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HR-Startup Talentspace - Interview mit Marco Eylert

Talentspace: Die Plattform für digitale Recruiting-Veranstaltungen

Das HR-Startup Talentspace bietet eine moderne Online-Plattform für Recruiting-Events. Neben Karrieremessen von Hochschulen können dort auch unternehmenseigene Employer Branding- und Recruiting-Maßnahmen stattfinden. Mit einer Vielzahl von maßgeschneiderten Tools und Möglichkeiten, um mit zukünftigen Mitarbeitern in Kontakt zu kommen. Und das bei maximaler Transparenz und Ergebniswirkung. Das behauptet Marco Eylert, Co-Founder bei Talentspace und beantwortet mir auch, wie er klassische offline Messe-Formate in der Zukunft sieht.

Was das HR-Startup Talentspace anbietet

Hallo Marco, würdest Du Dich und Talentspace bitte kurz selbst vorstellen?

Talentspace ist eine All-in-One Softwarelösung für digitales Recruiting, die die Interaktion im gesamten Recruiting Prozess von Employer Branding über Hiring bis zum Onboarding digitalisiert. Unternehmen können auf Talentspace mit einer Art Baukastensystem virtuelle Recruiting Events, Messen, Bewerber-Tage, Onboarding und Training-Events erstellen und digital durchführen.

Der Vorteil: Arbeitgeber können mit Talentspace viel effizienter und diverser rekrutieren und ihre “Netze viel weiter auswerfen”, um mit potentiellen neuen Kolleginnen und Kollegen über bisher bestehende physische Grenzen hinweg in Kontakt zu kommen. Des Weiteren ermöglichen wir es Unternehmen, sich durch die effiziente Durchführung von eigenen Events einen neuen Kanal des Hirings zu erschließen. Dieser stand bis dato oft nur Arbeitgebern mit großer Bekanntheit und noch größerem Budget offen.

… für wen eignet sich Eure Plattform dann besonders?

Einige der weltweit führenden Universitäten wie Stanford University, die WHU, Uni Mannheim oder Brown University nutzen bereits Talentspace. Sowohl zur Durchführung ihrer großen Karriere-Messen, als auch für kleinere Formate wie Firmen-Präsentationen, Workshops oder Interview-Tage. Durch eine Teilnahme an diesen Events auf Talentspace können Arbeitgeber damit dann auch mit wenig Aufwand und Kosten an einer Vielzahl von Hochschulen “digital präsent” sein.

Aufhebung regionaler Grenzen im Recruiting

Gleichzeitig können Young Professionals über Talentspace Arbeitgeber kennenlernen und mit diesen in Kontakt treten, mit denen sie bislang noch keine Touchpoints hatten. Beispielsweise, weil die physischen Events und Veranstaltungen “offline” lokal beschränkt sind. Oder weil die Unternehmen sich bei ihrer Talentsuche bis dato auf einige wenige Universitäten konzentriert hatten.

Somit schafft Talentspace mehr Chancengleichheit und demokratisiert den Zugang zu neuen Möglichkeiten für alle Seiten. Des Weiteren bringt Talentspace zum ersten Mal Messbarkeit in die Recruiting- und Employer Branding-Aktivitäten. Denn nun kann die vorher analoge, zufällige Interaktion, die auf Messen und Events für Young Professionals stattfand, gezielt geplant und nachvollziehbar gestaltet werden.

Wie die Idee zu Talentspace entstand

Videokonferenz-Software ist in der Corona-Krise zum Standard geworden. Auch digitale Eventplattformen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Warum braucht es eine zusätzliche Recruiting-Plattform wie Talentspace?

Im digitalen War-of-Talents, ist es für Unternehmen schwer herauszustechen und erfolgreiches Recruiting zu betreiben. Viele Firmen haben in den letzten Monaten ihre Prozesse und Meetings digitalisiert. Die meisten der dafür verwendeten Tools wie Hangouts, Zoom und weitere sind gut für einzelne Meetings. Aber sie werden den Ansprüchen und Anforderungen an erfolgreiche Recruiting- und Employer Branding Veranstaltungen nicht gerecht.

… weshalb genau?

Generalistische digitale Event-Plattformen wie Hopin erfüllen den Rahmen für komplexere Veranstaltungen. Aber gleichzeitig bieten sie nicht die notwendigen Funktionen für den klassischen HR UseCase. So gibt es zum Beispiel weder die Möglichkeit, Jobs zu posten, noch ein Firmenprofil anzulegen. Oder gar eine Datenbank der Teilnehmer zu durchsuchen.

