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Die Zukunft der Arbeit im Ausland – Expat Insider Studie 2021

Warum ziehen Expats in Ausland? In der Expat Insider 2021 Studie von InterNations nennen 47% der berufstätigen Expats ihre Karriere als wichtigsten Grund für den Umzug in ein anderes Land. Weitere Erkenntnisse auch zur Bedeutung von New Work im folgenden Beitrag.

Studie von InterNations zu Expats

Die meisten fanden selbst einen Job (17%), wurden international angeworben (15%) oder von ihrem Arbeitgeber entsendet (13%). Nur 2% zogen ins Ausland, um dort ihr eigenes Unternehmen zu gründen. 

Der Fokus der diesjährigen Expat Insider Studie von InterNations, der weltweit größten Expat- Community mit über 4 Millionen Mitgliedern, liegt auf der Zukunft der Arbeit im Ausland. Expats auf der ganzen Welt teilen ihre Erfahrungen, wie es wirklich ist, im Ausland zu arbeiten, und beschreiben ihre Arbeitsbedingungen. Zudem geben sie Einblicke, wie neue Arbeitsweisen (z.B. mobiles Arbeiten) ihre Arbeitswelt verändern und was sie sich für die Zukunft wünschen. 

Berufstätige Expats sind gut gebildet 

Berufstätige Expats sind im Schnitt 43,1 Jahre alt, und das Geschlechterverhältnis ist mit 53% Männern und 46% Frauen recht ausgeglichen. Insgesamt haben sie ein hohes Bildungsniveau, denn vier von fünf berufstätigen Expats verfügen entweder über einen Master- (47%) oder einen Bachelorabschluss (33%). Weitere 8% haben einen Doktortitel, gefolgt von 5% mit einer kaufmännischen / technischen / beruflichen Ausbildung. Nur 5% nennen das Abitur als höchsten Bildungsabschluss, und 1% hat gar keinen Abschluss. 

In Hinblick auf ihren Beschäftigungsstatus sind 30% in einer Position als Senior-/Fachkraft tätig, gefolgt von 17% im unteren / mittleren Management und 13% Top-Managern / Führungskräften. Mehr als einer von zehn (11%) sind selbstständig / freiberuflich tätig, 9% sind Lehrer / Professoren, und jeweils 7% arbeiten entweder in Jobs für Berufseinsteiger oder führen ihr eigenes Unternehmen. 

Bildung, IT und Finanzen sind die gängigsten Berufsfelder 

Die gängigsten Berufsfelder von Expats sind Bildung (12%), IT (11%) und Finanzen (8%). Weitere häufig genannte Tätigkeitsbereiche sind Maschinenbau & Ingenieurswesen (7%), das Gesundheitswesen (6%) sowie Werbung, Marketing & Kommunikation (5%). 

Etwa ein Drittel der berufstätigen Expats (33%) haben ein Brutto-Jahreseinkommen, das zwischen 50.000 und 100.000 USD liegt. Vier von neun (44%) verdienen bis zu 50.000 USD, während 23% mehr als 100.000 USD pro Jahr verdienen. 

Kürzere Arbeitszeiten und höhere Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance 

Während die große Mehrheit der Expats immer noch Vollzeit arbeitet (82%), ist dieser Anteil seit 2015 um vier Prozentpunkte gesunken (86%). 

Diese Veränderungen in der Arbeitswelt der Expats werden noch deutlicher, wenn man ihre Arbeitszeiten betrachtet: 2015 lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit (von Expats in Voll- und Teilzeit) bei 42 Stunden; 2021 sind es nur noch 39,9 Stunden. Das scheint die persönliche Zufriedenheit zu beeinflussen: 70% der berufstätigen Expats sind 2021 mit ihren Arbeitszeiten zufrieden (vs. 64% in 2015), und 68% bewerten ihre Work-Life-Balance positiv (vs. 63% in 2015). 

Während die positiven Bewertungen der Arbeitszeiten und der Work-Life-Balance seit 2015 leicht angestiegen sind, sind Expats weniger zufrieden mit den jeweiligen Karrierechancen vor Ort: weniger als die Hälfte der berufstätigen Expats (49%) ist 2021 mit diesem Faktor zufrieden, verglichen mit ganzen 60% in 2015. Andererseits halten heute 67% ihren Arbeitsplatz für sicher, ein deutlich größerer Anteil als vor sechs Jahren (60%). Insgesamt sind 73% mit ihrem Job im Allgemeinen zufrieden, was fünf Prozentpunkte über dem Wert von 2015 liegt (68%). 

In welchen Ländern ist der New-Work-Trend am wichtigsten? 

Fast drei von fünf berufstätigen Expats (58%) sagen, dass Faktoren wie Autonomie, Freiheit, Kreativität, persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung in der Unternehmenskultur ihres Gastlandes wichtig sind. Diese Werte sind eng mit dem Arbeitstrend New Work verbunden, der die neue Art des Arbeitens im globalen und digitalen Zeitalter beschreibt. 

