HR-Abteilungen haben sich in vielen deutschen Unternehmen zu einer strategisch relevanten Funktion entwickelt. Das zeigt die aktuelle Studie „HR Health Check“ des HR-Plattformanbieters HiBob unter 500 Fachkräften. 59% der HR-Verantwortlichen berichten demnach direkt an die Geschäftsführung, meist an den CEO. Die Funktionsbezeichnungen spiegeln diese Entwicklung wider: 22% agieren als Chief HR Officer, weitere neun Prozent als Chief People Officer. Das ist ein Indikator dafür, dass die HR-Abteilung deutlich näher an strategischen Entscheidungsprozessen angesiedelt ist.
Dem gestiegenen Anspruch stehen jedoch begrenzte Ressourcen gegenüber. In 41% der Unternehmen arbeiten zwischen sieben und 19 Mitarbeitende im HR-Bereich. Diese vergleichsweise kleinen Teams tragen zunehmend strategische Verantwortung und müssen gleichzeitig das operative Tagesgeschäft sowie umfassende Veränderungsprozesse bewältigen.
HR-Analytics vielfach mit niedrigem Reifegrad
Deutlich wird der strukturelle Nachholbedarf beim Umgang mit HR-Daten. Nur 18% der Unternehmen verfügen über HR-Dashboards, lediglich 16% beschäftigen spezialisierte HR-Datenanalysten. 22% arbeiten überwiegend mit grundlegenden Kennzahlen, 11% erfassen HR-Daten größtenteils manuell. Künstliche Intelligenz kommt zwar zunehmend zum Einsatz, bleibt jedoch meist ein Hilfsmittel. Lediglich zehn Prozent der Unternehmen setzen sie bereits als zentralen Bestandteil ihrer Analyseprozesse ein.
Steigende Belastung und wachsendes Burnout-Risiko
Besonders kritisch ist die Belastungssituation im HR-Bereich. 58% der Befragten berichten von einer höheren emotionalen Belastung als im Vorjahr. Entsprechend sehen 72% Gesundheit und Wohlbefinden als zentrales HR-Thema für 2026. Ein Drittel der HR-Verantwortlichen hält Burnout bereits für ein potenziell zentrales Geschäftsrisiko. Die Auswirkungen sind konkret: 48% beobachten eine steigende Fluktuation, 40% eine Verschlechterung der internen Kommunikation.
Der anhaltende Fachkräftemangel verschärft diese Lage zusätzlich. 76% der Unternehmen berichten von spürbaren bis starken Auswirkungen in den vergangenen zwölf Monaten, für 65% bleibt das Thema auch 2026 hochrelevant. Entlastung bleibt damit aus, während die Erwartungen und die Verantwortung weiter steigen.
Zwischen Präsenzpflicht und begrenzter Flexibilität
Bei den Arbeitsmodellen zeigt sich ein konservatives Bild. 40% der Unternehmen setzen auf vollständige Präsenz im Büro. Hybride Modelle haben sich zwar etabliert, bleiben aber klar strukturiert: 27% arbeiten mit festen Präsenztagen, 28% erlauben flexible Regelungen. Vollständig remote arbeitende oder Organisationen mit Remote-First-Ansatz spielen mit insgesamt 5% weiterhin eine marginale Rolle.
Die Studie zeigt: HR-Management ist heute strategisch wichtiger denn je, doch die Ressourcen und Strukturen halten mit den gestiegenen Anforderungen oft nicht Schritt. Damit die HR-Abteilung ihre zentrale Rolle nachhaltig ausfüllen kann, braucht es klare Prioritäten, gezielte Investitionen in Technologie und eine starke Unterstützung durch die Unternehmensführung.
Quelle: Pressemitteilung von HiBob
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 






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