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FutureBens HR-Startup

FutureBens: Startup mit Plattform für nachhaltige Mitarbeiterbenefits

Nachhaltigkeit steht zwischenzeitlich vermutlich in allen Unternehmensstrategien und -zielen. Konkret umsetzbar ist dies unter anderem mit der Plattform des Startups FutureBens in Punkto nachhaltige Mitarbeiterbenefits. Wie das Konzept funktioniert und warum HR darauf einen Blick werfen sollte, verrät Gründer Jasper Huesgen im Interview mit mir.

Was bietet FutureBens?

Hallo Jasper, magst Du Dich und Euer Startup FutureBens bitte kurz vorstellen?

Hi, ich bin Jasper und Gründer von FutureBens, der weltweit ersten digitalen Plattform für nachhaltige Angebote für Mitarbeitende. Wir ermöglichen es Unternehmen, ihren Beschäftigten preisreduzierte Produkte anzubieten, die den Ansprüchen der neuen Generation entsprechen: nachhaltig, modern und sozial engagiert. Durch den Kauf dieser Produkte, werden Brands unterstützt, die sinnvoll handeln und zukunftsorientierte Unternehmensziele verfolgen. Denn für fast jeden herkömmlichen Artikel – ob im Lifestyle-, Food- oder Dienstleistungsbereich, gibt es mittlerweile zahlreiche „Alternativen”.

Nachhaltiger Konsum

Ist Werbung für „nachhaltigen Konsum“ letztlich nicht immer noch Konsum?

Auch nachhaltiger Konsum ist Konsum. Doch für uns geht es darum, ob dieser Konsum schädlich für unsere Welt ist. Denn es ist durchaus möglich, auf eine Weise zu produzieren und zu konsumieren, die unsere begrenzten natürlichen Ressourcen nicht aufbraucht. Und die keine schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen für die mitwirkenden Menschen mit sich bringt. Wir haben ganz klare Kriterien dafür, welche Brands bei uns auf der Plattform gelistet werden.

So schaffen wir eine Angebotsplattform, die gute Produktionsweisen fördert und durch unsere Kommunikationskanäle, wie unseren monatlichen Newsletter, unsere Nutzerinnen und Nutzer über die Auswirkungen ihrer Konsumentscheidungen aufklärt.

Teilnahme bei FutureBens nur auf Einladung

Ihr bietet Zugang zu Euren Benefits nur mit Einladung. Warum sind die nachhaltigen Waren nicht auch frei zugänglich? Je mehr Menschen auf nachhaltigen Konsum umsteigen, um so besser, oder?

Marken nutzen verschiedene Distributionskanäle, geschlossene und offene, um Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Für Rabattaktionen werden vorwiegend geschlossene Verkaufskanäle genutzt, das liegt in der Natur der Sache.

Dennoch wollen wir natürlich so viele Mitarbeitende wie möglich erreichen und freuen uns über alle Teilnahmeanfragen von Unternehmen.

Bis zu 35% Rabatt über die Plattform

Ihr versprecht den Nutzerinnen und Nutzern Eurer Plattform bis zu 35% Rabatt auf die dort verfügbaren Produkte und Leistungen – wie funktioniert Euer Geschäftsmodell dahinter?

Die Marken, mit denen wir zusammenarbeiten, bieten ihre Produkte und Dienstleistungen auf unserer Plattform zu vergünstigten Preisen an. Wir kümmern uns um Traffic und Online-Marketing, wie zum Beispiel Plattformkampagnen und monatliche Newsletter.

Unsere Marken haben somit die Chance, neue Kundensegmente in einem leistungsstarken Kanal mit hohen Konversionsraten zu erschließen. Wir erhalten im Gegenzug eine festgelegte Kommission. Unsere Nutzenden, die Mitarbeitenden der teilnehmenden Unternehmen, profitieren von den monetären Vorteilen bei ihren Einkäufen und Unternehmen können nachhaltigen Konsum gezielt fördern. Für uns ein echter Win-Win.

Ist Nachhaltigkeit schon in der Breite angekommen?

Alle sprechen von Nachhaltigkeit. Trotzdem gilt Deutschland noch immer als „Geiz ist geil“-Land. Wie weit hat sich nachhaltiges Wirtschaften aus Eurer Sicht schon bei den Unternehmen verbreitet?

