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Serious Gaming via ePlayces

Serious Gaming: Mit Online Escape Games die Revolution im Recruiting starten

Eine Studie des MIT bestätigt, dass Geschichten 21 Mal (!) besser im Kopf bleiben als schlichte Fakten. Vorhang auf für Serious Games! Sie entführen Bewerber in eine spannende Geschichte und finden dabei heraus, wer ganz genau zum Unternehmen passt und umgekehrt. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Skalierbare Bewerber-Screenings und Performance-basiertes Job-Matching? Sind mit Serious Gaming kein Problem. Außerdem vermitteln sie nicht nur Wissen und Fähigkeiten, sondern stärken auch die Arbeitgebermarke und katapultieren das Unternehmen aufs Siegertreppchen der coolsten Arbeitgeber.

Gastautor Thorben Steenmanns widmet sich der Frage, wie Sie die Vorteile von Serious Gaming nutzen und in Ihrem Unternehmen einsetzen können.

Was ist Serious Gaming? Raus mit der Sprache!

Serious Gaming ist das Gegenteil von staubtrockenen Schulungen, Prozessoptimierungen und Bewerbungsgesprächen. Wo sonst Langeweile lauert, bringt Serious Gaming Spaß und Action beim Weiterbilden, Lernen und Bewerben. Die Ziele von Serious Gaming sind so vielfältig wie die Branchen und Bereiche, in denen es eingesetzt wird. Grundlegend geht es darum, Talente zu entdecken, die genau zum Unternehmen passen. Auf diese Weise werden Themen wie Entscheidungsfindung, analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit, Führungskompetenz oder Produktivität getestet und geschult.

Und wie das MIT so schön sagt: Die Geschichten sind dabei der Teil, der den Lern- und Auswahlprozess mit Lichtgeschwindigkeit voranbringt.

Weshalb macht der Mix mit Online Escape Games Sinn?

Mal ehrlich: HR-Manager beobachten ihre Bewerberinnen und Bewerber am liebsten auf freier Wildbahn und in Action. Und genau das versprechen Online Escape Games. Die Bewerber vergessen nach kurzer Zeit, dass Ihre Performance gemessen wird und reagieren so, wie sie es im echten Arbeitsalltag wahrscheinlich auch tun würden. In Escape Games können Sie als Unternehmen genau sehen, welche Bewerber die größte Motivation mitbringen und wer es schafft, auch seine Mitspieler zu Höchstleistungen anzuspornen. Denn Teamfähigkeit wird dort groß geschrieben. Ganz nebenbei können die Bewerber schon etwas über das Unternehmen lernen, indem sie sich unbewusst durch die Geschichte der Firma bewegen und sie auf diese Weise besser kennenlernen.

Auf diese Weise werden Online Escape Games dann zu Serious Escape Games.

Der Bewerbungsprozess im Wandel

Bye Bye, Babyboomer – langsam aber sicher geht die Arbeits-Ära dieser Generation zu Ende. Ihre Nachfolger stehen schon in den Startlöchern: die Kandidaten der Gen Z. Die „Zoomer“ bringen völlig neue Wünsche  und Forderungen ins Spiel. Diese Wunschliste können Sie sich leisten, weil sie in Zukunft beim Job-Poker die Karten in den Händen halten.

Eine Statista-Studie zeigt, dass schon jetzt 94 % der potenziellen Bewerber in einer festen Anstellung stecken und deshalb gar nicht verfügbar sind. Das bedeutet: Unternehmen fischen künftig nicht mehr in vollen Becken, sondern müssen die Fische schon fast mit der Lupe suchen. Wer als Unternehmen noch darauf wartet, dass die Bewerber von selbst an die Tür klopfen, wartet lange.

Die Kandidaten haben die Power und wollen umworben werden

Eine Studie der Universität Bamberg belegt, dass 59 % der potenziellen Bewerber umworben werden möchten, statt sich selbst bei den Unternehmen zu melden. Die Bewerber haben in Zukunft die Power beim „Job-Tinder“ und können entscheiden, bei welchem Kandidaten sie nach rechts swipen, um ihn genauer kennenzulernen. Die Zoomer legen großen Wert auf Networking und vertrauen diesen Kontakten.

Das wird bei der Betrachtung der Kriterien klar, nach denen sie einen Arbeitgeber auswählen: Auf Platz Eins liegen die Empfehlungen von Freunden, Bekannten und der Community. Unternehmen sind in Zukunft also noch stärker darauf angewiesen, wie gut sie bei Kununu, XING und Linkedin dastehen und welche Erfahrungen der Freundes- und Bekanntenkreis mit ihnen macht.

