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HR-Startup troodi

troodi: digitale Lernplattform und Blended Learning

troodi entwickelt passgenaue E-Learning und Blended Learning Lösungen für Unternehmen. Mit ihrer digitalen Lernplattform schlägt das HR-Startup die Brücke zu offline Angeboten und will ganzheitliche Lernkonzepte anbieten. Mitgründer Julian Wonner gibt Einblicke in den Markt und die eigenen Ambitionen.

Was bietet troodi?

Hallo Julian, magst Du Euch und Euer Startup troodi bitte kurz vorstellen?

Sehr gern! Wir haben troodi im Januar 2020 in Köln gegründet und sind mittlerweile ein Team aus 14 Personen. Gemeinsam mit unserem Netzwerk aus Trainer:innen entwickeln wir praxisnahe E-Learning Lösungen und Blended Learning Journeys für die Personal- und Organisationsentwicklung.

Wir sind überzeugt davon, dass Lernen und persönliche Weiterentwicklung ein entscheidender Faktor in der Bewältigung der Megatrends unserer Zeit, wie Digitalisierung, Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Klimawandel und ähnlich, sind. Im digitalen Lernen liegen große Potenziale, da es Weiterbildung skalierbar und individualisierbar macht.

Häufig scheitern digitale Lernprojekte aber, da die Bedürfnisse der Lernenden und die Rahmenbedingungen in der jeweiligen Organisation außer Acht gelassen werden. Hier setzen wir an: Wir entwickeln digitale Lernlösungen, die wirklich funktionieren und die einen nachhaltig positiven Effekt auf die Organisation erzielen.

Warum noch eine digitale Lernplattform?

Auf dem Markt entstehen immer mehr Lernplattformen. Auch sind große Player, wie LinkedIn-Learning gut im Geschäft. Warum noch ein weiteres E-Learning Angebot? Was unterscheidet Euch von den anderen?

Das finde ich eine sehr berechtigte Frage! Wir sehen uns daher ehrlicherweise auch weniger als Lernplattform, sondern als Anbieter von passgenauen digitalen und blended Lernlösungen. Aus unserer Sicht funktionieren one-size-fits-all Lösungen im Bereich Lernen einfach nicht.

Diese Überzeugung zeigt sich auch in unseren Produkten: Auch wenn wir mittlerweile mehr als 100 Lernprogramme entwickelt haben und damit die wichtigsten überfachlichen Themen in der beruflichen Weiterbildung abdecken, bieten wir keine Flatrate-Lösungen an. Aus unserer Sicht führt ein Überangebot an Weiterbildungsmöglichkeiten oft zu einer Überforderung: „Welcher der 100 Online-Kurse zum Thema Selbstmanagement ist denn nun der richtige für mich?“

Uns ist es wichtig, passgenaue Lernangebote für Organisationen und Mitarbeitende zu gestalten. Dafür arbeiten wir eng mit den Organisationen zusammen, um übergreifende Lernbedarfe zu identifizieren und diese gezielt anzugehen, beispielsweise die Entwicklung der internen Feedbackkultur. Auf Ebene der Mitarbeitenden nutzen wir unter anderem ein 360° Feedback-Tool, um individuelle Lernbedarfe gezielt adressieren zu können.

E-Learning auf dem Vormarsch

Die Corona-Pandemie hat den Trend zur Virtualität auch beim Lernen unglaublich beschleunigt. Wird E-Learning das klassische Lernen noch weiter verdrängen?

Ich habe mehrere Jahre als Trainer, Teamentwickler und Coach gearbeitet und bin überzeugt davon, dass bestimmte Formate wie Teamentwicklungen oder Strategiemeetings am besten in Präsenz funktionieren. Was die reine Vermittlung von Wissen angeht, wird sich der Trend zum E-Learning aus meiner Sicht aber weiter fortsetzen. Es ergibt einfach wenig Sinn, sich zwei Tage in ein Seminarhotel zu setzen, wenn ich dieselben Inhalte in kürzerer Zeit on oder near the job lernen kann.

Aus meiner Sicht bringen sowohl klassisches Lernen als auch E-Learning und Blended Learning gewisse Vor- und Nachteile mit sich. Dementsprechend sollten Organisationen für jeden Lernbedarf die passende Lernlösung anbieten können. Wenn ich mich festlegen soll, würde ich sagen, dass der Großteil der organisationalen Weiterentwicklungsangebote in Zukunft blended stattfinden wird.

Blended Learning

Weil wir gerade darüber sprechen – wie definiert Ihr Blended Learning?