Wir merken, dass sich nicht zuletzt aufgrund der Klimakrise und der Pandemie das Nachhaltigkeitsbewusstsein vor allem in der Generation Y und Z erhöht hat. Die jungen Mitarbeitenden zwischen 20 und 40 Jahre legen beim Kauf immer größeren Wert auf die Herstellung und die Materialien der gekauften Produkte.

Auf der anderen Seite besteht in Deutschland das Phänomen des Intention-Behavior-Gaps, der Diskrepanz zwischen Vorstellung und Verhalten. Ein Beispiel: Rund 53 Prozent finden es wichtig, Marken mit hohen ethischen Standards zu kaufen, aber nur 23 Prozent haben sich schon einmal selbst über diese Standards informiert. Es fällt den Konsumentinnen und Konsumenten also schwer, die Kaufentscheidungen den eigenen Wertvorstellungen anzupassen.

Wir sehen dafür zwei Hauptursachen: Zum einen ist die Bekanntheit der nachhaltigen Marken oft geringer, zudem mit höheren Kosten verbunden. Die „Geiz ist geil“-Mentalität der Deutschen untergräbt hier also wahrscheinlich die eigenen Werte. Doch genau hier wollen wir mit unserer Plattform und den dort vorhandenen Discounts ansetzen: Marken mehr Präsenz geben und den Zugang zu nachhaltigem Konsum vereinfachen.

Nachhaltigkeit und Employer Branding

Seht Ihr Nachhaltigkeit als eine Möglichkeit sich positiv von anderen Arbeitgebern abzugrenzen oder ist das Thema eher eine Art „Hygienefaktor“, wird also eher negativ wahrgenommen, wenn sie nicht gelebt wird?

Arbeitnehmende fordern Nachhaltigkeit, dass merken wir nicht nur am Interesse unserer Plattform. Für über 60 Prozent der Mitarbeitenden ist die Aussage eines Unternehmens, das Thema Umweltbewusstsein im täglichen Arbeitsleben besonders zu fördern, ein besonderer Anreiz, sich bei diesem Unternehmen zu bewerben. Das sagt  eine Studie der Königsteiner Gruppe, bei der 3.000 Arbeitnehmende in Deutschland befragt wurden.

Dennoch ist in Unternehmen gelebte Nachhaltigkeit noch lange kein Standard und geht oft nicht über die politisch geforderten Maßnahmen hinaus. Wir sehen einen wichtigen Ansatz darin, Wege zu finden, Nachhaltigkeit für die Mitarbeitenden persönlich relevant zu machen, sodass private und geschäftliche Entscheidungen durch diese ökologische Brille betrachtet werden.

Denn Nachhaltigkeit sollte nicht nur darin bestehen, nach außen hin als ’“grün’’ aufzutreten, sondern nachhaltiges Verhalten von innen heraus zu etablieren. Dann heben sich Unternehmen unserer Meinung nach definitiv positiv von anderen Arbeitgebern ab.

Wie sich FutureBens weiterentwickelt

Welche Weiterentwicklungen habt Ihr für FutureBens geplant?

Wir sind überzeugt, dass wir die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterangebote modernisieren werden. Dahingehend haben wir schon jetzt viele weitere Ideen, um unser jetziges Geschäftsmodell zu erweitern. Unsere Vision bleibt dieselbe: Nachhaltigen Konsum zu fördern. Deswegen schauen wir uns rund um das Thema Nachhaltigkeit viele Richtungen an, die spannend sind. Wen unsere Reise interessiert kann uns dafür gerne auf LinkedIn folgen.

Vielen Dank für Deine Antworten, Jasper. Für Euer Startup FutureBens drücke ich Euch alle Daumen!

Über den Interviewten

Jasper Huesgen von FutureBensJasper Huesgen gründete die Plattform ursprünglich aus dem hohen Norden Deutschlands. Er lebt nach Stopps in Schottland und Kalifornien, seit mehreren Jahren in Berlin. Jasper hat als einer der ersten Mitarbeiter das Business Development bei Horizn Studios verantwortet – eine der führenden Direct-to-consumer Brands Europas und die erste PETA-approved vegane Reise-Marke. Er gründete die Plattform Zag City, die legale und für alle Beteiligten vorteilhafte Airbnb Alternative.

Seit Januar 2021 konzentriert er sich mit seinem Team auf den Launch und die Implementierung von FutureBens, um Unternehmen auf ihrem Weg in die Nachhaltigkeit zu begleiten.

>> zur Website von FutureBens

 

 

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR Praxis-Portal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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