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Soft Skills in fast jedem zweiten Job gefragt

Teamfähigkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit werden für Arbeitgeber immer wichtiger. Eine Langzeit-Analyse aller Jobs auf Stepstone.de seit 2019 zeigt: Soft Skills werden in offenen Jobs heute deutlich häufiger als Anforderung genannt als noch vor wenigen Jahren.

Langzeitanalyse von Stepstone

2025 wurden Soft Skills in 45% aller Jobs auf Stepstone.de genannt, 2019 nur in knapp einem Viertel (25%). Besonders stark gestiegen ist die Nachfrage nach Zuverlässigkeit: Sie wird 2025 mehr als viermal so häufig genannt wie 2019 (+354%). Auch Selbstständigkeit (+168%), Flexibilität (+150%) und Teamfähigkeit (+138%) sind deutlich gefragter als noch vor wenigen Jahren

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten setzen Arbeitgeber verstärkt auf verlässliche und anpassungsfähige Mitarbeitende. Die gestiegene Nachfrage zeigt sich über alle Berufsfelder hinweg, von der Pflege über die Logistik bis ins Projektmanagement. Ob Schichtdienst, wechselnde Einsatzorte oder hybride Arbeit: Verlässlich im Team zu arbeiten und sich auf neue Rahmenbedingungen einzustellen, ist heute überall entscheidend. Fachliche Qualifikationen bleiben wichtig, doch Soft Skills werden immer häufiger zum ausschlaggebenden Faktor.

Teamfähigkeit ist insgesamt die meistgefragte soziale Kompetenz: In 40% aller Stellenanzeigen, die Soft Skills nennen, wird Teamfähigkeit ausdrücklich verlangt. Es folgen Flexibilität (26%), Kommunikationsfähigkeit (22%) und Zuverlässigkeit (20%). Mit zunehmender Automatisierung gewinnen menschliche Fähigkeiten also spürbar an Gewicht. Gleichzeitig nimmt der Einsatz von KI-Tools auch im Recruiting zu: Das sorgt für optimiertere Texte mit mehr Standardisierungen.

KI-Arbeitsmarkt wird erwachsen

Die Analyse zeigt zudem, dass sich KI-Berufe fest auf dem Arbeitsmarkt etabliert haben. Gesucht werden zunehmend Fachkräfte, die KI entwickeln und operativ in Unternehmen einsetzen. Nach den Boom-Jahren 2021 bis 2023 hat sich die absolute Zahl der „KI-Jobs“ im Jahr 2025 leicht über dem Niveau von 2019 stabilisiert (+12%). KI-Jobs sind in dieser Analyse alle Jobs, auf die einer oder mehrere von über 40 Suchbegriffen zutreffen.

Gleichzeitig verschieben sich die gefragten Qualifikationen deutlich: Klassische daten- und plattformorientierte Kompetenzen wie Internet of Things (-70%), Big Data (-59 %) oder Business Intelligence (-27%) verlieren an Bedeutung, während Fähigkeiten rund um den konkreten Einsatz von KI stark zulegen. Dazu zählen etwa 2019 noch kaum vorhandene Stichworte wie MLOps, der professionelle Aufbau und Betrieb von KI-Systemen, sowie KI-Strategie, also die gezielte Einbindung von KI in Geschäftsprozesse.

Auch Jobs im Umfeld Generativer KI haben sich fest etabliert und stehen für besonders anwendungsnahe Kompetenzen, etwa in der Sprachverarbeitung (NLP) (+337%) oder im Umgang mit modernen KI-Frameworks wie PyTorch (+239%).

Technologie wertschöpfend nutzen

Es geht nicht mehr nur darum, Modelle zu entwickeln, sondern sie zuverlässig zu betreiben, in bestehende Systeme zu integrieren und wertschöpfend einzusetzen. Rollen wie KI-Engineer oder MLOps-Spezialist waren vor wenigen Jahren noch kaum definiert. Heute sind sie als spezialisierte Profile mit messbarem Bedarf am Arbeitsmarkt angekommen. Gleichzeitig zeigt der Rückgang spezialisierter Aufgabenprofile, dass sich in einem rasant verändernden Feld breites Wissen und Veränderungsbereitschaft gefragt ist.

Neben der IT sind KI-Fähigkeiten inzwischen besonders stark in Berufsgruppen wie Wissenschaft, Beratung, Ingenieurwesen und Marketing gefragt, die zusammen mehr als drei Viertel (80%) aller KI-Jobs ausmachen.

Über die Analyse

Für die Studie wurden von Januar 2019 bis Dezember 2025 alle Stellenausschreibungen von Stepstone in Deutschland analysiert. Dabei wurde ermittelt, wie häufig Arbeitgeber KI-Skills oder Begriffe mit KI-Bezug (z.B. Machine Learning, Data Science, Big Data, Robotik) oder Soft Skills (z.B. Analytisches Denken, Kreativität, Flexibilität) in den Voraussetzungen, die Bewerbende für einen Job mitbringen müssen, genannt wurden.

Quelle: Pressemitteilung von Stepstone

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Stefan Scheller

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