit den Kolleginnen und Kollegen, die in den Recruiting-Prozess involviert sind und starten unsere Aktivitäten, wenn wir genug Wissen generiert haben.

Wie arbeitet Ihr Euch in die jeweiligen Job-Profile so ein, dass Ihr fachliche Fragen der Sich-Bewerbenden im Bewerbungsgespräch beantworten könnt?

Wir können zwar mit unseren Methoden, Tools sowie Erfahrungen ziemlich alle digitale Positionen betreuen. Wir haben uns jedoch für die drei Fokusbereiche entschieden, damit wir fachlich in die Tiefe gehen können. Jeder aus dem SinnRec-Team hat unterschiedliche Erfahrungswerte und Backgrounds.

Zudem lernen wir viel von den Bewerbenden täglich dazu und setzen uns intensiv mit den Bedürfnissen dieser Zielgruppen auseinander. So wissen wir zum Beispiel, welche fachliche Info ein FullStack Engineer braucht, bevor er oder sie den Bewerbungsprozess startet.

Konkurrenz innerhalb einer Branche vermeiden

Wie vermeidet Ihr es, innerhalb einer Branche oder auch branchenübergreifend für Mitbewerber tätig zu werden? Heute suchen doch beispielsweise fast alle größeren Unternehmen IT-Talente.

Wettbewerb ist doch toll. Es gibt noch genug zu tun, um Recruiting sinnvoller zu gestalten. Mit uns kommen Unternehmen zusammen, die einen gesamtheitlichen Lösungsansatz statt nur ein CV brauchen und keine Kapazitäten für unnötige Schritte verschwenden wollen.

Bewerbende, die uns vertrauen, wissen es zu schätzen, dass wir uns mit deren Bedürfnissen auseinandersetzen und sie mit allen notwendigen Insights versorgen. Wenn wir merken, dass die Erwartungen von den Bewerbenden und Unternehmen auseinander gehen, beenden wir an der Stelle den Prozess und suchen weiter. Denn das Match zu finden ist unser Ziel.

Preismodell von SinnRec

Wie sieht Euer Preismodell aus?

Wir haben uns bewusst für fixe Preise entschieden. Unternehmen haben die Möglichkeit, je nach Volumen, mit uns von 20 bis 60 Stunden pro Woche zusammenzuarbeiten. Wir bekommen eine Monatspauschale sowie Interim-Recruiter dafür. Vorteil für die Unternehmen ist, dass sie nur für die Leistung bezahlen, die sie bekommen.

Da wir als Team agieren, können wir viel mehr Wissen sowie Kapazitäten zur Verfügung stellen und haben keine Ausfälle wegen Krankheit, Urlaub etc. So können Unternehmen einfacher planen, weil von Anfang an komplette Transparenz besteht.

Wie sich SinnRec weiterentwickelt

Welche Weiterentwicklungen habt Ihr für SinnRec geplant?

Ich will nicht zu viel verraten, aber wir konzipieren gerade Trainings und Weiterbildungsmöglichkeiten für Inhouse Recruiter, damit die Inhouse Kompetenz gestärkt wird. Gerade in Krisenzeiten ist es sinnvoller, mehr Wissen intern aufzubauen. Da wir nicht jedem Unternehmen direkt selbst helfen können, wollen wir über diese Wege unterstützen sowie unserer Vision ein Stück näherkommen: Sinnvolles Recruiting für jedes Unternehmen. SinnRec eben.

Vielen Dank für Deine Antworten, Larisa. Für Euer Startup SinnRec drücke ich Euch alle Daumen!

Über die Interviewte

Larisa Leonteva von SinnRec

 

Larisa Leonteva kam mit 23 Jahren alleine mit ihrem Stipendium für das Masterstudium aus Usbekistan nach Deutschland. Sie hat mehr als 11 Jahre Gesamterfahrung im Recruiting. Ihre Interessen abseits von Recruiting sind insbesondere Leadership, Aufbau von remote Unternehmenskulturen (bei SinnRec gibt es kein Büro) sowie Wissen-Teilen als Speakerin auf verschiedenen Konferenzen, zum Beispiel Talentpro20, RT21, TechRec21, Roundtable auf ARRtist22 und bei diversen Meetups.

>> LinkedIn-Profil von Larisa Leonteva

 

 

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Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts Klartext HR!

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