Die Top 10 Länder, in denen Expats die Relevanz von New Work in der Unternehmenskultur am höchsten bewerten, sind die USA, die VAE, Finnland, Estland, die Niederlande, Bahrain, Australien,

Kanada, Neuseeland und Schweden. Beispielsweise sagen 74% der berufstätigen Expats in den USA, dass New Work in der dortigen Unternehmenskultur eine wichtige Rolle spielt. 

Wenn sie die Relevanz von New Work in ihrem Heimatland mit ihrem aktuellen Aufenthaltsland vergleichen, geben 49% der berufstätigen Expats an, dass New Work in der Unternehmenskultur des Gastlandes eine größere Rolle spielt als zu Hause. Berufstätige Expats aus Mexiko (74%), von den Philippinen (65%), aus der Türkei (61%), Indien (60%) und Italien (59%) sehen zwischen ihrem Heimat-und ihrem Aufenthaltsland den größten Unterschied. 

Bei der Bewertung von Expats vor Ort schneiden diese Länder im Vergleich tatsächlich nicht gut ab. Mexiko, das beste der fünf Länder, landet weltweit noch auf dem 33. Platz von 55. Es folgen die Philippinen (40.), während Italien (49.), Indien (51.) und die Türkei (52.) zu den zehn am schlechtesten bewerteten Ländern weltweit zählen. 

Insgesamt sind Japan (55. von 55), Ägypten, Südkorea, die Türkei, Indien, Kuwait, Italien, Spanien, Frankreich und China (46.) die zehn Länder, in denen Expats die Relevanz von New Work sehr niedrig einschätzen. Beispielsweise sind 40% der Expats in Japan der Meinung, dass New Work dort keine nennenswerte Rolle spielt, im Vergleich zu 18% weltweit.

Relevanz von New Work weltweit im Vergleich
Quelle: InterNations

Mobiles Arbeiten nimmt weltweit zu 

Ein Aspekt von New Work gehört für viele Expats schon zum Alltag: fast vier von fünf (78%) können 2021 mobil / von zu Hause arbeiten. Während jedoch 62% sagen, dass sie ortsunabhängig arbeiten können, fügen 16% hinzu, dass sie diese Möglichkeit zwar haben, aber es in der Regel bevorzugen, sie nicht in Anspruch zu nehmen. Weitere 16% können aufgrund der Art ihrer Tätigkeit nicht mobil arbeiten, und 6% geben an, dass ihr Arbeitgeber es ihnen nicht ermöglicht. Insgesamt schätzen es 65% der Expats, ortsunabhängig zu arbeiten: über ein Viertel (28%) gefällt es sogar sehr, während nur 3% das mobile Arbeiten überhaupt nicht mögen. 

Fast zwei von fünf berufstätigen Expats (39%) arbeiten vollständig ortsunabhängig, und der zweitgrößte Anteil (18%) arbeitet mehr als 15 Tage pro Monat mobil. Es folgen zwei bis fünf Tage pro Monat (14%), ein Tag oder weniger (12%) und sechs bis zehn Tage (10%). 

Die COVID-19-Pandemie hat für Expats in einem Anstellungsverhältnis die Vorschriften für das mobile Arbeiten beeinflusst: fast drei von zehn (28%) können nun öfter mobil arbeiten als zuvor, während 20% berichten, dass für sie mobiles Arbeiten neu eingeführt wurde und Teil des Unternehmens bleiben wird. Für knapp ein Viertel (26%) haben sich die Vorschriften langfristig nicht geändert, und weitere 26% wissen noch nicht, welche Entscheidung ihr Arbeitgeber für die Zeit nach der Pandemie treffen wird. 

Was berufstätige Expats jetzt schätzen und was sie sich in Zukunft wünschen 

Fragt man sie nach den Highlights ihres aktuellen Jobs, nennen Expats am häufigsten die Möglichkeit, mobil / von zu Hause zu arbeiten (32%), eine gute Work-Life-Balance (32%) und flexible Arbeitszeiten (29%). 

Tatsächlich sind die Top 3 Aspekte, die Expats in einem idealen Arbeitsumwelt am wichtigsten wären, eine gute Bezahlung und/oder gute Zusatzleistungen (54%), eine gute Work-Life-Balance (49%) und kreative/interessante Aufgaben (29%). Momentan sind nur 28% mit ihrer Bezahlung und/oder den Zusatzleistungen zufrieden, und nur 21% profitieren von kreativen/interessanten Aufgaben bei der Arbeit. 

Im Gegenzug scheinen Expats gewillt zu sein, auf einige der Aspekte, die sie aktuell genießen, zu verzichten: mit nur 28% der Expats, die flexible Arbeitszeiten nennen, und lediglich 22%, welche die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten auflisten, schaffen diese beiden Faktoren es nicht unter die Top 3 Aspekte für das ideale Arbeitsumfeld der Zukunft. 

Quelle: InterNations

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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