Phantastische Mitarbeitende und wo sie zu finden sind

Auf öden Jobportalen verbringt Gen Z ihre Zeit jedenfalls nicht. Stattdessen sind die Zoomer auf Social Media & Co. unterwegs und haben sicher keine Lust auf staubtrockene Anzeigen. Sie haben als Unternehmen die Chance, dass auf Ihren Kanälen und den Profilen Ihrer Partner ein echtes Erlebnis wartet, sodass die Bewerber ins Staunen kommen, statt herzhaft zu gähnen.

Die Candidate Experience wird immer wichtiger

„Wir freuen uns über Dein Interesse an einer Tätigkeit bei uns. Wir werden uns zeitnah bei Dir melden.“ So ähnlich hört sich oft die Nachricht an, die nach der Bewerbung ins Postfach flattert. Mit diesen Standardfloskeln geht die Bewerbermotivation verständlicherweise schneller den Bach runter als ein Schlauchboot beim Wildwasserrafting. Und die Candidate Experience gleich mit.

Die Candidate Experience beschreibt die Erfahrungen, welche Bewerberinnen und Bewerber während des kompletten Bewerbungsprozesses mit dem Unternehmen machen. Angefangen bei der kleinsten E-Mail bis hin zum Unterzeichnen des Arbeitsvertrags. Besonders die Gen Z ist ein digitales Wunderland gewohnt. Von eingestaubten Bewerbungsprozessen, die provisorisch mit etwas New-Work-Lametta aufgehübscht wurden, lassen sie sich bestimmt nicht beeindrucken.

Serious Gaming: Der Bewerbungsprozess wird zum Spiel

Was unternimmt ein Unternehmen also, wenn potenzielle Sich-Bewerbende bereits einen Job haben, sich nicht mehr auf Jobbörsen, sondern in Social Networks herumtreiben und der Meinung ihrer Community am meisten vertrauen? Genau: Man entwickelt ein Konzept, das nicht nur effizient ist, sondern auch Spaß macht und Bewerber wie von selbst anlockt. Serious Gaming mit einer Prise Online Escape Games.

Ein Game sagt mehr als tausend Worte

Platon sagte einmal: „Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.“ Der Philosoph wusste also schon damals, auf was es bei modernem Recruiting einmal ankommen wird. Die Bewerberinnen und Bewerber sollen ins Team passen? Dann schicken Sie Ihre besten Beschäftigten ins Rennen und lassen Sie diese ein Serious Game spielen.

Ihre Ergebnisse können dann dazu beitragen, Sich-Bewerbende mit ähnlichen Qualifikationen auszuwählen oder Menschen zu finden, die Ihre besten Mitarbeitenden ergänzen.

Erfolgreiches Employer Branding mit Serious Escape Games

Stellenausschreibungen auf Karriereportalen? Liest in naher Zukunft keiner mehr. Ein exklusiver Passport zu einem Online Escape Game, um mit interessanten Leuten aus der ganzen Welt eine spannende Mission zu erfüllen?

Klingt spannend und lässt sogar Gen Z aufhorchen. Das Stichwort der Stunde lautet Employer Branding. Mit Serious Games aka Employer Branding Games fallen auch Unternehmen wie beispielsweise Infineon – ein Zulieferer aus der Chip-Branche – auf, die ansonsten häufig unter dem Bewerber-Radar fliegen. Dabei lassen sich auch Alleinstellungsmerkmale wie die Corporate Identity, der erste Firmen- oder Produktionssitz oder besondere Leitsätze in das eigene Serious Game einbauen. So werden spannende Fakten und Unternehmenswerte spielerisch und firmenauthentisch vermittelt.

Mit einem coolen Recruiting-Ansatz erreichen Sie auch Kandidatinnen, die klassischen Bewerbungsverfahren normalerweise aus dem Weg gehen. Das sorgt für Diversität und bringt außergewöhnliche Menschen in Ihren Bewerberpool. Außerdem erhalten in einem Serious Game selbst die Bewerber (m/w/d) eine Chance, welche im Bewerbungsprozess unbeabsichtigt in Schockstarre verfallen. Einmal im Flow können auch Sie Ihre Fähigkeiten zeigen und sicher für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Serious Games sind effizient und sparen Zeit

Mit Serious Gaming lassen sich nicht nur Bewerberdaten in Echtzeit sammeln, sondern auch die Performance der Spieler anschließend genau auswerten und aufbereiten. Die HR-Manager können sich dann genau die Bewerber rauspicken, die sie persönlich kennenlernen möchten und haben mehr Zeit für Talent-Management und Co. Schließlich haben 62% der HR-Manager ihren Beruf ausgewählt, weil sie “Was mit Menschen” machen wollten.

Für Krokodilstränen sorgt dann die Tatsache, dass 42% ihrer Arbeitszeit für Administration draufgeht. Serious Gaming geht auf die Jagd nach überflüssigen Zeitfressern und befreit HR-Manager aus den Fangzähnen der Administration.

