Eine neue Studie von LiveCareer, einer führenden Plattform für Karriereberatung und Lebenslauferstellung, befragte Berufstätige in ganz Europa, um die tatsächlichen geschäftlichen und persönlichen Kosten toxischer Führung aufzudecken.
Bad Bosses Report
Die im „Bad Bosses Report“ vorgestellten Ergebnisse offenbaren eine beunruhigende Realität: Unternehmen verlieren den Kampf gegen toxische Führung. Die Daten verdeutlichen einen systemischen Mangel an Verantwortlichkeit, bei dem schlechtes Management oft toleriert oder sogar belohnt wird. Diese Führungslücke führt zu einer Abwanderung von Talenten: 60% der Arbeitnehmer geben an, dass sie aufgrund eines schlechten Vorgesetzten entweder gekündigt oder ernsthaft über einen Wechsel nachgedacht haben.
Wichtigste Ergebnisse
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Die durch schlechte Vorgesetzte ausgelöste Abwanderungswelle ist echt: 19% der Beschäftigten haben bereits wegen eines schlechten Vorgesetzten gekündigt, weitere 41% haben ernsthaft darüber nachgedacht.
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Toxisches Führungsverhalten ist die Norm: Über drei Viertel (76%) der Beschäftigten glauben, dass schlechte Vorgesetzte an heutigen Arbeitsplätzen gang und gäbe – oder sogar unvermeidbar – sind.
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Toxische Führungskräfte „scheitern nach oben“: Fast die Hälfte (48%) der schlechten Vorgesetzten wird trotz mangelnder Führungsqualitäten befördert oder bleibt ohne Konsequenzen im Amt. Nur 6% verbessern sich tatsächlich durch Coaching.
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Toleranz gegenüber „brillanten Blödmännern“: 66% der Mitarbeiter glauben, dass Unternehmen einen leistungsstarken, aber toxischen Vorgesetzten wahrscheinlich tolerieren.
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Die „Open-Door“-Politik versagt: 54% der Mitarbeiter trauen sich nicht, Probleme an die Personalabteilung weiterzuleiten, da sie dies als riskant oder gefährlich für ihre Karriere ansehen.
Das Paradoxon des guten Managers
Die Grenze zwischen effektiver Führung und toxischem Verhalten kann subjektiv sein und hängt oft vom individuellen Arbeitsstil ab. Es herrscht jedoch weitgehende Einigkeit darüber, dass toxisches Führungsverhalten weit verbreitet ist. Selbst diejenigen, die positive Erfahrungen mit Führungskräften gemacht haben, erkennen, wie häufig schlechte Manager in der Belegschaft anzutreffen sind.
So bewerten Mitarbeiter die Manager, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere zusammengearbeitet haben:
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Gut – 49%
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Gemischt (gleichermaßen gut und schlecht) – 39%
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Schlecht – 12%
Wie häufig Mitarbeiter schlechte Führungskräfte für ein Problem halten:
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Häufig – 73%
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Selten – 24%
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Unvermeidbar – 3%
Toxische Führung in der Praxis
Bei der Betrachtung spezifischer toxischer Eigenschaften schlechter Führungskräfte nannten die Mitarbeiter eher einen Mangel an Integrität als lediglich mangelnde fachliche Kompetenzen. Die Daten zeigen, dass „Wertschätzungs-Diebe“ und Führungskräfte, die Favoriten bevorzugen, unglaublich häufig vorkommen. Zu den Verhaltensweisen, die Mitarbeiter persönlich von einer Führungskraft erlebt haben, gehören:
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Favoriten bevorzugen – 36%
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Sich die Erfolge anderer aneignen – 30%
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Erwartungen mitten im Prozess ändern – 26%
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Der Verantwortung ausweichen – 20%
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Jedes Detail kontrollieren – 19%
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Burnout ignorieren – 19%
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Menschen öffentlich demütigen – 18%
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Keine Ahnung haben, was sie tun – 18%
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Alles mit höchster Dringlichkeit behandeln – 16%
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Eine feindselige oder unsichere Atmosphäre schaffen – 15%
Der Schneeball-Effekt auf Teams und Leistung
Schlechtes Management verursacht nicht nur vereinzelte Probleme – es löst eine Kettenreaktion aus, die die Teamdynamik und die Geschäftsergebnisse nach und nach beeinträchtigt. Was als Konflikt im Team beginnt, kann zu Desinteresse, Burnout und schließlich zum Verfehlen von Zielen führen. Zu den Folgen, die am häufigsten mit schlechtem Management in Verbindung gebracht werden, gehören:
