Der Start ins Berufsleben wird für viele junge Menschen in Deutschland aktuell zunehmend zur Herausforderung. Der Wettbewerb um Einstiegspositionen ist hoch, gleichzeitig steigen die Erwartungen an Berufseinsteiger und die Spielregeln auf dem Arbeitsmarkt verändern sich rasant.
Umfrage von LInkedIn
Eine aktuelle Umfrage von LinkedIn zeigt: Mehr als ein Viertel (27%) der befragten deutschen Berufseinsteiger berichtet von Problemen beim Jobeinstieg – entweder, weil es in ihren jeweiligen Branchen derzeit nur wenige Einstiegsstellen gibt, oder weil die in Stellenanzeigen geforderten Qualifikationen als kaum erfüllbar wahrgenommen werden. Besonders widersprüchlich empfinden viele, dass selbst für Einstiegsjobs häufig Berufserfahrung verlangt wird: 22% der Befragten haben deshalb bereits auf eine Bewerbung verzichtet.
Vor diesem Hintergrund verändert sich, worauf es beim Berufseinstieg ankommt. Klassische Bewerbungsunterlagen allein reichen immer seltener – stattdessen gewinnen belastbare berufliche Netzwerke an Bedeutung. 84 % der Berufseinsteiger halten das sogenannte „Vitamin B“ beim Jobstart für wichtig, mehr als die Hälfte (54%) ist überzeugt, dass persönliche Kontakte den Einstieg ins Berufsleben spürbar erleichtern können.
Netzwerke werden zum entscheidenden Karrierefaktor – doch vielen fehlt der Zugang
Die Umfrage zeigt auch: Nicht alle Berufseinsteiger starten mit denselben Voraussetzungen. Fast ein Drittel (30%) sieht fehlende Kontakte als größte Hürde bei der Jobsuche. Zudem weiß knapp die Hälfte (48%) nach eigenen Angaben nicht, wie sie bestehende Kontakte gezielt für ihren Berufseinstieg nutzen können. Entsprechend ambivalent ist auch das Verständnis von „Vitamin B“: Während 33% überzeugt sind, dass sich ein berufliches Netzwerk aktiv aufbauen lässt, empfinden 35% „Vitamin B“ weiterhin als ein Privileg, das man entweder mitbringt – oder nicht.
Die Daten zeigen klar: Netzwerke beeinflussen berufliche Chancen heute entscheidend – trotzdem fällt es besonders jungen Menschen schwer, berufliche Kontakte aktiv aufzubauen und zu nutzen. In Deutschland ist Netzwerken zudem oft negativ belegt. „Vitamin B“ gilt noch immer als unfairer Vorteil. Dabei hat sich die Bedeutung längst verschoben: Netzwerken ist keine Frage von Herkunft oder Beziehungen, sondern eine Fähigkeit, die man lernen und trainieren kann. Diese Kompetenz wird in einer immer komplexeren Arbeitswelt zu einem echten Wettbewerbsvorteil.
Die Ergebnisse zeigen aber auch: Ein Teil der jungen Talente beginnt bereits, die veränderten Spielregeln zu verinnerlichen. So haben 20% der Befragten aktiv Personen aus für sie relevanten Branchen direkt kontaktiert oder ihr berufliches Profil bewusst über Plattformen wie LinkedIn aufgebaut. Weitere 20% sammeln erste Praxiserfahrungen und Kontakte über unbezahlte oder informelle Tätigkeiten.
Beim Berufseinstieg gelten heute neue Regeln. Und einige zeigen bereits, wie man damit umgehen kann. Man möchte junge Menschen ermutigen, Netzwerken aktiv selbst in die Hand zu nehmen und „Vitamin B“ nicht als unfairen Vorteil zu begreifen, sondern als etwas, das man sich Schritt für Schritt aufbauen und mit gutem Recht nutzen kann.
Tipps für den Berufseinstieg 2026
- Offen für neue Optionen bleiben: Die eigenen Fähigkeiten lassen sich oft breiter einsetzen als gedacht. Wer bereit ist, auch abseits klassischer Karrierepfade zu suchen, entdeckt häufiger passende Einstiegsrollen – auch in Branchen, die zunächst nicht im Fokus stehen. KI-gestützte Jobsuche kann zum Beispiel dabei helfen, neue Optionen sichtbar zu machen.
- Gezielt vorgehen statt wahllos bewerben: Nicht jede Bewerbung erhöht die Chancen. Sinnvoller ist es, sich auf Rollen zu konzentrieren, bei denen die eigenen Kompetenzen gut zu den Anforderungen passen. Vergleichs‑ und Matching‑Funktionen können helfen, die Übereinstimmung realistisch einzuschätzen und Energie gezielt einzusetzen.
- Ergebnisse sichtbar machen – nicht nur Abschlüsse: Auch ohne jahrelange Berufserfahrung lässt sich zeigen, was man kann. Projekte, Praxisbeispiele, Nebenjobs oder ehrenamtliche Tätigkeiten geben konkrete Einblicke in Fähigkeiten und machen Potenzial greifbar.
Quelle: Pressemitteilung von LinkedIn
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 



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