HR-Startup become.1

become.1 – Startup mit Plattform für steuerfreie Mitarbeiterbenefits

Das Startup become.1 will Arbeitgebern die steuerrechtlich möglichen und unternehmerisch sinnvollen Mitarbeiterbenefits leicht handhabbar per Online-Plattform und App zur Verfügung stellen. Warum die Gründer dabei groß denken, verrät COO David Wambsganss.

Was das Startup become.1 anbietet

Hallo David, magst Du Dich und euer Startup become.1 bitte kurz vorstellen?

Sehr gerne! In meiner jungen Karriere hatte ich glücklicherweise die Chance internationale Arbeitserfahrung in den USA und Irland bei SAP und Salesforce zu sammeln. Diese Zeit hat mir und meinen Mitgründern die Augen geöffnet, wie groß der Aufholbedarf in Deutschland bezüglich Wertschätzung von Arbeitnehmern ist.

Nach einer tiefen Marktanalyse haben wir feststellen müssen, dass Unternehmen in Deutschland tatsächlich etwas für die Belegschaft tun möchten, der Verwaltungsaufwand im Rahmen von Benefits jedoch immer sehr groß ist: Steuerliches Know-How, Verwalten von einzelnen Benefits-Angeboten und die Lohnbuchhaltung sind nur einige Hürden, welche die Implementierung von Benefits kostenintensiv machen.

Genau hier setzen wir mit become.1 an. Wir haben eine zentrale Plattform für eine Vielzahl zeitgemäßer Lösungen entwickelt und eine Infrastruktur geschaffen, die Unternehmen – egal wie klein oder groß – ohne den herkömmlich großen Verwaltungsaufwand die Möglichkeit bietet ihre Arbeitnehmer zu wertschätzen.

Durch technische Automatisierungen übernehmen wir an der Stelle alle lästigen Aufgaben bis hin zur vorbereitenden Lohnbuchhaltung. Sprich ein Arbeitgeber entscheidet sich für das passende Benefits-Paket je Arbeitnehmer und legt Budgets fest. Und wir kümmern uns um die Organisation, Zettelwirtschaft, gesetzeskonforme Prüfung sowie -ablage von Belegen bis hin zur Integration der Steuerbegünstigungen in die Lohnabrechnung.

Was die Gründer antreibt

Aus eigener Gründer-Erfahrung weiß ich, dass Steuerrecht jetzt nicht unbedingt das beliebteste Thema in Unternehmen ist. Wie kamt Ihr auf die Idee, gerade zu steuerbefreiten oder steuerbegünstigten Mitarbeiterbenefits Services anzubieten?

Da bist du ganz sicher nicht alleine – mein Mitgründer Friedrich Villhauer hat mich in die Steuerwelt eingeführt. Tatsächlich hat sich hieraus eine gewisse Passion entwickelt: Aus einem großen Wirrwarr von Paragraphen und steuerlichen Richtlinien leicht verdaubare und intuitive Module in Form von Benefits für jedermann zu formen, macht immens Spaß!

Anfangs hatten wir kurz überlegt, eine Lösung unabhängig von Steuerbegünstigungen anzubieten. Wenn man sich jedoch aus Sicht eines Unternehmens anschaut, wie viel Lohnkostenersparnisse hinter diesen „Subventionen” des Bundes stehen, wird einem schnell bewusst, dass man diese Mehrwerte nutzen und innerhalb eines Mitarbeiterbenefits-Programms anbieten sollte.

Arbeitnehmer sind das wichtigste Organ eines jeden Unternehmens. Deswegen arbeiten wir täglich an Möglichkeiten diese angemessen zu fördern und helfen Unternehmen ein Bewusstsein dafür aufzubauen.

Steuervorteile oft wenig bekannt

Vielen Personalern dürfte zwar der 44-Euro Sachbezug bekannt sein. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche andere Möglichkeiten. Mögt Ihr dazu kurz bei paar Infos geben?

Sehr richtig! Viele Personaler werfen oftmals alle Steuerbegünstigungen in einen Topf und denken, dass die 44-Euro Sachbezugsfreigrenze das Maximum der Steuerfreiheit darstellt. Das könnte daran liegen, dass selbst Steuerberater häufig ausschließlich in die Richtung Sachbezug beraten.

Wir selbst nennen den Sachbezug daher gerne die Mutter aller Steuerfreibeträge. Doch alleine über die become.1 Plattform gibt es einige attraktive Möglichkeiten darüber hinaus von Steuerbegünstigungen zu profitieren. Hier ein kurzer Einblick in die Optionen, die komplementär zu sehen sind:

  • Zuschuss zum Mittagessen
  • Socialtainment” (Gastronomie, Kultur und Unterhaltung), Sport und Wellness mittels regionaler Partner
  • Betriebliche Gesundheitsförderung
  • Erholungsbeihilfe
  • KiTa Kostenerstattung
  • Internetzuschuss
  • Ausstattung des Arbeitsplatzes im mobilen Arbeiten und Home Office
  • Dienstradleasing
  • betriebliche Altersvorsorge

Wenn die Finanzverwaltung an den Steuerfreibeträgen sägt

Gerade der 44-Euro-Sachbezug steht ja schon seit einigen Jahren immer wieder auf der Kippe. Die Finanzverwaltung würde entsprechende Ausnahmeregeln lieber früher als später bereinigen. Wie schätzt Ihr mittel- und langfristig die Haltbarkeit solcher Regelungen ein?

