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Arbeitnehmer verschieben Frage nach Gehaltserhöhung wegen Corona

Den Beginn eines neuen Jahres nehmen viele Beschäftigte zum Anlass, nach mehr Gehalt zu fragen. Oder nach einem neuen Job Ausschau zu halten, bei dem ein Gehaltssprung in Aussicht steht. Doch wie ist das in einer Zeit, in der viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie vor große Herausforderungen gestellt werden? Was bedeutet das für die Gehaltsentwicklung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? StepStone hat 28.00 Menschen befragt, wie sich ihr Gehalt im Zuge der Corona-Pandemie entwickelt hat und ob sich ihre Gehaltserwartungen erfüllt haben.

Sicherheit des Arbeitsplatzes wichtiger

Auch wenn die Mehrheit der Menschen in Deutschland laut Umfrage zufrieden mit ihrem Gehalt ist – über ein Drittel ist damit aktuell unglücklich. Im Schnitt wünschen sich diese rund 28% mehr Gehalt. Aber nur etwa ein Viertel gibt an, im vergangenen Jahr nach mehr Gehalt gefragt zu haben oder dies generell noch tun zu wollen. Fast jeder zweite Befragte sagt, dass er oder sie aufgrund der Corona-Pandemie die Gehaltsforderungen vorerst verschoben habe.

Viel wichtiger als eine höhere Bezahlung sei in diesen Zeiten die Sicherheit des Arbeitsplatzes, geben rund Dreiviertel an. Und die Mehrheit zeigt Verständnis, in der aktuellen Situation erstmal keine Gehaltserhöhung zu bekommen. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten würde sich statt einer Gehaltserhöhung in der aktuellen Situation auch mit sonstigen Benefits wie weiteren Urlaubstagen oder einem Jobticket zufriedengeben.

Beim Jobwechsel kaum Auswirkungen spürbar

In vielen Fällen seien die Gehaltsrunden geringer ausgefallen als erwartet. Rund 30% der Beschäftigten geben jeweils an, dass im vergangenen Jahr in seinem oder ihrem Unternehmen keine Gehaltserhöhungen vorgesehen waren oder variable Bezüge wie Boni gestrichen wurden. 44% sagen, dass sie insgesamt weniger verdient haben als ursprünglich angenommen, zum Beispiel aufgrund von Kurzarbeit.

Und dennoch: Auch wenn der Großteil der Beschäftigten mit geringeren Erwartungen in die Gehaltsgespräche gegangen ist, fast ein Viertel hat trotz der aktuellen Lage um die Corona-Pandemie letztes Jahr eine Gehaltserhöhung bekommen. Auch rund 60% derjenigen, die im vergangenen Jahr einen neuen Job angefangen haben, sagen, dass die Corona-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf das Gehalt hatte.

Investition in Mitarbeiter bleibt wichtig

Die Befragten blicken ebenfalls optimistisch in die Zukunft: So glaubt der Großteil, dass Gehaltsanpassungen zunehmend möglich sein werden, sobald die Corona-Pandemie beendet ist. Mehr als 20% erwarten jedoch, dass der Arbeitgeber die Initiative ergreifen wird. Oftmals scheuen die Beschäftigten, selbst proaktiv nach mehr Gehalt zu fragen, weil sie unsicher sind, was sie verlangen können. Neben dem Austausch im Bekanntenkreis ist es hilfreich, sich online zu informieren.

Für Unternehmen heißt das im Gegenzug, es ist Zeit auf Gehaltstransparenz zu setzen. Denn die aktuelle Gesamtsituation beeinflusst natürlich auch die Erwartungen von Bewerberinnen und Bewerbern. Wer hier positiv überraschen kann, gewinnt mit großer Wahrscheinlichkeit einige interessierte Kandidaten mehr für das eigene Unternehmen. Denn um eine qualifizierte Entscheidung zu möglichen Arbeitgebern zu treffen, brauchen Jobsuchende alle wichtigen Informationen.

Quelle: StepStone

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Stefan Scheller

Autor und Speaker Persoblogger Stefan SchellerMein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und Top HR-Influencer (Personalmagazin 05/22) betreibe ich diese Website und das gleichnamige HR Praxisportal. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts Klartext HR!

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