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Wie Beschäftigte Brückentage im Arbeitsalltag erleben

Die Diskussion über Feiertage, Arbeitszeit und Produktivität beschäftigt Politik und Wirtschaft. Vor dem Hintergrund dieser Debatte hat Stepstone gemeinsam mit YouGov repräsentativ erhoben, wie Erwerbstätige in Deutschland verkürzte Arbeitswochen und Brückentage selbst erleben. Während ein Teil der Beschäftigten kurze Wochen nach eigener Einschätzung gut bewältigt, hängen die Erfahrungen stark vom Beruf, der Teamorganisation und regionalen Feiertagsregelungen ab.

Viele sehen ihre Produktivität nicht beeinträchtigt

Wie die Stepstone-Umfrage zeigt, führen Feiertage für viele Beschäftigte nicht zwangsläufig zu liegengebliebener Arbeit. Jede:r vierte Erwerbstätige (25%) gibt an, die eigene Arbeit auch dann gut bewältigen zu können, wenn Feiertage die Arbeitswoche verkürzen. 18% berichten, an Brückentagen konzentrierter zu arbeiten, weil Meetings und Störungen abnehmen. Für 21% der Erwerbstätigen sind lange Wochenenden nach eigener Aussage wichtig für die Work-Life-Balance. 

Die Ergebnisse machen deutlich, welche Bedingungen Beschäftigte selbst mit gutem Arbeiten verbinden. Wer kurze Wochen als gut machbar erlebt, beschreibt vor allem weniger Unterbrechungen, klarere Prioritäten und mehr Fokus als hilfreich. Das zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Arbeit gut strukturieren zu können und im Arbeitsalltag ausreichend Raum für konzentriertes Arbeiten zu haben.

Brückentage im Team: häufig fair, aber nicht für alle gleich zugänglich

Die Abstimmung rund um Brückentage funktioniert in vielen Teams offenbar überwiegend unkompliziert. Knapp jede:r dritte Erwerbstätige (30%) gibt an, dass die Urlaubsplanung fair verläuft und niemand benachteiligt wird. 16% berichten von Spannungen bei der Planung freier Tage rund um Feiertage.

Wie unterschiedlich Brückentage im Arbeitsalltag erlebt werden, hängt auch stark vom Beruf ab. Während viele Beschäftigte lange Wochenenden gezielt zur Erholung nutzen können, erlaubt der Arbeitsalltag bei 13% der Erwerbstätigen in Deutschland nur selten freie Brückentage, etwa in der Pflege, bei der Polizei oder in der Gastronomie.

Wunsch nach bundesweit einheitlichen Regelungen

Auch die regionalen Unterschiede bei gesetzlichen Feiertagen spielen für viele Beschäftigte eine Rolle. Nur neun gesetzliche Feiertage gelten gleichermaßen in allen Bundesländern. Darüber hinaus gibt es weitere Feiertage, die nur in bestimmten Bundesländern oder einzelnen Regionen gelten. 27% der Erwerbstätigen wünschen sich laut der Befragung eine bundesweit einheitliche Anzahl gesetzlicher Feiertage.

Die Unterschiede bei Feiertagen passen für viele Beschäftigte immer weniger zu einer modernen Arbeitswelt, in der Teams häufig bundesländerübergreifend zusammenarbeiten. Unterschiedliche freie Tage führen dabei zu organisatorischen Herausforderungen und werden von vielen Beschäftigten als unfair wahrgenommen.

Quelle: Pressemitteilung von Stepstone

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Stefan Scheller

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