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HR-Startup talentbay

talentbay: Vernetzung Studierender mit Fachexperten in Unternehmen

Das HR-Startup talentbay nutzt das Tinder-Prinzip zum Matching Studierender mit Fachexperten aus Unternehmen. Dabei sollen bereits vor dem Studienabschluss Top-Talente mit Experten-Teams vernetzt werden und sich gegenseitig kennenlernen. CEO Marc Irmisch-Petit gibt mir im Interview Einblicke, was das Unternehmen besonders macht.

Was das Startup talentbay anbietet

Hallo Marc, magst du euer Start-up talentbay kurz selbst vorstellen?

Hallo Stefan, sehr gerne. talentbay ist eine neue Karriere- und Netzwerk-Plattform, die Studierende aus Europa direkt mit ihren zukünftigen Kolleginnen und Kollegen vernetzt. Und das lange bevor die Personalabteilung eine konkrete Stelle überhaupt ausgeschrieben hat. Der Prozess funktioniert nach dem Tinder-Prinzip: ganz unkompliziertes und direktes Matching.

Hinter talentbay stehen unsere beiden Gründer Marcus Otto und Michael Wenglein sowie Sylvia Edmands, unsere COO, und ich, Marc Irmisch-Petit, CEO von talentbay. Marcus und Michael (Mike) sind Investoren aus Leidenschaft und seit vielen Jahren in der Digital- bzw. Techwelt zuhause. Sylvia und ich kennen die HR- und Karriere-Welt und möchten das Recruiting für alle – Studierende, Personaler, Fachabteilungen und Unternehmen – verbessern.

Vernetzung abseits von Social Media Plattformen

Warum habt ihr neben den Social Media Plattformen wie XING und LinkedIn eine eigene Vernetzungsplattform gebaut?

talentbay ist anders: Wir vernetzen High Potentials direkt mit den Fachabteilungen der Unternehmen – ohne langwierige Recruiting-Prozesse. Und dabei setzen wir schon viel früher an, nämlich bei Studierenden und AbsolventInnen. Die haben zum Berufseinstieg kaum Praxis-Erfahrung und noch kein Netzwerk. Auf den gängigen Karriere-Plattformen liegt der Fokus aber oft genau darauf. Das schüchtert die jungen Talente ein.

Mit talentbay möchten wir den High Potentials dabei helfen, sich mit Unternehmen zu vernetzen und ihren Traumjob zu finden. Unser Matching berücksichtigt dabei vor allem deren Stärken, ihre Skills und Interessen. Das nützt auch Unternehmen. Denn passende, qualifizierte Mitarbeitende zu finden, wird immer schwieriger.

Das haben wir schon am eigenen Leib erfahren. Durch unser Matchmaking können Unternehmen sich im War for Talents behaupten. Und die Teams können ein Netzwerk an potentiellen Kolleginnen und Kollegen aufbauen. Das spart Zeit und Geld.

Warum über talentbay vernetzen?

Wie erreicht ihr die notwendige Anzahl an teilnehmenden Studis? Warum kommen diese zu euch?

Wir sprechen die Studierenden dort an, wo sie sich am meisten aufhalten: online, in den sozialen Netzwerken. Aber auch über viele offline Kanäle der Unis wie Fachschaften. Dass die Studierenden sich dann für talentbay entscheiden, liegt vor allem daran, dass die Plattform leicht zu bedienen ist. Und zwar von überall. Wir ermöglichen es Studierenden, ganz bequem auf Jobsuche zu gehen und ihre neuen Teams direkt kennenzulernen. Und das schätzen sie an talentbay.

Studierende und Networking vor dem Jobeinstieg

Wie erlebt Ihr die Studierenden in Deutschland: Ist das Interesse an Vernetzung schon vor einem Jobeinstieg wirklich so groß?

Auf jeden Fall. Das zeigen nicht nur unsere eigenen Erfahrungen, sondern auch viele Studien. Die Absolventinnen und Absolventen kennen sich zwar in der Theorie aus, fühlen sich aber meistens nicht gut vorbereitet auf den Berufseinstieg. Das liegt vor allem daran, dass die Verknüpfung von Theorie und Praxis im Studium leider oft untergeht. Viele Studierende möchten sich schon während des Studiums mit den potenziellen Arbeitgebern Austauschen und Netzwerken. Denn nur so können sie wissen, ob es passt.

Sind beispielsweise die Arbeitszeiten so flexibel wie angegeben? Kann ich meine Stärken auch wirklich einbringen? Ist das Team so harmonisch wie versprochen? Wichtige Fragen, die eine klassische Stellenanzeige nicht beantwortet.

Employer Branding über Teams, nicht Unternehmen

Ihr setzt bewusst auf die Vernetzung zwischen Studierenden und Teams, also einer Gruppe von Einzelpersonen. Welche Vorteile hat dies im Vergleich zu Einzelprofilen oder Unternehmensaccounts?