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Konflikte und Spannungen im Team – 52%
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Mitarbeiterabgänge (hohe Fluktuation) – 41%
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Schlechte Leistung und verfehlte Ziele – 35%
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Verschlechterung der psychischen Gesundheit (Stress/Angst) – 34%
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Geringes Vertrauen und geringe psychologische Sicherheit – 33%
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Demotivation / „Quiet Quitting“ – 30%
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Burnout und Erschöpfung – 27%
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Stagnation der Karriere / Stillstand in der persönlichen Entwicklung – 22%
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Nichts von alledem – 9%
Schlechte Führungskräfte: Der Hauptgrund für Fluktuation
Daten von LiveCareer zeigen, dass die Qualität der Führung eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung eines Mitarbeiters spielt, das Unternehmen zu verlassen. Auf die Frage, ob sie jemals erwogen hätten, einen Job wegen einer schlechten Führungskraft zu kündigen, antworteten die Befragten:
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Ja, ich habe einen Job wegen einer Führungskraft gekündigt – 19%
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Ja, ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, zu kündigen – 41%
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Nein, ich war frustriert, habe aber nicht daran gedacht, zu kündigen – 20%
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Nein, ich habe nie darüber nachgedacht – 20%
Arbeitnehmer halten es für riskant, schlechte Vorgesetzte zu melden
Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer fühlt sich nicht sicher dabei, einen schlechten Vorgesetzten offiziell zu melden oder die Angelegenheit weiterzuleiten. Dies könnte auf eine Arbeitskultur hindeuten, in der viele Arbeitnehmer nach wie vor negative Konsequenzen fürchten, wenn sie ihre Meinung äußern. So sicher fühlen sich Arbeitnehmer, wenn sie einen schlechten Vorgesetzten offiziell melden oder die Angelegenheit weiterleiten:
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Riskant oder unsicher – 54%
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Sicher – 46%
Die Lücke in der Rechenschaftspflicht
Trotz des erheblichen Schadens, den schlechte Führungskräfte anrichten, ziehen Unternehmen sie selten zur Rechenschaft. Leistungsstarke, aber toxische Vorgesetzte werden geschützt, und fast die Hälfte (48%) der schlechten Führungskräfte wird entweder befördert oder bleibt ohne Konsequenzen in ihrer Position. Echte Verbesserungen sind eher die Ausnahme als die Regel – nur 6% der Befragten geben an, dass schlechte Führungskräfte ihr Verhalten durch Coaching oder Schulungen ändern.
Das passiert am häufigsten mit schlechten Führungskräften am Arbeitsplatz:
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Sie werden trotzdem befördert – 26%
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Sie werden in eine andere Position versetzt – 22%
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Es ändert sich nichts, sie bleiben an ihrem Platz – 22%
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Sie verlassen das Unternehmen schließlich von sich aus – 15%
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Sie werden entlassen – 9%
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Sie verbessern sich (durch Coaching / Schulungen / Verwarnungen) – 6%
Die Befragten wurden auch gefragt, wie wahrscheinlich es ist, dass ein leistungsstarker, aber toxischer Manager am Arbeitsplatz toleriert wird. Die Ergebnisse zeigen:
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Wahrscheinlich – 66%
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Unwahrscheinlich – 34%
Schlechtes Management ist nicht mehr nur ein zwischenmenschliches Problem, sondern ein gravierendes Versagen auf betrieblicher Ebene. Und unsere Daten machen es unmöglich, dies zu ignorieren. Fast die Hälfte der Beschäftigten gibt an, dass schlechte Führungskräfte entweder befördert werden oder ohne Konsequenzen im Amt bleiben dürfen, während 60% berichten, dass sie aufgrund toxischer Führung entweder gekündigt haben oder ernsthaft darüber nachgedacht haben, ihren Arbeitsplatz zu verlassen. Wenn Unternehmen solche Verhaltensweisen tolerieren, entscheiden sie sich aktiv dafür, die psychische Gesundheit, das Vertrauen und die langfristige Bindung ihrer Mitarbeiter zu opfern. Man kann kein leistungsstarkes Unternehmen aufbauen, wenn das Verhalten der Führungskräfte die besten Talente zur Kündigung treibt.
Quelle: Pressemitteilung von livecareer
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 




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