In der Wirtschaft tut sich ein neuer digitaler Graben auf: zwischen Unternehmen, die Künstliche Intelligenz (KI) einsetzen, und solchen, die das noch nicht tun. So gibt mehr als jedes zweite KI nutzende Unternehmen (54%) an, dass durch den KI-Einsatz Produktivität und Effizienz stark oder sehr stark gesteigert werden. Bei Unternehmen, die noch keine generativen KI-Tools wie ChatGPT nutzen, ist das nur bei 14% der Fall. Über alle Unternehmen hinweg sind es 36%.
TÜV Weiterbildungsstudie 2026
Das ist ein Ergebnis der „TÜV Weiterbildungsstudie 2026“, für die Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands Personalverantwortliche von 500 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden befragt hat. Beim Einsatz von KI öffnet sich die Schere zwischen Unternehmen, die die Technologie strategisch nutzen, und denen, die noch am Anfang stehen. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Betriebe die Potenziale von KI noch nicht ausschöpfen. Laut der TÜV-Studie setzen aktuell 56 Prozent der befragten Unternehmen generative KI-Anwendungen wie ChatGPT, Gemini, Claude oder Copilot im Arbeitsalltag ein.
Auch bei anderen Auswirkungen durch den Einsatz von KI zeigt sich dieses Bild: Bei fast jedem dritten KI nutzenden Unternehmen (31%) werden Tätigkeiten durch KI automatisiert. Selbst 8% der nicht KI nutzenden Unternehmen beobachten entsprechende Effekte. Insgesamt sind es 21%. Selbst Unternehmen, die keine originären KI-Tools einführen, können indirekt profitieren, über Dienstleister oder KI-Funktionen in den gängigen Software-Programmen.
Fast die Hälfte (47%) der KI-nutzenden Unternehmen geben an, dass Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse durch KI-Tools angepasst oder neugestaltet werden. Über alle Unternehmen hinweg liegt dieser Anteil bei 31%, bei Nichtnutzern bei 11%. Aus Sicht von insgesamt 28% der deutschen Unternehmen verändert der Einsatz von KI die Wettbewerbsbedingungen in ihrer Branche, unter den KI-Anwendern sind es jedoch 40%.
Hoher Weiterbildungsbedarf zu KI in deutschen Unternehmen
Laut Umfrage sieht insgesamt jedes zweite Unternehmen (50%) einen hohen oder sehr hohen Bedarf an Weiterbildung im Bereich KI. 17% schätzen den Bedarf als sehr hoch ein, 33% als eher hoch. Knapp ein Drittel (30%) sieht einen eher geringen Bedarf und immerhin 19% gar keinen. Besonders ausgeprägt ist der Qualifizierungsbedarf in Unternehmen, die KI einsetzen (71%) und in großen Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden (70%).
Inhaltlich steht vor allem der breite Einstieg in die Nutzung von KI im Vordergrund: 72% der Unternehmen nennen anwendungsorientiertes KI-Wissen als zentrales Qualifizierungsziel, 67% ein grundlegendes Verständnis der Technologie. KI entfaltet ihren Nutzen erst dort, wo Unternehmen gleichzeitig in Technologie und Kompetenzen investieren. Jetzt kommt es darauf an, den Kompetenzaufbau systematisch voranzutreiben.
Spezialisierte Kompetenzen zur Integration von KI in Unternehmensprozesse werden von 39% genannt, fortgeschrittene Kenntnisse für den Einsatz von unternehmensspezifischen KI-Tools von 38%.
KI wird Teil betrieblicher Prozesse
Dahinter steht ein tiefgreifender Wandel in den Unternehmen: KI wird zunehmend Teil betrieblicher Prozesse. Zum Beispiel steuert sogenannte Industrial AI Maschinen und Roboter, optimiert Produktionsabläufe oder übernimmt Aufgaben der Qualitätssicherung. Beschäftigte sollten grundlegend auf allen Ebenen verstehen, wie KI funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und wie sich ihre Ergebnisse fachlich einordnen lassen.
Gleichzeitig steigt der Bedarf an spezialisierten Fachkräften wie Data Scientists, KI-Architektinnen oder Automatisierungsexperten, die KI-Systeme entwickeln und in bestehende IT- oder Produktionsumgebungen integrieren. Der Engpass liegt nicht allein bei Rechenleistung, Modellen oder Tools, sondern auch bei der Fähigkeit, KI sicher, effizient und wertschöpfend in Unternehmensprozesse zu integrieren.
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Mehr Unterstützung für KI-Kompetenzen im Mittelstand nötig
Nach Ansicht des TÜV-Verbands braucht es eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive für KI-, Digital- und Cyberkompetenzen. Die bestehenden Förderangebote sollten deutlich vereinfacht, praxisnäher gestaltet und am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet werden – insbesondere mit Blick auf den Mittelstand.
Die Qualifizierungslücke schließt sich nicht von selbst, es braucht gezielte Investitionen in Weiterbildung und Kompetenzen.
Quelle: Pressemitteilung von TÜV Verband
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 




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