Künstliche Intelligenz (KI) gilt als Schlüsselfaktor für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Doch während viel über KI gesprochen wird, fehlt es in der Praxis oft an Wissen und Anwendung. Eine aktuelle Umfrage der Hochschul-App UniNow unter 800.000 Studierenden zeigt: Der Wunsch nach fundierten KI-Kompetenzen ist groß – doch in Studium und Beruf mangelt es an Angeboten und Strukturen.
KI-Kompetenz gesucht, aber kaum gelehrt
Nur ein Drittel der befragten Studierenden gibt an, dass KI fester Bestandteil ihres Studiums ist. Ein Viertel erlebt das Thema bislang gar nicht, weitere 35% nur am Rande, etwa in einzelnen Seminaren oder Projekten.
Dabei wissen die Studierenden genau, was sie wollen: 47% wünschen sich mehr praktische Anwendungen und Tools, ein Viertel möchte tiefer in Algorithmen, Ethik und gesellschaftliche Folgen eintauchen. Das Fazit: Die Nachfrage nach KI-Wissen ist hoch, doch das Angebot bleibt deutlich zurück. Wer heute an Hochschulen studiert, möchte verstehen, wie KI funktioniert und wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Diese Kompetenzen entscheiden künftig über Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sowohl für Absolvent:innen als auch für Arbeitgebende.
Auch Unternehmen müssen nachziehen
Nicht nur Bildungseinrichtungen, auch Unternehmen stehen vor einem Kompetenzproblem. Laut der Studie AI at Work 2025 der Boston Consulting Group nutzt bereits jede:r Zweite KI im Job. Doch nur ein Drittel fühlt sich dafür ausreichend gewappnet. Fehlende Schulungen, unklare Richtlinien und eine fehlende strategische Einbindung bremsen die Entwicklung.
Weil Orientierung fehlt, entstehen vielerorts inoffizielle Workarounds („Shadow AI“), mit Risiken für Datensicherheit, Effizienz und Compliance. Ohne klare Leitplanken und Qualifizierung verliert KI schnell an Vertrauen und Wirkung.
Die Parallele zur Hochschulwelt liegt auf der Hand: Was im Studium nicht vermittelt wird, kann im Beruf kaum souverän angewendet werden. Fehlende Lehrinhalte führen direkt zu Anwendungslücken. Ein Teufelskreis, der Innovation ausbremst. Die Generation, die jetzt ins Berufsleben startet, will KI verstehen und gestalten, nicht nur konsumieren. Dafür brauchen wir praxisnahe Lernräume und Arbeitgeber:innen, die Lust auf Neues machen.
Aus Wissen wird Vorsprung
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Gen Z will KI-Kompetenzen nicht nur theoretisch verstehen, sondern praktisch anwenden. Hochschulen und Arbeitgebende stehen gleichermaßen unter Zugzwang.
Wer heute in KI-Bildung investiert, sichert sich doppelt: durch qualifizierte Nachwuchskräfte und durch Innovationskraft im Unternehmen. Nur wenn Lernen, Lehre und Arbeit zusammen gedacht werden, entsteht echte Zukunftsfähigkeit, für Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen.
Quelle: Pressemitteilung von jobware
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