Die einzelnen Teams können meist am besten einschätzen, welchen Bedarf es in ihren Abteilungen  gibt und welche Anforderungen geeignete Kandidatinnen und Kandidaten mitbringen müssen. Das ist auch abhängig von der Unternehmensgröße. Bei Mittelständlern oder großen Konzernen beispielsweise gibt es häufig stark spezialisierte Abteilungen, ob im Marketing, der IT oder Entwicklung.

Da blicken RecruiterInnen nicht mehr durch, welche Anforderungen die Jobsuchende mitbringen müssen. Und die betreuen die Unternehmensaccounts auf den meisten Plattformen. Das führt nicht wirklich zum Erfolg und einer langanhaltenden Zusammenarbeit.

Welche Rolle spielt HR bei dieser Vernetzung?

Immer noch eine sehr wichtige. Auch wenn gerade ein großer Wandel im Recruiting stattfindet und  viele Unternehmen inzwischen ihre Fachabteilungen aktiv in den Bewerbungsprozess mit einbinden.

HR ist auch in modernen Recruiting-Prozessen unerlässlich und ein wichtiges Bindeglied zwischen Jobsuchenden und Teams. Vor allem natürlich für alles, was nach dem Kennenlernen kommt.

Matching nach dem „Tinder-Prinzip“

Das Zusammenführen von Studierenden und Teams erfolgt über das „Tinder-Prinzip“. Mit welchen Informationen oder News-Updates können die Teams gegenüber den Studis werben?

Bei Tinder ist es vor allem das Profilbild, mit dem das Gegenüber „gecatcht“ wird. Bei talentbay ist das ähnlich: Ein gutes Bild sorgt für Aufmerksamkeit. Aber ausschlaggebend ist natürlich was dahinter ist. Also wie beim Dating auch die inneren Werte.

So die Theorie beim Tinder-Dating…

Die Teams haben 140 Zeichen, um Bewerber:innen von sich zu überzeugen – das ist nicht leicht. Sie entscheiden selbst, welche Informationen sie preisgeben und wie sie sich präsentieren. Und dabei geht es nicht um Job-Titel. Im Gegenteil: bei talentbay gibt es nicht einmal eine Jobsuchfunktion.

Der erste Eindruck muss stimmen, um die High Potentials von sich zu überzeugen. Und wenn man das schafft, folgt der „Ping“ – so nennen wir die Kontaktaufnahme. Danach entscheiden alle selbst, ob sie diesen bestätigen oder nicht. Über die Chatfunktion können sich die Teams und High Potentials dann unverbindlich austauschen.

talentbay - Vorschläge Studierende
Quelle: Screenshot talentbay

Recruiting mit Teameinbezug als Zukunftsmodell

Wie seht Ihr das Thema Recruiting als Team bzw. unter Einbezug aller Team-Mitglieder allgemein?

Ein gutes Team ist wichtig für den Erfolg einer Abteilung und letztlich eines gesamten Unternehmens. Deshalb sollten sich auch alle gut verstehen. Das gelingt nur, wenn das Team von Anfang an in den Recruiting-Prozess einbezogen wird. Und zwar das gesamte Team.

Bewerberinnen und Bewerber sollten sich nicht nur für Vorgesetzte entscheiden, sondern für das ganze Team. Nur so kann ein zukunftsfähiges Arbeitsumfeld entstehen.

In den herkömmlichen Bewerbungsverfahren ist das leider anders. Meistens spricht man lediglich mit der Führungskraft der Abteilung oder HR. Jobsuchende bekommen so keinen unverfälschten Eindruck ihres künftigen Umfelds. In Zeiten von Homeoffice und Remote Work wird ein harmonisches Team jedoch immer wichtiger.

Die weiteren Planungen von talentbay

Was plant Ihr gerade? Wie entwickelt Ihr Eure Plattform weiter?

Wir arbeiten stetig daran, unsere Plattform weiter auszubauen. Im Moment sind wir dabei, weitere Funktionalitäten einzuarbeiten. Wir möchten unseren NutzerInnen in naher Zukunft unter anderem eine Persönlichkeitsprofilanalyse in Kombination mit einer akademischen Skill-Analyse anbieten. Auch Testinterviews werden bald möglich sein. Aber dazu kann ich aktuell noch nicht mehr verraten.

Vielen Dank für Deine spannenden Antworten, Marc. Ich drücke Euch die Daumen für die weitere Entwicklung Eures Startups talentbay.

Über den Interviewten

Marc-Irmisch-Petit von talentbay

 

 

Marc Irmisch-Petit ist CEO bei talentbay und dort für das operative Geschäft verantwortlich. Zuvor war er als Europachef des Online-Karriereportals Monster. Als Digitalisierungs- und Innovationsexperte verfügt er über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Vermarktung in den Branchen IT/Software, Telekommunikation, Recruiting und E-Commerce.

>> zur Website von talentbay

 

 

 

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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