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HR-Startup twinwin: HR Legal Tech

Twinwin: HR Legal Tech Startup mit Robo-Advisory und Micro-Coaching

HR Legal Tech steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Um so spannender ist der Ansatz des HR-Startups twinwin. Mittels Robo Advisory sowie digitalen Micro-Coaching soll Personalarbeit schlagkräftig verbessert werden. Auch und gerade mit Blick auf Downsizing, sprich Kündigungen und Umstrukturierungen. Zusätzlich wollen die Gründer das „Du“ weiter in der juristischen Welt verankern.

Ein sympathisches Interview mit Max Bauermeister von twinwin.

Was das HR-Startup twinwin anbietet

Hallo Max, würdest Du Dich und twinwin bitte kurz vorstellen?

Mein Name ist Max Bauermeister und ich bin der CEO von twinwin. Meine Mitgründerin Eleni Arvaniti bringt als Rechtsanwältin das nötige juristische Fachwissen ein, ich bilde als erfahrener HR Executive, studierter Organisationsanalyst und SaaS-Liebhaber den Gegenpart. Zuletzt habe ich bei Kenjo dazu beigetragen, dass Mitarbeiter schon systemseitig progressiv eingebunden werden, statt bloßes Objekt einer reinen Personalverwaltung zu sein.

Mit twinwin wollen wir nun HR und Recht zusammenführen, da in der Praxis viele besonders risikoträchtige Fragestellungen beide Bereiche betreffen. Es geht also auch um Enablement. Überall dort, wo besonders fachspezifische Themen auftreten und womöglich auch Entscheidungen unter Zeitdruck erfordern. Nicht zuletzt soll HR-Verantwortlichen ermöglicht werden, sich strategischen Themen sowie den Mitarbeitern widmen zu können, anstatt mit administrativ-rechtlichen Hürden zu kämpfen.

Wie die Idee zu twinwin entstand

Was hat Euch angetrieben, gerade im HR-Markt ein Legal-Tech Unternehmen zu launchen?

Wir haben während unseren Karrieren selbst oft erfahren, dass an der Schnittstelle HR und Legal immer wieder Unsicherheiten auftreten. Persönlich fühlt sich das nicht schön an und auch unternehmerisch liegen dort erhebliche Risiken. Schon nach den ersten Gesprächen zeichnete sich ab, dass auch viele andere ähnlich frustrierende Erfahrungen gemacht haben.

Das war der Moment, in dem wir uns entschieden haben: Das ändern wir zum Besseren! Eine jederzeit verfügbare, rechtssichere und moderne Lösung muss her.

Kann ich als Jurist sofort nachvollziehen…

Bisher decken HR-Spezialisten und Rechtsexperten diesen Bereich kaum ab. Neben der kurzfristigen Verfügbarkeit erfordern viele Fragestellungen ein tiefes Verständnis beider Bereiche: Ein Arbeitsrechtler kann das Risiko und die richtige Vorgehensweise bei einer Trennung aus juristischer Sicht beurteilen. Die Frage, wie man in der Kündigungssituation konkret vorgeht, wertschätzend kommuniziert, eventuell über das rechtlich notwendige Minimum hinaus entgegenkommt, um so Reputationsschäden vorzubeugen und die Unternehmenskultur zu wahren, ist hingegen ein komplexes HR-Fachthema.

Wir füllen diese Lücken, indem wir HR und Legal geschickt und tech-gestützt zusammenführen. Und so liefern wir den Grundstein für ein ganzheitlich betrachtet optimales Vorgehen.

Seit Corona ist Outplacement großes Thema

In den letzten Jahren standen in der HR-Medienwelt vor allem Themen wie Employer Branding und Recruiting im Vordergrund. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Krise schlägt das Pendel in die andere Richtung. Viele Unternehmen müssen umstrukturieren, downsizen oder auch Kündigungen aussprechen. Rennen Euch die Unternehmen da nicht die Bude ein mit Eurem Service?

Richtig, das Thema ist aktuell leider brandheiß. Trotzdem ist es kein Selbstläufer: Da wir die ersten am Markt sind, müssen wir die Sensibilität für unsere Herangehensweise oft erst herstellen und uns zu bestehenden Strukturen abgrenzen.

Beispielsweise stehen wir mit dem externen Anwalt nicht in direkter Konkurrenz. Wir sorgen aber dafür, dass nur noch ein Bruchteil der Fälle an ihn eskaliert werden muss. Kurz gesagt: Überall dort, wo im letzten Jahr die Worte “Hätten wir mal früher…” gefallen sind, kann twinwin die passende Lösung sein.

… wobei natürlich auch Kündigungen, Stichwort „Trennungskultur“ eine starke Auswirkung auf das Employer Branding hat.

Exakt! Reputationsschäden bei Trennungen torpedieren ja genau diesen Bereich. Es ist für uns also durchaus hilfreich, dass Employer Branding mittlerweile voll angekommen ist. Für mich hat es sich schon immer komisch angefühlt, dass auf Employer Branding und Recruiting so viel Augenmerk gelegt wird, auf Trennungskultur und Offboarding jedoch kaum. Denn eine strukturierte und gute Handhabe von Trennungssituationen ist untrennbar mit Employee Retention und schließlich mit Employer Branding verbunden.

HR und Legal – eine eher konservative Verbindung?

Ihr seid auf Eurer Website Startup-typisch locker in der Ansprache. Aber ist das „Du“ im Zusammenhang mit Trennungsmanagement, Entlassungen und Restrukturierungen tatsächlich schlagkräftig? Welche Kunden adressiert Ihr damit?