Wie hilft Serious Gaming im Onboarding?

So viel Input, so wenig Zeit. Am ersten Arbeitstag versuchen neue Mitarbeiter verzweifelt, sich alle Namen richtig zu merken und die neuen Tools zu verstehen. Damit sie am nächsten Morgen wiederkommen und das Unternehmen nachhaltig mit ihrem Input weiterbringen, ist ein funktionierendes Onboarding wichtig.

Unternehmensbindung mit Online Escape Games stärken

30% der eingestellten Mitarbeitenden erblicken nie das Tageslicht des neuen Arbeitsplatzes – sie kündigen einfach vorher schon wieder. Das kann natürlich viele Gründe haben. 83% der Studien-Teilnehmer gaben jedoch zu bedenken, dass die Zahl mit einem früheren und erfolgreicheren Onboarding gesenkt werden könnte.

Online Escape Games machen es möglich, den Mitarbeitenden schon vor dem ersten Tag einen Vorgeschmack auf die Unternehmenskultur und den neuen Job-Alltag zu geben. Auf diese Weise fiebern die Kandidatinnen und Kandidaten dem Arbeitsstart nicht mit Angst entgegen, sondern voller Freude. Auch die durchschnittliche Mitarbeiter-Fluktuationsrate von 32% pro Jahr kann mit Online Escape Games gesenkt werden.

Automatisieren und verbessern Sie Ihre Onboarding-Prozesse und machen Sie die Inhalte dadurch interessanter und erlebbar. Auf diese Weise haben die Neulinge mehr Spaß an der Einarbeitung und werden langfristig an Ihr Unternehmen gebunden.

Serious Gaming als Tool für Onboardings aus dem Homeoffice

Homeoffice-Onboardings sind entspannt? Von wegen! Sätze wie “Du bist gemuted, man hört dich nicht.” sind genauso Teil des Videocall-Alltags wie aufgeregte Haustiere oder eine instabile Internetverbindung. Außerdem gehen durch Remote-Work häufig die Nähe zu Kollegen, Vorgesetzten und der Unternehmensphilosophie verloren.

Ein Serious Game kann speziell auf die Besonderheiten des Remote-Onboardings zugeschnitten werden, sodass Standardprozesse und Unternehmensidentifikation spielend im Homeoffice vermittelt werden.

>> Online Event zum Serious Gaming

Besuchen Sie auch meine...Themenseite Homeoffice, mobiles Arbeiten und hybrid work

Thorben Steenmanns

Thorben Steenmanns von ePlayces

 

Thorben Steenmanns ist Leiter der Business Unit “B2B Online Events” und beschäftigt sich federführend mit der Entwicklung der Abteilung Serious Gaming. Dabei verantwortet er Key Account Projekte bei ePlayces, dem Marktführer für Online Escape Room Konzepte und Events in Deutschland. Seine Expertise basiert unter anderem auf dem Aufbau der Marke ePlayces und der Leitung zahlreicher Kundenprojekte im Bereich Serious Gaming.

>> zur Website von ePlayces

2 Antworten

  1. Hallo Walter,

    vielen Dank für Ihr Feedback und Ihr Interesse an unserem Gastbeitrag!
    Die beiden Zahlen habe ich wissenschaftlichen Studien entnommen, die marktübergreifend durchgeführt wurden.
    Die 30%ige No-Show Quote wurde von Haufe ermittelt (https://www.myonboarding.de/studien?akttyp=organische%20suche&med=google&aktnr=84834&wnr=04393672) und die Fluktuationsrate haben wir dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit (2018) entnommen (https://qualitrain.net/blog/fluktuationsrate-branchenvergleich/#:~:text=In%20Deutschland%20hat%20sich%20die,%2C8%20%25%20f%C3%BCr%202017%20erh%C3%B6ht.).

    Da ich mich in diesem Gastbeitrag keiner speziellen Branche gewidmet haben, fande ich, dass marktübergreifende Statistiken durchaus vertretbar sind. Ich stimme Ihnen allerdings zu, wenn man sich einzelne Branchen wie z.B. Consulting, Telekommunikation, Automotive, etc anguckt, sind die Quoten geringer. Wenn auch trotzdem noch besorgniserregend hoch, wenn man sich die absoluten Werte dahinter anschaut. Das wollen wir ändern!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thorben Steenmanns

  2. 30% no-shows und eine „durchschnittliche Mitarbeiter-Fluktuationsrate von 32% pro Jahr“ sind m.E. absurde Vergleichswerte, beziehen sich vermutlich auf sehr spezielle Branchen wie z.B. Gastronomie oder Bau? Bis dahin war der Artikel interessant, ab da nur noch Werbung, schade.

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