Mit SkillDuck hat i40 – the future skills company, ein neues Tool herausgebracht, das Lernen systematisch optimiert und Lerninhalte für webbasierte Schulungen KI-unterstützt generiert. Mit dem CEO Dr. Philipp Ramin spreche ich im Startup-Interview über den Markt KI-generierter Lerninhalte und den Impact auf Organisationen.
Was bietet SkillDuck?
Hallo Philipp, magst Du Dich und SkillDuck bitte kurz vorstellen?
Sehr gerne. Ich bin Philipp Ramin, CEO von i40 – the future skills company. Mit i40 schulen wir weltweit mehr als 1 Million Lernende in Unternehmen in über 50 Future Skills und 20 Sprachen. Unsere Corporate Learning Programme sind mehrmals ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem eLearning Award 2025 in der Kategorie KI.
Und wir haben den KI-Kursgenerator für webbasierte Trainings SkillDuck entwickelt. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie Lernen skalierbar, hochwertig, schneller und gleichzeitig effizient gestaltet werden kann.
SkillDuck® ist unsere Antwort auf genau diese Herausforderung: ein KI-Kursgenerator für webbasierte Trainings und ein leistungsstarkes Multi-Agenten-System, das innerhalb weniger Minuten vollständige, didaktisch strukturierte Online-Kurse erstellt.
Die KI generiert komplette hochwertige Lernmodule inklusive Texten, Bildern, Grafiken, Animationen, Videos – sogar KI-Präsentator-Videos – sowie Quizzes und interaktive Elemente.
Alles ist methodisch aufeinander abgestimmt und sofort einsatzbereit.
Webbasierte Schulungen State of the Art
Internetbasierte Schulungen bzw. Webinare gehören heute zum Standard-Repertoire von
Learning & Development. Warum setzen so viele Unternehmen und HR-Bereiche darauf?
Webbasierte Schulungen sind aus mehreren Gründen heute Standard. Erstens ermöglichen sie Skalierung: Unternehmen können weltweit Mitarbeitende gleichzeitig erreichen – konsistent in Qualität und Botschaft. Zweitens sind sie flexibel: Lernende können zeit- und ortsunabhängig lernen, was gerade in hybriden Arbeitsmodellen essenziell ist. Drittens sind sie wirtschaftlich: Ein einmal erstelltes Training kann beliebig oft genutzt und schnell aktualisiert werden.
Hinzu kommt die Geschwindigkeit des Wandels. Themen wie KI, Nachhaltigkeit, Cybersecurity oder regulatorische Anforderungen verändern sich rasant. Unternehmen müssen in immer kürzeren Zyklen Wissen aufbauen. Klassische Präsenzformate allein können diesen Bedarf nicht mehr abdecken.
Webbasierte Trainings sind daher nicht nur ein Format – sie sind strategisches Instrument für Future Skills und Wettbewerbsfähigkeit. Und sie lassen sich auch hervorragend mit Präsenzschulungen und Events kombinieren, so dass Wissenserweiterung ganz gut nachgehalten werden kann.
KI-Einsatz bei der Erstellung
Wie nutzt Euer Autorentool SkillDuck künstliche Intelligenz, um Autor:innen bei der Erstellung webbasierter Schulungen zu unterstützen?
SkillDuck arbeitet als Multi-Agenten-System. Das bedeutet: Verschiedene spezialisierte KI-Module übernehmen unterschiedliche Aufgaben im Erstellungsprozess – von der didaktischen Strukturierung über Content-Generierung bis hin zu Visualisierung und Interaktion.
Auf Basis einer Beschreibung des erwünschten Kurses erstellt SkillDuck mit der KI zunächst klar definierte Lernziele und eine fundierte Struktur. Anschließend generiert sie Inhalte, Praxisbeispiele, Fallstudien, Quizfragen und interaktive Elemente. Parallel entstehen passende Visuals, Grafiken und auf Wunsch KI-Präsentatoren Videos, die Inhalte professionell vermitteln.
Ein zentrales Element ist die Mehrsprachigkeit: Jeder Kurs basiert auf einer definierten Mastersprache. Darauf aufbauend lassen sich innerhalb weniger Minuten vollständige Versionen in weiteren Zielsprachen erzeugen. Je nach Lizenz in bis zu 80 Sprachen. Auch die Benutzeroberfläche ist mehrsprachig verfügbar. So können globale Organisationen Trainings konsistent und effizient international ausrollen.
Wichtig ist: SkillDuck folgt konsequent dem Human-in-the-Loop-Prinzip. Die KI übernimmt die intelligente Vorarbeit, aber Menschen behalten jederzeit die Kontrolle. Inhalte können angepasst, erweitert oder unternehmensspezifisch verfeinert werden.
Expertise und Automatisierung
Wie viel eigene Fachexpertise ist heute überhaupt noch notwendig, um solche Trainings zu konzipieren und zu erstellen?
Fachexpertise bleibt unverzichtbar, sie verschiebt nur ihren Schwerpunkt. Unternehmen brauchen weiterhin Expertinnen und Experten, die wissen, was für ihre Organisation relevant ist, welche regulatorischen Anforderungen gelten oder welche Praxisbeispiele passen. Die KI kann strukturieren, formulieren und visualisieren. Aber sie kennt ohne Hilfe des Menschen nicht automatisch die spezifische Unternehmenskultur oder interne Prozesse.
In der Praxis sehen wir: SkillDuck ist ein guter Assistent für die Personalentwicklung, Mit SkillDuck können auch Fachabteilungen ohne tiefgehende didaktische Ausbildung sehr gute Trainings erstellen.