Das Team hinter dem HR-Startup Talentspace
Das Talentspace-Team

Talentspace bietet die Plattform mit Event-Infrastruktur an und vereint alle notwendigen Funktionalitäten speziell für die Nutzung mit einem Recruiting und Employer Branding-Fokus. Mit Talentspace müssen Unternehmen nicht mehrere Anwendungen und Tools zur Durchführung Ihrer digitalen Veranstaltung nutzen. Die integrierte Event-Management-Lösung von Talentspace umfasst alle Schritte: von der Einrichtung des Events, automatisierten Landing-Pages, anpassbaren Registrierungsprozessen, intuitiven Dashboards, der Verwaltung der Teilnehmer, Management des Event-Programms, integrierter Interviewplanung und Anmeldeprozessen bis hin zur Analyse nach dem Event.

Außerdem können Unternehmen dauerhafte Profile anlegen und diese mit Videos, Fotos, FAQs und Präsentationen digital gestalten. Gerade Young Professionals legen einen großen Wert auf den digitalen Auftritt eines Unternehmens und können über die Plattform so einen authentischen Eindruck gewinnen.

Was Nutzer von Talentspace erwarten können

r welche Arten von Veranstaltungen bietet sich Eure Plattform besonders an und warum?

Talentspace bietet sich besonders für Online-Recruiting und Employer Branding Events an. Hierbei kann die Plattform modularisiert eingesetzt werden. Egal ob es sich um eine vollständige In-House Recruiting Messe handelt oder kleinere Formate, wie Firmen-Präsentationen, Workshops oder Bewerber-Tage.

Wie von analogen Veranstaltungen bekannt, können sich Unternehmen umfassend präsentieren und das gesamte Portfolio an Präsentationen, Vorträgen, Workshops und Interviews sowie Echtzeit Q&A Sessions oder eine Live-Chat Funktion anbieten.

Anschließend kann der Erfolg der Karrieremesse ausgewertet werden. Die integrierten Dashboards bieten vielfältige Analysen der Veranstaltungen. Das beginnt mit Registrierungszahlen bis hin zu Interaktions-Kennzahlen in Echtzeit. So können Unternehmen anschließend herausfinden, was für sie am besten funktioniert. Und natürlich erhalten sie individuelle Reports für jedes Team, Department oder Teilnehmer.

Gerade bei Online-Workshops werden häufig eine Reihe zusätzlichen Tools benötigt, zum Beispiel für Abstimmungen sowie White- oder Kanban-Boards. Wie seid Ihr in dieser Hinsicht aufgestellt?

Das ist uns bekannt und wir arbeiten an der Integration von Third-Party-Tools, um genau diese Bedürfnisse abdecken zu können.

Virtuelle Messen – ein Zukunftsmodell

Wie werden sich Messen aus Deiner Sicht zukünftig entwickeln? Lässt sich das Konzept aus Messestand, Flyerständer und Standpersonal so einfach digitalisieren?

Man kann sicherlich traditionelle Messen nicht einfach 1-zu-1 ins Digitale übersetzen. Das ist auch gar nicht unser Ansatz. Darum haben wir auf Talentspace beispielsweise keine digitale Replika der offline Messe-Stände”.

Was für uns im Jahre 2020 und bei Nutzergruppen, die mit TikTok, Snapchat und Live-Video in allen Lagen des täglichen Lebens sozialisiert worden sind, das A und O einer erfolgreichen digitalen Veranstaltung ist, ist die live face-to-face Interaktion. Daher haben wir Talentspace als eine Video-first Plattform entwickelt. Diese ist darauf ausgerichtet, möglichst schnell und zielführend Unternehmensvertreter und Teilnehmer per Video in vielfältigsten Formaten zusammenzubringen und so die Interaktion zwischen beiden Seiten zu ermöglichen.

Darüber hinaus bieten digitale Veranstaltungen für die Unternehmen Vorteile, die sich so bei analogen Messen nicht finden lassen. Durch die Umsetzung von digitalen Events auf Talentspace können wir Unternehmen dabei unterstützen, nachhaltiger zu werden, Kosten zu sparen, und trotzdem ihre Reichweite und Präsenz zu erhöhen.