Blended Learning vereint unserer Meinung nach das Beste aus zwei Welten: Zum einen das selbstgesteuerte individuelle Lernen im eigenen Tempo, angepasst auf das persönliche Vorwissen und den individuellen Lerntyp. Und das Anyplace und Anytime. Zum anderen bieten Blended Learning Formate die gemeinsame Reflexion in der Gruppe, welche neue Perspektiven ermöglicht, offene Fragen klärt und den Transfer in die Praxis erleichtert.

Gutes Blended Learning zeichnet sich unserer Meinung nach durch die passende Balance dieser beiden Anteile aus. Unserer Erfahrung nach sollten die Lernenden auch in den Selbstlernphasen nicht „allein gelassen“ werden, sondern ein passendes Maß an Orientierung erhalten, zum Beispiel durch einen gemeinsamen Kick-off, eine zeitliche Rahmung und die Anbindung in eine soziale Lerngruppe mit regelmäßigen Check-Ins.

Eingehen auf unterschiedliche Lerntypen

Wie geht Ihr mit unterschiedlichen Lerntypen um?

Wir glauben, dass hier die Diversität in den Lernangeboten ein bedeutsamer Schlüssel ist. In unseren Lernprogrammen nutzen wir einen bunten Methodenmix aus Videos, Handouts, Arbeitsblättern mit Reflexionsaufgaben, Audiocontent und praktischen Challenges. Hinzu kommen verschiedene Gamification-Elemente.

Wichtig ist uns hier die Augenhöhe mit den Lernenden. Wir wollen Angebote machen, ohne dass wir den Lernenden vorschreiben, was „richtig“ oder „falsch“ ist. Unsere kuratierten Lernprogramme mit einer definierten Storyline ergänzen wir daher um Micro-Content, mit dem die Lernenden nochmal eigene Schwerpunkte in ihrer Lernreise setzen können.

Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen angekommen?

Das „lebenslange Lernen“ wird ja in der Szene schon eine Weile propagiert. Ist dieser Mega-Trend tatsächlich schon im Großteil der Unternehmen in Deutschland angekommen?

Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch sein Leben lang Neues lernen möchte, wenn man ihm die Möglichkeit dazu gibt. Ich glaube, dass das Bewusstsein für das Thema lebenslanges Lernen mittlerweile sehr groß ist, in der praktischen Umsetzung aber noch Potential nach oben existiert.

Ein Schlüssel dazu ist aus meiner Sicht Vertrauen! Vertrauen wir darauf, dass Mitarbeitenden eine intrinsische Motivation haben, sich zu entwickeln. Und vertrauen wir darauf, dass Lernende selbst entscheiden können, was, wo und wie sie lernen wollen!

Wichtig ist, dass wir sie dabei nicht allein lassen, sondern sie unterstützen, von der Identifikation der Lernbedarfe über die Auswahl der passenden Lernlösungen bis hin zur praktischen Anwendung und Reflektion. Die Aufgabe von Learning & Development liegt daher aus meiner Sicht vor allem im Empowerment der Mitarbeitenden und des Business im Sinne eines Lern-Coaches.

Wie sich troodi weiter entwickelt

Was plant Ihr als nächstes für troodi?

Aktuell entwickeln wir gemeinsam mit einer Universität ein Kompetenzmodell für überfachliche Kompetenzen in der Arbeitswelt 4.0, sogenannte „Zukunftskompetenzen“. Mit diesem Kompetenzmodell wollen wir unsere Nutzer:innen bei der Identifikation der eigenen Lernbedarfe unterstützen und bewusst neben dem exploitativen auch das explorative Lernen fördern.

Außerdem wollen wir neben unseren Inhouse-Formaten zukünftig auch offene Blended Learning Journeys anbieten.
Mehr Infos dazu gibt es auf unserer troodi-Website.

Vielen Dank für Deine Antworten, Julian.
Für Euer Startup troodi drücke ich Euch alle Daumen!

Über den Interviewten

Julian Wonner, troodi

Julian Wonner ist Psychologe und war mehrere Jahre als Trainer, Coach und Personalentwickler in verschiedenen Organisationen tätig. Als Head of Content und Marketing ist er bei troodi verantwortlich für die Entwicklung von digitalen Lernprogrammen und Blended Learning Journeys.

Er sieht sich als Botschafter für die Ideen von New Work und möchte mit den Lernlösungen von troodi einen Beitrag leisten für mehr Achtsamkeit, Selbstkenntnis und wertschätzender Zusammenarbeit in der Arbeitswelt.

>> Zum LinkedIn Profil von Julian Wonner

>> Weitere Infos zu troodi

 

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Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts Klartext HR!

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