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Tiefe Verunsicherung an Deutschlands Universitäten

Die Gen Z zittert. Aktuelle Umfragen der Campus-App UniNow zeigen eine tiefe Verunsicherung an Deutschlands Universitäten. Studierende blicken mit massiven Zukunftsängsten auf den kriselnden Arbeitsmarkt. Das beeinflusst auch die Art und Weise, wie sie Karriere machen wollen.

Mehr als die Hälfte bangt um den Einstieg ins Berufsleben

Trotz einer fundierten Ausbildung blickt die Mehrheit der angehenden Akademiker:innen mit großer Sorge in die Zukunft: 56% der befragten Studierenden geben an, dass ihre Angst, nach dem Abschluss keinen passenden Job zu finden, „sehr groß“ (31%) oder „eher groß“ (25%) ist. Nur 12% sagen, dass sie keine Angst haben.

Geteiltes Bild: Sicherheit oder Flexibilität?

Trotz – oder gerade wegen – dieser unsicheren Zeiten, sind junge Menschen weiterhin bereit, sich beruflich auszuprobieren. 29% der Befragten gaben an, dass sie in ihrer Karriere verschiedene Rollen und Branchen ausprobieren wollen. Weitere 20% möchten alle paar Jahre den Job wechseln. Knapp die Hälfte der Befragten ist also nicht auf eine Richtung oder einen Arbeitgeber festgelegt. Diese Flexibilität bietet zwar mehr Optionen bei der Jobsuche, geht aber auch mit mehr Unsicherheit durch häufige Job- oder gar Branchenwechsel einher.

Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber eine überraschende Sehnsucht nach Beständigkeit im Berufsleben. Für einen Großteil der Befragten (33%) ist der attraktivste Karriereweg, in einem Unternehmen Schritt für Schritt aufzusteigen. Ein großer Teil der Gen Z wünscht sich also, seinem Arbeitgeber lange treu zu bleiben.

18% der Befragten gaben an, gerne frei und unabhängig arbeiten zu wollen.

Zuversicht für die Zukunft

Die Zahlen spiegeln die Verunsicherung über die aktuelle wirtschaftliche Gesamtlage und den Wandel des Arbeitsmarktes wider. Die Gen Z sucht nach Orientierung und Sicherheit. Doch es gibt Hoffnung: Mittelfristig sind die Aussichten für den Nachwuchs wegen des demographischen Wandels weiterhin sehr gut. Das Statistische Bundesamt rechnet mit einem Rückgang der Menschen im erwerbsfähigen Alter um bis zu 4,9 Mio. Dann wird sich diese Generation wieder sehr umworben fühlen.

Quelle: Pressemitteilung von Jobware

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Stefan Scheller

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