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Weihnachts-Feiertage am Wochenende: Diesen Ausgleich fordern die Deutschen

Eine Umfrage zeigt: 59% der Deutschen wünschen sich einen Ausgleichstag aufgrund der Feiertage, der 1. Weihnachtstag und Neujahr, die dieses Jahr auf das Wochenende fallen. 10% der Arbeitnehmer:innen profitieren bereits von solch einer internen Regelung.

In Deutschland Ausgleich bisher nicht üblich

Kein Ausgleich für die deutschen Arbeitnehmer:innen: Da der 1. Weihnachtstag sowie Neujahr jeweils auf einen Sonntag fallen, bringen beide Feiertage in diesem Jahr keine arbeitsfreie Zeit. Während in anderen europäischen Nationen wie Belgien und Spanien derartige Feiertage nachgeholt werden, wurde ein solcher Gesetzentwurf jüngst im sächsischen Parlament abgelehnt. Dennoch ist der Wunsch nach einem Ausgleich unter den Beschäftigten groß: 59% fordern einen zusätzlichen freien Tag, 28% wünschen sich eine einmalige Sonderzahlung, sollten Feiertage auf einen Sonntag fallen. Das geht aus einer repräsentativen Appinio-Befragung unter 1.000 Deutschen im Auftrag von der Jobseite Indeed hervor.

Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Ausgleichstag

Für die Belegschaft, die wochentags arbeiten geht, sind Weihnachten, der 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr verlorene freie Tage. Während sich 86,3% der Befragten einen Ausgleich in Form von einem “zusätzlichen” freien Tag oder einer Sonderzahlung wünschen, sehen 9% keine Notwendigkeit eines Ausgleichs für Arbeitnehmende. Überraschend ist, dass Personen mit Kindern mit 54% seltener einen weiteren freien Tag fordern als Kinderlose (62%). Im Hinblick auf die Einkommensgruppen steigt das Interesse nach einem arbeitsfreien Tag mit dem monatlichen Nettoeinkommen. Während 53% der Befragten mit geringem Einkommen (1000 bis 2000 Euro) einen freien Tag fordern, sind es bei den Erwerbstätigen mit einem Gehalt von über 4000 bis 5000 Euro 70%.

11% der Arbeitgeber geht proaktiv beim Ausgleich von Feiertagen vor

Bisher gibt es von staatlicher Seite keine gesetzliche Vorgabe, wie mit Feiertagen am Wochenende umgegangen werden soll. Dennoch haben laut Angaben der Befragten 16% der Arbeitgeber selbst bereits über eine interne Regelung nachgedacht. 11% der Befragten geben an, dass an ihrem Arbeitsplatz ein Ausgleich für die Belegschaft eingeführt wurde. Bei 3,4% ist eine Anpassung der Feiertage am Wochenende in Planung, abgelehnt wurde eine Regelung bei 1,4%.

Positiver Effekt bei zusätzlichen freien Tagen?

Die Forderung nach einem Ausgleichstag begründen etwa Politiker*innen von Die Linke damit, dass jeder verlorene Feiertag mehr Stress und weniger Erholung für Berufstätige bedeutet. Tatsächlich würden 77% der Deutschen von sich behaupten, dass sie in Wochen mit einem zusätzlichen freien Tag produktiver arbeiten. Damit hätte ein Ausgleichstag für Feiertage an den Wochenenden nicht nur für Arbeitnehmende, sondern auch für die Arbeitgebende einen positiven Effekt.

Während in vielen Ländern ausfallende Feiertage bereits selbstverständlich nachgeholt werden, müssen Arbeitnehmer*innen hierzulande in der Regel darauf verzichten. Das kann sich negativ auf die Motivation und Leistung auswirken. Arbeitgeber*innen können der Politik jedoch einen Schritt zuvor kommen, die Feiertage eigenständig nachholen und damit nach innen und nach außen ein positives Zeichen setzen.

Quelle: Pressemitteilung Indeed

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Alina Eickhorst

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