Die steuerlichen Änderungen im EStG sind natürlich ein zentrales Thema mit dem wir uns beschäftigen. Gerade der 44 Euro Sachbezug hat in der Benefits-Welt die letzten Wochen und Monate für Spannung gesorgt. Das Problem im Rahmen des Sachbezugs war die ungenaue Formulierung der Nutzbarkeit. Durch das neue BMF Schreiben vom 13. April 2021 wurde hier jedoch für Klarheit gesorgt.

Daher wird diese Rechtsprechung im Bereich Sachbezug erstmal für Ruhe sorgen. In den anderen Bereichen machen wir uns jedoch keine Sorgen, dass in Zukunft eine Bereinigung stattfinden wird. Wir gehen eher vom Gegenteil aus, da wir in den meisten Bereichen zunehmend steuerliche Erleichterungen feststellen. Die Erhöhung des Steuerfreibetrags zur Gesundheitsförderung in 2020 von 500 Euro auf 600 Euro, sowie die Förderung von Diensträdern durch die Minimierung des geldwerten Vorteils auf 0,25% des Bruttolistenpreises sind nur zwei Beispiele, die solche Trends untermauern.

Mitarbeiterbenefits und Corona

Seht Ihr im Markt schon spezielle Entwicklungen, was die Beliebtheit bestimmter Benefits-Kategorien angeht? Hat sich durch die Corona-Krise etwas verändert, beispielsweise dass der Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) stärker zunimmt?

Wir agieren sehr eng am Markt und tauschen uns gezielt mit unseren Interessenten aus, um zu verstehen, wohin die Trends gehen und welche Themen relevant sind.

Tatsächlich ist durch die Pandemie das Bewusstsein für betriebliche Gesundheitsförderung immens gewachsen. Viele Unternehmen haben in diesem Bereich in der Vergangenheit jedoch schlechte Erfahrungen gemacht: Es wurden aufwendig Gesundheitskurse organisiert, die dann nur sehr mäßig von der Belegschaft angenommen wurden…

Klar! Die Interessen von Arbeitnehmern sind verschieden – deswegen geben wir Arbeitnehmern mit dem Modul become.1 Health die Ressourcen und Flexibilität an die Hand selbst zu entscheiden, welcher zertifizierten Gesundheitskurs wahrgenommen wird. Das nutzbare Spektrum ist sehr groß und reicht von Hatha-Yoga und Ernährungsberatung bis zur Stressbewältigung sowie Rücken- und Laufschulen. Ich selbst absolviere gerade beispielsweise einen Onlinekurs zu autogenem Training.

Neben dem „Gesundheitsaufwind“ hat das Thema mobiles Arbeiten auch extrem an Wichtigkeit gewonnen. Für Unternehmen entsteht hierbei eine große Herausforderung durch die räumliche Distanz und Trennung zur Belegschaft. Normalerweise hat man Teamevents wie gemeinsames Essengehen genutzt, um die Kultur aufrecht zu erhalten und Dankbarkeit zu zeigen. Jetzt braucht man hier eben Alternativen.

Deswegen haben wir uns bei become.1 überlegt wie man Unternehmen genau hier unterstützen kann und das Wohlfühlpaket become.1 HomeOffice” geschnürt, durch welches Arbeitnehmer mit schnellem Internet sowie leckerem Mittagessen ausgestattet werden können und die Möglichkeit haben, ihren Arbeitsplatz für das mobile Arbeiten einzurichten.

become.1 in 2021 und in der Zukunft

Was plant Ihr für Euer Produkt dieses Jahr und welche Ideen habt Ihr für die Zukunft?

Wir haben ein großes Ziel gefasst: Vergütung neu erfinden. In erster Linie möchten wir jedoch in Deutschland Bewusstsein schaffen, welche Wichtigkeit Mitarbeiter-Benefits in einem sich stark gewandelten Arbeitnehmermarkt haben. Unternehmenskultur, -werte und -branding werden immer wichtiger und gerade bei jungen Talenten sind diese Aspekte bereits feste Bestandteile für die jeweilige Arbeitgeberwahl.

Wir haben einige spannende Konzepte bereits in der Entwicklung und freuen uns darauf hierzu in den nächsten Wochen und Monaten mehr erzählen zu dürfen. Es bleibt spannend!

Vielen Dank für Deine interessanten Antworten. Ich drücke Euch die Daumen, dass sich Euer Startup weiter erfolgreich entwickelt.

Über den Interviewten:

David Wambsganss - COO von become.1

David Wambsganss ist zusammen mit Friedrich Villhauer einer der Gründer der become.1 GmbH. Er möchte es schaffen, dass jedes Unternehmen, unabhängig von der Unternehmensgröße, die gleichen Möglichkeiten hat ihre Arbeitnehmer zu fördern. Teilweise muss hierfür auch noch die Bereitschaft von Unternehmen geweckt werden, wobei die Erkenntnis zur direkten Korrelation von wertgeschätzten Arbeitnehmern und dem Unternehmenserfolg seit 80 Jahren besteht. Um diese Bereitschaft zu aktivieren arbeitet das Team von become.1 täglich, damit ein Bewusstsein für flexible Vergütungsmodelle und Ersparnispotentiale von attraktiven Benefits entsteht.

>> zur Website von become.1

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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