Welttag der Komplimente - Lob und Anerkennung

Lob und Komplimente im Job – 7 Tipps für Führungskräfte

Lob und Komplimente im Job gelten als Basis für Wertschätzung. Zum Welttag der Komplimente am 01.03. gibt Patrick Löffler, CEO und Co-Founder von up givve, sieben Tipps für Führungskräfte für ein besseres und produktiveres Miteinander im Job.

Welttag der Komplimente am 01. März

Komplimente und Lob im Job können eine mächtige Wirkung haben und sind nicht selten großer Treiber für die Motivation ihrer Empfangenden. Egal ob

  • “Sie beweisen Kompetenz!”
  • “Das ist dir ganz großartig gelungen.”
  • “Respekt, wie Sie die Aufgabe gemeistert haben.”

Große Klasse, dass es dafür seit exakt 20 Jahren auch einen eigenen Tag gibt – den Welttag der Komplimente. Seinen Ursprung hat er in den Niederlanden. Doch mittlerweile gilt er als europäischer Vorschlag zum positivsten Tag auf der Welt. Und das mit Recht, denn nette Worte zu Leistung und Kompetenz im Beruf hört doch jeder ab und zu gern und nicht nur das.

Auch für diejenige Person, die ein Kompliment ausspricht, hat dies positive Effekte. Kurzum: Spätestens dieser Tag sollte für Sie ein Anlass sein, das Positive der Mitarbeitenden zumindest mit Worten hervorzuheben und diesem Beachtung zu schenken. Vor allem falls dies in Ihrem Unternehmensalltag noch fehlt.

Komplimente und Lob sind mehr als nur Nebensache

In der Lage zu sein, Komplimente zu machen, ist zudem weit mehr als nur eine nette Nebensache. Vielmehr ist die Fähigkeit, auszudrücken, was ein Mensch gut macht, eine wichtige Führungskompetenz und gilt quasi als Schmierstoff für eine reibungslose Zusammenarbeit.

Worauf kommt es aber an, wenn Sie jemandem ein Kompliment im Berufsalltag machen möchten? Was kommt an und was sind absolute No-Gos, die es zu vermeiden gilt? Wie formulieren Sie lobende Worte so, dass sie von den Empfangenden auch wirklich richtig verstanden werden?

Die folgenden Tipps liefern Ihnen einen Leitfaden.

Sieben Tipps für Lob im Job

Aufrichtig und authentisch

Allem voran steht die Aufrichtigkeit, die einem Kompliment innewohnen sollte. Ein gelungenes Kompliment zeichnet sich dadurch aus, dass es ernst gemeint und eine ehrliche Wertschätzung des Gegenübers ist. Aussagen wie “Sie sind einzigartig.” erscheinen wenig glaubhaft und sind auch nicht besonders einfallsreich. Klarer wäre es, eine ganz konkrete Eigenschaft hervorzuheben, die Ihnen beim Gegenüber positiv auffällt, zum Beispiel “Sie sind äußerst zielstrebig und verhelfen uns dadurch zu sehr guten Ergebnissen.”

Konkrete Formulierungen

Dieser Punkt schließt nahtlos an den vorherigen an. Allgemeinplätze kommen beim Empfangenden weniger an als solche, die sich konkret auf eine bestimmte Eigenschaft beziehen. Je expliziter das Lob, desto ehrlicher kommt es rüber und desto positiver wirkt das Kompliment sich auf die gelobte Person aus. Vermeiden Sie zudem unbedingt Mehrdeutigkeiten, denn sie können dazu führen, dass ein Kompliment schlichtweg falsch verstanden wird und damit seine Wirkung komplett verfehlt.

Wissen, Leistung und Expertise betonen

“Diese Präsentation hast du nachvollziehbar und klar strukturiert und toll vorgetragen.” Im beruflichen Kontext sollte sich ein Kompliment auf das beziehen, was Mitarbeitende mit ihrer Arbeit geleistet haben. So wie in diesem Beispiel. Aber Achtung: Vermeiden Sie es, Äußerlichkeiten zu betonen. Das kann schnell nach hinten losgehen, als Flirtversuch interpretiert und im Zweifel sogar als sexuelle Belästigung gewertet werden.

Charakterzüge hervorheben

Auch charakterlichen Eigenschaften dürfen Sie gern ein Kompliment machen. Beispiel: “Ich bewundere dich für deine Schlagfertigkeit. Mit deinen Antworten hast du den Kunden schnell für dich gewonnen.” oder auch “Auf Sie kann man sich verlassen.” Über solche Worte werden sich alle Mitarbeitenden freuen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Ihre Worte so konkret wie möglich und sachlich formuliert sind.

Loben in Maßen statt in Massen

Auch wenn sie schön sind und nett gemeint, nutzen Sie Komplimente bitte nicht inflationär. Wer mit Komplimenten nur so um sich schmeißt, dem nimmt man sie irgendwann nicht mehr ab. Setzen Sie positive Worte lieber sparsamer ein, dafür inhaltlich gern großzügig und gut gewählt. Ein tägliches “Toll gemacht.” hat im Zweifel weniger Wert als eine wöchentliche Bekundung zu konkreten Leistungen, die Sie positiv hervorheben.