Gleichzeitig profitieren erfahrene Instructional Designer enorm, weil sie ihre Expertise nun auf Feinschliff, Storytelling und Lerntransfer konzentrieren können, statt auf Routineaufgaben.
Flut von Online-Schulungen zu befürchten?
Wie wird sich aus Eurer Sicht der Markt von Web-based Trainings verändern, wenn durch Tools wie SkillDuck die Konzeption und Erstellung derart einfach wird?
Es wird zweifellos mehr Content geben müssen, weil Echtzeitlernen heute ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil darstellt. Aber Quantität allein ist nicht das Ziel. Der Markt wird sich in zwei Richtungen entwickeln: Einerseits steigt die Anzahl spezialisierter, kurzfristig erstellter Trainings, beispielsweise zu neuen Tools, Richtlinien oder Marktanforderungen. Andererseits wird Qualität zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.
Wenn die Erstellung einfacher wird, verschiebt sich der Wettbewerb von „Wer kann produzieren?“ zu „Wer kann wirksame Lernerlebnisse gestalten?“ und „Welche Lernthemen sind strategisch für mein Unternehmen in diesen von Wandel geprägten Zeiten wichtig?“. Didaktische Klarheit, Praxisnähe, Personalisierung und Integration in Arbeitsprozesse werden entscheidend sein.
Zudem erwarten wir eine stärkere Modularisierung: Statt großer, monolithischer Kurse entstehen flexible Lernbausteine, die schnell kombiniert und aktualisiert werden können. KI-gestützte Tools wie SkillDuck ermöglichen genau diese Agilität. Bei gleichbleibender Struktur und Qualität und sie ermöglichen auch eine feingliedrigere Zielgruppendefinitionen für Trainingsinhalte.
Training auch direkt durch KI-Tools
Software-Anbieter geraten vermehrt unter Druck, weil Unternehmen erwägen, Lernen direkt in die implementierten allgemeinen KI-Tools zu integrieren bzw. wird Lernen immer stärker dezentral KI-gestützt organisiert. Wie passt dazu ein Tool wie SkillDuck?
Wir sehen das nicht als Widerspruch, sondern als Ergänzung. Generative KI-Tools können punktuell Fragen beantworten oder situative Unterstützung bieten – also „Learning in the Moment of Need“. Das ist sehr wertvoll.
SkillDuck hingegen strukturiert Lernen systematisch. Unternehmen benötigen weiterhin klar definierte Lernpfade, Compliance-Nachweise, einheitliche Standards und strategische Kompetenzentwicklung.
Unsere Vision ist daher Integration statt Konkurrenz: KI im Arbeitsalltag unterstützt informelles Lernen, während strukturierte, KI-generierte Trainings wie SkillDuck sie erstellt formelles Lernen und Qualifizierungsstrategien abdecken. Beides zusammen schafft eine lernende Organisation.
Weiterentwicklung von SkillDuck
Wie sehen Eure mittel- und langfristigen Ziele mit Eurem Tool aus?
Mittel- bis langfristig verfolgen wir drei zentrale Ziele.
Erstens: die konsequente Erweiterung der Lernelemente innerhalb von SkillDuck. Wir arbeiten daran, noch vielfältigere interaktive Formate zu integrieren, etwa realitätsnahe Simulationen, szenariobasierte Entscheidungsstrecken, adaptive Fallstudien oder KI-gestützte Praxisdialoge. Ziel ist es, Lernen noch stärker handlungsorientiert und transferwirksam zu gestalten.
Zweitens: der Ausbau immersiver und multimodaler Lernformate. Neben klassischen Modulen entwickeln wir dynamischere Formate wie verzweigende Storylines, personalisierte Lernpfade oder projektbasierte Lernumgebungen. Perspektivisch denken wir auch an stärker gamifizierte Elemente und simulationsbasierte Trainings, überall dort, wo Kompetenzaufbau durch Anwendung und Erfahrung entsteht.
Drittens: die kontinuierliche Weiterentwicklung der didaktischen Intelligenz unserer KI. SkillDuck soll Lernstände noch präziser erkennen, Inhalte adaptiv anpassen und datenbasiert Optimierungsvorschläge liefern. Unser Ziel ist es, Lernangebote nicht nur schneller zu erstellen, sondern messbar wirksamer zu machen. Und das mit klar nachvollziehbarem Kompetenzzuwachs.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Vertrauen: SkillDuck wird vollständig in Deutschland entwickelt und in Europa gehostet. Datenschutz, DSGVO-Konformität und höchste Sicherheitsstandards bleiben zentrale Prinzipien.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen Unternehmen befähigen, in einer Welt exponentieller Veränderungen schnell und qualitativ hochwertig Kompetenzen aufzubauen.
Vielen Dank für Deine Antworten, Philipp. Für SkillDuck wünsche ich weiterhin viel Erfolg.
Über den Interviewten
Dr. Philipp V. Ramin ist CEO und Gründer von i40 – the future skills company, die weltweit mehr als 1 Million Lernende aus über 14 Branchen in 50 Future Skills und 20 Sprachen schult und auch den KI-Kursgenerator SkillDuck entwickelt hat.
i40 wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit „Top 10 Corporate Online Training Company Europe 2024“ und dem eLearning Award 2025 in der Kategorie Künstliche Intelligenz.
>> LinkedIn-Profil von Dr. Philipp Ramin

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 



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