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Im Schnitt 4 Monate auf Jobsuche: Hochschulabsolvent:innen erleben Realitätsschock

Beim Berufseinstieg von Studierenden weicht Optimismus schnell Ernüchterung. Master-Absolvent:innen suchen im Schnitt 21 Wochen bis sie einen passenden Einstiegsjob finden. Damit benötigen sie über zwei Monate länger als Bachelor-Absolvent:innen, die nach durchschnittlich 13 Wochen fündig werden. Das zeigt eine aktuelle Befragung von Stepstone zur Situation junger Talente auf dem Arbeitsmarkt.

Erschwerter Berufseinstieg

Der Berufseinstieg ist für viele deutlich schwieriger geworden, weil Erwartungen und Realität am Arbeitsmarkt auseinanderlaufen. Unternehmen suchen zwar dringend Nachwuchs, setzen aber gleichzeitig häufig Praxiserfahrung voraus, die viele Absolventinnen und Absolventen erst im Job sammeln können.

Unternehmen suchen Nachwuchs – bieten aber kaum Einstiegsmöglichkeiten

Für viele Absolvent:innen ist praktische Erfahrung der entscheidende Türöffner in den Beruf. 41% der Befragten geben an, dass Praktika oder Werkstudententätigkeiten den Einstieg entscheidend erleichtert haben. Für fast jeden Dritten (34%) war eine solche Tätigkeit während des Studiums sogar das direkte Ticket zur Übernahme.

Praxiserfahrung zu sammeln, wird für Nachwuchstalente dabei immer herausfordernder, wie die Stepstone-Analyse zeigt: Obwohl 73% der Unternehmen einen deutlichen Nachwuchsmangel beklagen, bietet nicht einmal jedes zweite Unternehmen entsprechende Einstiegsmöglichkeiten. Nur 46% der Firmen stellen Werkstudierende oder Praktikant:innen ein, lediglich 19% setzen auf Traineeprogramme.

Hohe Anforderungen erschweren Berufseinstieg zusätzlich

Neben der fehlenden Praxiserfahrung erschweren auch die Anforderungen vieler Stellenanzeigen den Einstieg. 67% der Berufseinsteigenden berichten, dass für Einstiegspositionen häufig unrealistische Anforderungen gestellt werden, die sie kaum erfüllen können. Gleichzeitig bleiben Bewerbungen oft unbeantwortet: 71% geben an, im Bewerbungsprozess regelmäßig keine Rückmeldung zu erhalten. 54% haben generell das Gefühl, dass ihre Kompetenzen aktuell wenig gefragt sind.

Die Folge: Während 76% der Studierenden vor dem Abschluss noch optimistisch auf ihre Karriere blicken, folgt mit dem Eintritt in den Arbeitsmarkt oftmals die Ernüchterung: 56% der Berufseinsteigenden stufen die reale Jobsuche als schwierig ein.

Viele Berufseinsteigende erleben einen echten Realitätsschock beim Eintritt in den Arbeitsmarkt. Wer Nachwuchs gewinnen will, muss Einstiegshürden senken und gezielt Möglichkeiten für Praxiserfahrung schaffen. Hier entscheidet sich, welche Unternehmen sich langfristig die Fachkräfte von morgen sichern.

Quelle: Pressemitteilung von Stepstone

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Stefan Scheller

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