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Die Wenigsten verbinden Karriere automatisch mit Aufstieg

Karriere bedeutet für die Generation Z längst nicht mehr automatisch Führung, Titel oder Hierarchie. Eine aktuelle Umfrage der Campus-App UniNow zeigt: Nur jede:r vierte Studierende versteht Karriere noch als klassischen Aufstieg. Stattdessen stehen sinnstiftende Aufgaben, persönliche Entwicklung und faire Bezahlung im Mittelpunkt.

Was dieser Wertewandel für Unternehmen und ihr Recruiting bedeutet und warum Karriere heute neu gedacht werden muss, lesen Sie in diesem Artikel.

Befragung der Generation Z

Karriere bedeutet für die Generation Z nicht automatisch Führung oder Titel. Laut einer aktuellen Umfrage der Campus-App UniNow versteht nur jede:r vierte Befragte Karriere als klassischen Aufstieg in der Hierarchie.

Stattdessen stehen sinnstiftende Aufgaben, persönliche Weiterentwicklung und ein faires Gehalt im Mittelpunkt. Für Unternehmen bedeutet das: Wer Nachwuchskräfte gewinnen will, muss Karriere neu denken.

Karriere bleibt wichtig – aber anders definiert

Das gängige Narrativ, junge Menschen wollten keine Karriere mehr machen, greift zu kurz. Die Ergebnisse zeigen vielmehr einen Wertewandel: Karriere verliert nicht an Bedeutung, sondert verändert ihren Maßstab. Während frühere Generationen Erfolg häufig über Titel, Status und Führungsverantwortung definierten, bewertet die Gen Z ihre Laufbahn stärker nach der Qualität des Arbeitsalltags.

Die Gen Z lehnt Karriere nicht ab, sie denkt sie neu. Titel allein motivieren nicht mehr. Entscheidend ist, ob Arbeit Sinn stiftet und Entwicklung ermöglicht.

Erfüllung vor Eckbüro: Drei Faktoren entscheiden

Ob junge Beschäftigte ihre Laufbahn als erfolgreich erleben, hängt laut Umfrage vor allem von drei Faktoren ab:

  • Unternehmenskultur: Ein klarer Purpose, erlebte Wertschätzung und eine konstruktive Zusammenarbeit im Team prägen die Attraktivität eines Arbeitgebenden stärker als formale Hierarchien.
  • Arbeitsinhalte: Abwechslungsreiche Aufgaben, Gestaltungsspielräume und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, erhöhen die Identifikation mit dem eigenen Job.
  • Weiterentwicklung: Transparente Entwicklungspfade, fachliche Spezialisierung und kontinuierliche Lernmöglichkeiten schaffen Perspektiven, auch ohne Führungsverantwortung.

Die Ergebnisse machen deutlich: Motivation entsteht weniger durch Titel als durch konkrete Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag.

Selbstständigkeit bleibt die Ausnahme

Nur jede zehnte befragte Person kann sich eine Selbständigkeit vorstellen. Die Mehrheit bevorzugt weiterhin eine Anstellung in etablierten Unternehmen. Gleichzeitig wünschen sich viele Befragte dort Freiräume, Mitgestaltung und persönliche Entwicklung. Sicherheit und Sinn schließen sich für die Gen Z offenbar nicht aus.

Konsequenzen für das Recruiting

Wenn sich das Karriereverständnis verändert, müssen Unternehmen ihre Angebote überprüfen. Entwicklung muss nicht zwangsläufig Führung bedeuten. Wer jungen Talenten Gestaltungsspielraum, Lernchancen und transparente Perspektiven bietet, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil im Kampf um Nachwuchskräfte.

Unternehmen, die weiterhin ausschließlich auf Hierarchiestufen und Titel setzen, riskieren dagegen, an Attraktivität zu verlieren.

Über die Umfrage

Die Umfragen wurden unter rund 800.000 Studierenden an Hochschulen in ganz Deutschland durchgeführt und definiert, wie Studierende “Karriere machen” verstehen. Auf die Frage “Was bedeutet “Karriere machen” für dich?“ antworteten 33% mit “Erfüllt arbeiten”, 31% mit “Geld verdienen” und weitere 26% mit “Aufsteigen”. Zudem nennen 10% “Selbstständig sein”. An dieser Befragung nahmen insgesamt 664 Studierende teil.

Quelle: Pressemitteilung von UniNow

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Stefan Scheller

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