Der deutsche Stellenmarkt ist zum ersten Mal in diesem Jahr im Monatsvergleich gewachsen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der weltweit größten Jobseite Indeed. Demnach legte die Zahl der ausgeschriebenen Stellenanzeigen im September saisonbereinigt um 1,5% zu. Seit Jahresbeginn liegt der deutsche Stellenmarkt noch immer 13,9% im Minus und ist zuletzt auch während der traditionellen Sommerpause stärker eingebrochen als normal üblich. Insofern ist das aktuelle Plus kurzfristig erfreulich, aber noch lange kein Beleg für eine echte Trendwende. Im Gegenteil: Mit einer nachhaltigen Stabilisierung des Stellenmarktes ist erst im Jahr 2026 zu rechnen.
Stellenmarkt: Einzelhandel wächst kräftig, Banken und Marketing unter Druck
Besonders viele neue Stellen wurden im Einzelhandel ausgeschrieben: Mit einem Plus in Höhe von 9,7% im Monatsvergleich verzeichnet der Retail den stärksten Zuwachs aller Berufsgruppen. Auch in den Bereichen Medizintechnik (+3,9%), Büro und Verwaltung (+3,7), Lagerhaltung (+3,4) sowie Buchhaltung (+3,0) stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen im September vergleichsweise stark an.
In 20 von 37 analysierten Berufsgruppen zeigte die Entwicklung hingegen nach unten: Am deutlichsten wird der Rückgang im Bank- und Finanzwesen (-6,4%) sowie im Marketing (-5,7) sichtbar. Aber auch in den Bereichen Elektrotechnik (-4,7), Softwareentwicklung (-3,5) und Projektmanagement (-3,3) wurden im September deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als im August. Gleiches gilt für den Bereich Personalwesen (-2,7%), der als Frühindikator für den gesamten Stellenmarkt gilt.
Denn bevor Unternehmen neue Mitarbeiter in großer Zahl einstellen, bauen sie üblicherweise zuerst ihre HR-Abteilungen aus.
Im Bundesländervergleich zeigt sich ebenfalls ein gemischtes Bild. Während in Berlin (-1,9%) und Hamburg (-0,4%) im Monatsvergleich weiterhin weniger Jobs ausgeschrieben werden, gibt es in allen anderen Bundesländern ein positives Wachstum. So entwickeln sich die wirtschaftsstarken Bundesländer Bayern (+0,6%), Baden-Württemberg (+1,6) und Nordrhein-Westfalen (+2,0) allesamt leicht positiv.
Am stärksten fällt der Zuwachs im Saarland mit 9,2% aus, wobei der Stellenmarkt hier aufgrund seiner vergleichsweise kleinen Größe tendenziell volatiler ist.
Quelle: Pressemitteilung von indeed
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 




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