Gerade im Legal-Bereich sorgen wir damit für Wirbel. Aber das ist gewollt: Wenn wir schon eine komplett eigene Perspektive inklusive neuer Lösungen ins Spiel bringen, dann müssen wir uns auch trauen, anders zu kommunizieren. Außerdem vermute ich, dass die Entwicklung zum Du nicht vor den Juristen halt machen, sondern nur etwas später eintreten wird

Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung hin zur „Du“-Kommunikation nicht vor den Juristen haltmachen wird. Klick um zu Tweeten

Natürlich positionieren wir uns so ganz bewusst im Start-Up-Kontext, arbeiten aber auch gern mit Kunden zusammen, die ihre Dienstleister das erste Mal duzen wollen. *lacht*

Ist HR bereit für Legal Tech?

Wie versucht Ihr Themen wie „Robo-Advisory“ oder digitales „Micro-Coaching“ in die Personalerwelt zu tragen? Oder anders formuliert: Ist HR schon bereit für HR Legal Tech?

Diese Begriffe sind ja beileibe kein Selbstzweck: Gerade im B2B muss der Zugang zu HR- und Legal-Fachwissen niedrigschwelliger werden, um optimale Unternehmensentscheidungen zu ermöglichen. Wir verbinden beide Bereiche und schließen außerdem die Lücke zu klassischen Dienstleistern, die sich in der Praxis oft als langsam oder unflexibel erweisen.

Die Robo-Advisory ermöglicht, konkrete Einzelfälle selbst zu prüfen. Auf Basis eines strukturierten Interviews erhält der Nutzer eine automatisierte und fundierte Sofort-Einschätzung. Dadurch werden Risiken transparent und können frühzeitig adressiert werden bevor es heikel wird. Zudem liefert unser System auch situationsbezogene Handlungsvorschläge, Best Practices (etwa zur Kommunikation bei Trennungen) und rechtssichere Dokumenten-Templates.

Ergänzend bieten wir Micro-Coachings, also kurzfristige Expertenunterstützung on demand. Innerhalb von 24 Stunden steht ein Experte für das gewünschte Thema zur Verfügung, wie etwa Hilfestellung zum Führen kritischer Gespräche oder Eskalationsmanagement. Selbst wenn dies nur 15 Minuten in Anspruch nimmt. Gerade bei speziellen, aber wichtigen oder zeitkritischen Fragestellungen ist diese Flexibilität einer unser USPs. Unsere Kunden nehmen das sehr gut an, da wir so fast alle Themen abdecken. Gleichzeitig haben wir den Finger am Puls und können die weitere Entwicklung unserer technologischen Lösungen nach dem konkreten Bedarf ausrichten.

Wir sind also bereit, die Personalerwelt schon heute grundlegend zu verbessern. Und die Tatsache, dass wir auf großes Interesse stoßen, zeigt mir: Die Zeit ist mehr als reif für twinwin.

HR in der digitalen Transformation

Wo stehen Personalabteilungen in Deutschland aus Eurer Erfahrung heute, was digitale Prozess-Excellence und Legal Experience angeht?

Absolut in den Kinderschuhen, denn unseren Erfahrungen nach zu urteilen nutzt kaum ein Personaler aktuell Legal Tech-Lösungen. In den wenigsten Fällen wird eine Software für e-Signaturen oder fürs Vertragsmanagement genutzt. Das Interesse ist hoch, doch das Angebot noch dünn.

So will sich twinwin weiter entwickeln

Wie sehen Eure Planungen für twinwin aus?

Wir arbeiten weiter an unserem Ziel, dem HR und Legal Enablement, um bei Fragestellungen an dieser Schnittstelle jederzeit zu optimalen und rechtssicheren Entscheidungen zu verhelfen. Daher kommen in den nächsten Monaten mehrere Module hinzu, sodass wir schrittweise immer digitaler werden. Die Beratung wird allerdings nie ganz verschwinden, denn nur so können wir eine nahtlose Customer Experience bieten. Gerade bei speziellen oder zeitkritischen Fragestellungen ist die Flexibilität unserer Micro-Coachings ein USP, den klassische Berater nicht bieten. Und ganz nebenbei gewinnen wir dadurch wertvolle Einblicke in den Alltag unserer Kunden.

Welche weitere Botschaft möchtest Du meinen Leserinnen und Lesern noch mitgeben? (#Anzeige) 

Was würde Ihnen liebe Leserinnen und Leser dieses Artikels helfen:

Größere Sicherheit, geringere Risiken und Kosten oder einfach mehr Zeit ohne rechtlich-administrative Themen? 

Lernen Sie twinwin gleich persönlich kennen!

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Vielen Dank für Deine spannenden Einblicke, Max. Ich bin gespannt, wie sich Euer HR-Startup twinwin am Markt etabliert!

twinwin Gründer Max Bauermeister im Startup-Interview auf Persoblogger.de

Als erfahrenes Gründergespann führen Eleni Arvaniti und Max Bauermeister die Themen rundum HR und Recht zusammen. Gemeinsam mit einem knapp zehnköpfigen Team entwickeln sie zugängliche Legal Tech Produkte für HR-Verantwortliche, damit weniger Zeit mit administrativ-rechtlichen Themen verbracht wird und der Fokus auf die Mitarbeiter gerichtet werden kann.

>> zur Website von twinwin

Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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