44% der deutschen Unternehmen nutzen laut einer aktuellen ManpowerGroup-Umfrage (2025) bereits KI-Technologien in Bereichen wie Recruiting, Onboarding und Training und der Anteil wächst. Doch kaum jemand weiß, wie diese Systeme Entscheidungen treffen oder, dass sie unbewusst Lebensläufe benachteiligen können, die von „klassischen“ Karrieren abweichen. KI-Systeme im Recruiting sind letztlich nur so neutral wie ihre Trainingsdaten. Man nennt es auch einen „algorithmischen Bias“.
Bewerbende mit Kindern werden durch KI benachteiligt
Ein Forschungsteam der University of Melbourne fand beispielsweise Hinweise darauf, dass KI-basierte Systeme dazu neigen könnten, Bewerber:innen mit Kindern zu benachteiligen. In der Untersuchung wurden Lebensläufe erstellt, die gleichwertige Qualifikationen hatten, aber bei einigen Bewerber:innen wurde eine Elternzeit-Lücke eingefügt.
Ergebnis: Die Lebensläufe mit Elternzeit wurden von der KI durchweg schlechter bewertet, egal ob der Kandidat männlich oder weiblich war. Das heißt: Elternschaft wurde von der KI als ein Nachteil interpretiert, sogar dann, wenn alle anderen Daten identisch waren.
Was Unternehmen gegen die Diskriminierung durch KI tun können
Klar ist: Unternehmen, die ihre KI-Strategien bewusst gestalten, gewinnen nicht nur an Fairness, sondern auch an Qualität. Dazu gehört:
- Transparente und vereinbarkeitsfreundliche Anforderungsprofile, wie wir sie in unserem Whitepaper vorstellen.
- Bewusste Datenpflege: Nur wer KI mit diversen, realistischen Lebensläufen trainiert, schafft echte Chancengleichheit.
- Human in the Loop: KI kann analysieren – aber Menschen erkennen Potenzial.
Unser Fazit als Gründerinnen: KI kann Recruiting schneller machen – aber nicht automatisch besser. Echte Innovation entsteht dort, wo Technologie auf Haltung trifft. Wenn KI heute Recruiting prägt, dann sollten wir sie lehren, Care-Arbeit, Elternzeit und Vielfalt als Stärke zu erkennen und nicht als Abweichung. Deshalb sagen wir: Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit müssen Teil jedes Algorithmus werden, nicht dessen blinder Fleck.
Unternehmen, die das heute verstehen, gewinnen nicht nur Bewerbungen, sondern Vertrauen. Und genau das ist die neue Währung im Recruiting von morgen.
Quelle: Pressemitteilung von UPYU
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 




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