Fachkräfte in vielen Branchen haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von KI auf die Arbeitsplatzsicherheit. High-Tech-Fachkräfte hingegen scheinen laut einer Umfrage des Technologieberatungsunternehmens TMC gegenüber KI weitgehend nicht so skeptisch zu sein: So zeigten sich 82% der Befragten zuversichtlich, dass ihr Fachwissen auch im Jahr 2030 noch relevant sein wird. Unter Fachkräften in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Ingenieurwesen liegt dieser Anteil bei 83%. 79% bestätigten, dass sich KI positiv auf ihre Arbeit auswirkt, während nur 20% KI als Bedrohung ansehen. Gleichzeitig sind viele daran interessiert zu lernen, wie sich KI einsetzen lässt.
Wo kann KI tatsächlich Mehrwert schaffen?
Da KI immer leistungsfähiger und teurer wird, verlagert sich der Fokus vom Experimentieren mit dem, was möglich ist, hin zur Frage, wo die Technologie tatsächlich einen Mehrwert schaffen kann. Dies erfordert nicht nur Kenntnisse über KI, sondern auch menschliches Fachwissen, kritisches Denken und strategische Entscheidungen darüber, wo und wie die Arbeit organisiert wird.
KI annehmen statt meiden
Fachkräfte möchten KI ganz klar in ihre Arbeit integrieren. Auf die Frage, welche Kompetenzen sie entwickeln möchten, um auch in Zukunft so relevant wie möglich zu bleiben, nannten 40% der 345 Befragten KI-bezogene Kompetenzen. Die häufigsten Antworten bezogen sich auf KI-Agenten, gefolgt von Prompt Engineering und allgemeinen KI-Kompetenzen.
Neben KI-Kompetenzen kristallisierten sich auch Soft Skills als wichtige Fähigkeiten für die Zukunft heraus. Kritisches Denken nannten die Befragten am häufigsten, gefolgt von Coaching und Kommunikation.
Dies sind Kompetenzen, die nicht unbedingt im Widerspruch zur KI stehen, sondern vielmehr darüber entscheiden, wie die Technologie eingesetzt wird. Fachkräfte müssen nicht nur verstehen, was ein KI-Tool leisten kann, sondern auch, wie sie beurteilen können, ob ein Ergebnis korrekt ist, ob eine Anwendung einen Mehrwert bietet und wann es tatsächlich besser sein kann, auf KI zu verzichten.
Dies deutet darauf hin, dass die Einstellung der Fachkräfte gegenüber KI in erster Linie pragmatisch ist: Sie wollen nicht verhindern, dass KI ihre Arbeit verändert, sondern vielmehr lernen, wie sie die Technologie so effektiv wie möglich nutzen können.
Vom Hype zum gezielten Einsatz
In den letzten Jahren hat sich KI rasch vom Experimentierstadium zum alltäglichen Einsatz entwickelt. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der vermehrte Einsatz von KI nicht automatisch zusätzlichen Mehrwert schafft. Dieser Mehrwert lässt sich nur erzielen, wenn sich Unternehmen auf hochwertige Daten und Branchenexpertise stützen können. KI-Anwendungen erfordern zudem Rechenleistung, Rechenzentrumskapazität und Energie.
Gleichzeitig ist der Zugang zu bestimmten Modellen und Anwendungen zunehmend mit Kosten verbunden, wobei die Abonnementgebühren weiter steigen. Die Knappheit an Rechenleistung und Kapazität macht es daher immer wichtiger, kritisch zu prüfen, wo KI tatsächlich zum Einsatz kommen soll.
Quelle: Pressemitteilung von TMC
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