In einer sich wandelnden Welt, in der Nachhaltigkeit und Diversity – auch schon “vor Corona” – zwei der Mega-Trends waren, sind wir überzeugt, dass digitale Veranstaltungen auch “nach Corona” Bestand haben werden. Gleichzeitig glauben wir auch, dass in Zukunft nicht komplett auf Präsenz-Veranstaltungen verzichtet wird, sondern wir eher auf hybride Modelle zusteuern werden. Und diese Formate können wir dann mit Talentspace effizient planen und umsetzen.

Aus offline und online wird hybrid business

Das Stichwort „hybrid business“ ist in aller Munde. Wie müssten sich erfolgreiche Recruiting-Events in diesem Sinne zukünftig wandeln, um einerseits dem Zeitgeist zu entsprechen und gleichzeitig von den Zielgruppen gut angenommen zu werden?

Das Offline-Erlebnis ist natürlich ein anderes als ein reines Online-Erlebnis. Da beide verschiedene Vorteile bieten, werden wir in Zukunft beide Varianten als komplementär zueinander ansehen. Für Unternehmen wird es wichtig sein, beide Kanäle zu bespielen, um eine möglichst breite Zielgruppe und deren Bedürfnisse abzudecken.

In Bezug auf digitale Events sehen wir ganz generell zwei große Aspekte die maßgeblich zur Wahrnehmung und zum Erfolg der Veranstaltungen beitragen:

Als Arbeitgeber ist es wichtig, sich zu verdeutlichen, mit was für Apps, Tools und Technologien die Zielgruppe normalerweise interagiert, und was dies auch für digitale bzw. hybride Formate bedeutet. Einer Generation, die es gewohnt ist, immer und überall live und mit Video zu interagieren, und auf Instagram, Snapchat und Co. unterwegs ist, muss man mit einer Software begegnen, welche diesen Ansprüchen und Gewohnheiten gerecht wird.

In der Umsetzung geht es dann eher darum, zu verstehen, wie man das eigene Unternehmen am besten und authentischsten präsentieren kann. Damit die Kultur und Vision des Unternehmens, die Arbeitsatmosphäre und das Gefühl für Zwischenmenschlichkeit ins Digitale übertragen werden kann, tun Unternehmen gut daran, hier umzudenken und kreativer zu werden. Der Aspekt der Interaktivität spielt dabei eine große Rolle. Nichts ist schlimmer als ein langweiliger online Frontal-Vortrag ohne Interaktivität und mit schlechtem Sound.

So will sich Talentspace weiter entwickeln

Wie sehen Eure Planungen für die Zukunft von Talentspace aus?

Es ist uns wichtig, mehr Chancengleichheit und Transparenz in das Recruiting zu bringen. Immer noch finden Messen, Events und HR-Maßnahmen zumeist an ausgesuchten Universitäten oder in einem eingeschränkten physischen Rahmen statt. Auf diesen traditionellen Präsenzveranstaltungen investieren Unternehmen viel Geld, Zeit und Ressourcen. Trotzdem interagieren sie oft nicht mit den best-passenden Talenten. Und häufig haben sie ebenfalls keine Möglichkeit nachzuvollziehen, was wirklich vonstatten geht. Der Erfolg der physischen Maßnahmen bleibt so oft dem Zufall überlassen.

In Zukunft möchten wir die Plattform sein, über die die Interaktionen zwischen Arbeitgebern und potentiellen Mitarbeitern zielführend und messbar abgewickelt wird. Und zwar ganz gleich, wo und wie diese Interaktion stattfindet und aussieht. Wir decken die gesamte Bandbreite ab von großen Recruiting-Events bis hin zu kleineren, alltäglichen Formaten.

Herzlichen Dank, liebe Marco, für die Einblicke in Eure ambitionierten Planungen!

Über den Interviewten

Co-Founder von Talentspace: Marco Eylert

 

Marco Eylert ist in Berlin geboren und somit waschechter Großstädter. Studiert hat er BWL und Politik in Mailand, Bologna und Washington D.C.

Bereits vor der Gründung von Talentspace hat er in der Unternehmensberatung bei Roland Berger und McKinsey gearbeitet.

Seit der Gründung von Talentspace 2017 ist er dort hauptsächlich für das Produkt-Team verantwortlich.

 

>> Zur Website von Talentspace

 


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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

 

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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