In Deutschland zieht mehr als jeder Zweite einen Jobwechsel in Betracht – vor allem dann, wenn Arbeitsumfeld, Technik oder Führung nicht stimmen. Das zeigt der neue „Arbeitsplatz-Trendreport 2025“ der WORKTECH Academy, welcher im Auftrag des Outsourcing-Dienstleisters SPS durchgeführt wurde. Über 570 Angestellte aus sieben Ländern und acht Branchen – darunter Finanzen & Banken und Versicherungen – wurden zu Produktivität und Arbeitsplatzbedingungen befragt.
62% der Führungskräfte erwägen Jobwechsel
Die größten Frustrationen entstehen laut Umfrage durch mangelnden Zugang zu Technologie, die schleppende Einführung neuer Tools, unklare Kommunikation und fehlende Führung. Auch Ablenkungen im Büro erschweren konzentriertes Arbeiten. Das Ergebnis: geringere Produktivität und mehr Verunsicherung bei Mitarbeitenden, die sich einen geeigneten Ort zum Arbeiten wünschen.
Weltweit würden 62% der Führungskräfte ihren Job wechseln, wenn das Arbeitsumfeld nicht stimmt. Im mittleren Management sind es 61%. Besonders hoch ist die Bereitschaft in der Rechtsbranche (69%), gefolgt von Finanz- und Tech-Sektor (je 62%). In der Versicherungsbranche würde jeder Zweite über einen Wechsel nachdenken.

Produktivität braucht die richtigen Bedingungen
Gleichzeitig geben 40% der Befragten an, heute produktiver zu sein als vor der Pandemie. Besonders deutlich ist der Anstieg bei Führungskräften: Die Hälfte im Senior Management berichtet von höherer Produktivität. Gleichzeitig kämpfen Führungskräfte im mittleren Management häufiger oft mit Produktivitätsverlust. So gaben diese mehr als dreimal so häufig wie das obere Management an, dass ihre Produktivität seit der Pandemie abgenommen habe – aufgrund zu vieler Meetings und fehlender Ressourcen.

Junge Mitarbeitende fühlen sich im Umgang mit KI unsicher
Künstliche Intelligenz (KI) ist für viele Beschäftigte längst Teil des Arbeitsalltags und dem Einfluss von KI grundsätzlich positiv gegenüber. Die Bewertungen fallen je nach Hierarchie sehr unterschiedlich aus. Im Top-Management zeigen sich 39% „begeistert“ – in der frühen Karrierephase sind es nur 18%. Letztere berichten, dass es an klaren Vorgaben fehlt, welche Tools verwendet werden sollen und wie diese anzuwenden sind.

Deutsche Mitarbeitende gegenüber KI besonders skeptisch
61% der befragten Mitarbeitenden in Deutschland nutzen heute bereits KI-gestützte Tools oder Automatisierungstechnologien – ein Wert im Mittelfeld des internationalen Vergleichs. Auffällig ist: Die Skepsis gegenüber KI ist in Deutschland besonders ausgeprägt. 18% zeigen sich besorgt oder ängstlich, wenn es um den Einfluss von KI auf ihre Arbeit geht – der höchste Wert unter allen teilnehmenden Ländern, mit Ausnahme der USA (17%).

Quelle: Pressemitteilung WORKTECH
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Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer betreibe ich diese Website und das gleichnamige 




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