Wohlüberlegtes Wann

Empfehlenswert ist es zudem, sich Gedanken über den Zeitpunkt zu machen, an dem Sie ein Kompliment aussprechen. Mag der Kollege oder die Kollegin es eventuell lieber unter vier Augen als vor versammelter Mannschaft? Ist ein Team-Meeting wirklich der richtige Anlass oder spreche ich mein Kompliment lieber im intimeren Feedbackgespräch aus? Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Eine pauschale One-fits-all-Lösung gibt es nicht.

Verstecktes Lob und Kompliment

Vielleicht fällt es Ihnen selbst nicht leicht, jemandem mit Worten Wertschätzung entgegenzubringen. Dann ist dieser Tipp wie für Sie gemacht. Fragen Sie besagten Menschen um Rat oder nach ihrer bzw. seiner Meinung. So geben Sie Ihrem Gegenüber auf subtile Weise das Gefühl, sein bzw. ihr Wissen und Expertise wertzuschätzen und machen auf diese Art ein Kompliment.

Komplimente steigern Glücksgefühle

Es ist tatsächlich so, dass Komplimente, wenn sie richtig gemacht werden, körperliche Reaktionen hervorrufen. Dies zeigen diverse psychologische Studien; die Positive Psychologie etwa beschäftigt sich mit dem Thema bereits seit den 1940er Jahren. Der US-Wissenschaftler Abraham Maslow stellte in diesem Zusammenhang schon damals fest, dass Komplimente die Anerkennung und damit den eigenen Selbstwert steigern.

Komplimente bewirken in unserem Gehirn nämlich die Ausschüttung des sogenannten Bindungshormons Oxytocin. Sprich: Wir fühlen uns mit unserem Gegenüber verbunden. Auch Dopamin, der “Botenstoff des Glücks” und Serotonin, das das Wohlbefinden steigert, werden durch schöne Worte verstärkt ausgeschüttet. Der Körper spürt quasi direkt, dass etwas Gutes passiert.

Das wiederum stärkt die Arbeitsbeziehung zwischen Führungskraft und Angestellten und auch zwischen den Kolleginnen und Kollegen untereinander. Gleichzeitig wirken sich Komplimente auch auf die Gesundheit aus – sowohl physisch als auch psychisch. Sie wirken wie die Medizin des Berufsalltags und tragen so zum Wohlbefinden bei.

Das steigert letztlich die Arbeitsqualität sowie die Produktivität der Mitarbeitenden und trägt zu einem positiven Arbeitsklima und Teamspirit für alle Beteiligten bei.

Was wollen Sie mehr!?

Doch Obacht: Das Ganze kann auch süchtig machen.
Schöpfen Sie Ihren Wert also nicht ausschließlich aus dem Außen.

So nehmen Sie ein Kompliment an

Auch wenn die meisten Menschen von sich behaupten, dass sie gern ein Kompliment bekommen, so entsteht im entscheidenden Moment nicht selten ein Gefühl der Scham. Etwa aufgrund von Bescheidenheit oder mangelndem Selbstbewusstsein. Anstatt mit Schweigen oder womöglich einem Gegenargument zu reagieren, ist es professioneller und bezeugt auch Ihrem Gegenüber Wertschätzung, wenn Sie sich schlicht und einfach dafür bedanken, zum Beispiel mit den Worten “Danke, das weiß ich sehr zu schätzen.”

Schließlich haben Ihre Kolleg:innen oder Chef:innen nun einmal diese Meinung von Ihnen und möchte sie zum Ausdruck bringen. Auch das anerkennende Reagieren auf ein Kompliment stärkt somit eine Beziehung nachhaltig.

Gut zu wissen: Um ein Kompliment machen zu können, ist es essenziell, selbst ein solches annehmen zu können. Es verhält sich nämlich so: Dadurch, dass Sie jemandem ein Kompliment machen, zeigen Sie der Person, was ihr Verhalten bei Ihnen selbst ausgelöst hat.

Last but not least: Loben Sie Ihre Vorgesetzten!

Ein Kompliment hat noch keinem geschadet. Ja, auch Führungskräfte und Menschen aus der Chefetage sind offen für ein Kompliment und freuen sich über diese Seelenschmeichler. Achten Sie darauf, dass es auch hier fachlich und professionell bleibt, sonst könnten Kolleg:innen Sie schnell als “Schleimer:in” abstempeln.

Doch ein gutes Wort an die Spitze sollte, wenn es ernst gemeint ist, unbedingt stattfinden. Mit dieser “Führung von unten” können Sie letztlich sogar den Führungsstil positiv beeinflussen und das wiederum stärkt das gesamte Arbeitsklima und die Beziehungen untereinander.

Wenn Sie dies noch nie getan haben, dann wäre doch der heutige Welttag der Komplimente eine passende Gelegenheit dazu, oder?

Patrick Löffler

Patrick Löffler, CEO und Co-Founder von givve zum Thema Lob und Komplimente im Job

Patrick Löffler ist CEO und Mitgründer von givve, einem Unternehmen, das Produkte für den steuerfreien Sachbezug entwickelt und vertreibt. Mit den digitalen Lösungen Givve Card und Givve Lunch will Löffler seinen Teil zur Gesundheit der Mitarbeitenden und der Bindung neuer Talente an Unternehmen beitragen.

Er selbst achtet auf eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung, ehrliche und bedürfnisorientierte Kommunikation und darüber hinaus findet Löffler Ausgleich beim Sport und Meditieren.

>> LinkedIn-Profil von Patrick Löffler

>> Website von up givve

Credits Titelbild: Christoph Sahner/@lookclosely62

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