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Lern-App Culcha Titelbild

HR-Startup Culcha: Learning Nuggets für Führungskräfte und Mitarbeitende

Das HR-Startup Culcha will Führungskräfte und Mitarbeiter mit einer App zum mobilen Lernen bringen. Dabei stehen aktuelle Themen rund um die digitale Transformation, Unternehmensentwicklung und Kulturwandel zur Verfügung. Wie die Gründerin Frau Prof. Dr. Nettesheim ihren virtuellen Personal Trainer und digitalen Werkzeugkasten gegenüber Unternehmen platziert, erzählt sie mir im Interview.

Was genau ist und kann Culcha?

Hallo Frau Prof. Dr. Nettesheim, stellen Sie sich und Ihr HR-Startup Culcha doch bitte kurz einmal selbst vor.

Als Professorin für Digitales Management, Geschäftsführerin der Transformations-Boutique MEDIATE und Strategie-Beraterin für verschiedenste Unternehmen, beschäftige ich mich schon seit über 15 Jahren intensiv mit den Erfolgsfaktoren der Wirtschaft im digitalen Zeitalter. Ich arbeite zusammen mit einem Team, das in diesem Bereich ebenfalls über jahrelange, fundierte Erfahrung und Expertise verfügt.

Wir wissen aus der Praxis: Um wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben, brauchen Unternehmen einen nachhaltigen Kulturwandel. Der gelingt nur mit modernen Führungskräften und einer starken Belegschaft, die an einem Strang zieht. Beide Gruppen müssen die Erfolgskonzepte der Wirtschaft im digitalen Zeitalter verstehen, anerkennen und anwenden.

Um das zu schaffen, setzen wir mit Culcha auf “EduChange”, die Kombination von Education und Change. Und decken damit genau diesen Bedarf. Denn unser geballtes Wissen haben wir für Culcha mit der neuesten Technologie kombiniert und so den ersten digitalen Werkzeugkasten und Personal Trainer auf den Markt gebracht. Culcha macht Führungskräfte nachhaltig effektiver und resilienter, schult die Mitarbeitenden und passt dabei noch in jede Westentasche.

Warum eine native App für Culcha?

Culcha-App
Quelle: Culcha

Warum setzen Sie konsequent nur auf eine native App?

Ein digitales Programm, das mobil ausgespielt wird, bietet gleich mehrere Vorteile: Unsere wöchentlichen kurzen Module zu Themen wie “Teamkultur steigern – selbst auf die Distanz” lassen sich jederzeit und überall abrufen.

So können sie individuell und mit einem durchschnittlichen Zeitaufwand von 30 Minuten pro Woche in jeden noch so stressigen Joballtag integriert werden.

Der Medienmix der Inhalte, wie beispielsweise Videos, Grafiken, Texte, Checklisten, ermöglichen eine erwiesenermaßen bessere Wissensaufnahme.

Dazu arbeiten wir mit sogenannten “nudges”. Das sind personalisierte Erinnerungen per Push-Mitteilung oder E-Mail, die Wissen verstetigen. Unternehmen erhalten durch Ausgangs- und Folgemessungen anonymisierte Daten zur Nutzung und zur Veränderung durch Culcha.

Und zu guter Letzt ist unsere Technologie um einiges kostengünstiger als traditionelle Coachings, Weiterbildungen und Beratungen. So kann die gesamte Belegschaft von Culcha profitieren. Und nicht, wie sonst üblich, nur einige wenige Führungskräfte.

Welche Lerninhalte in Culcha zu finden sind

Wie kommen Sie zur Auswahl gerade dieser Lerninhalte in der Culcha-App?

Alle Inhalte werden von meinem Expertenteam und mir auf Basis unserer jahrzehntelangen Erfahrung aus Theorie und Praxis entwickelt. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um ihre Bedürfnisse und spezifischen Herausforderungen zu verstehen.

So produzieren wir beispielsweise gerade ein neues Modul zum Konzept “Disagree & Commit”. Der Impuls dazu kam von Kundenseite. Außerdem sind wir am Puls der Zeit, um für aktuelle Herausforderungen schnell Lösungen anbieten zu können. Ein gutes Beispiel ist unser sechswöchiges Programm “Stay in Charge – kraftvoll Arbeiten und Führen in verteilten Teams”, das auf die aktuell erschwerten Arbeitsbedingungen aufgrund der Corona-Krise eingeht. Dieses Programm wurde gemeinsam mit einem Dax-30-Unternehmen entwickelt und widmet sich Themen wie “Leistung zählt – auch im Home Office oder “Effiziente und fesselnde Videokonferenzen”.

Learning Nuggets sind mehr als nur ein Trend

Ist das Lernen via Nuggets mehr als nur ein Trend? Reicht ein oftmals vermitteltes Häppchen-Wissen oder sogenannte „Hacks“ aus, um komplexe Themen tatsächlich zu durchdringen?

Nuggets eignen sich vor allem für neue Lernbereiche und sind definitiv mehr als nur ein Trend. Es ist erwiesen, dass sich Erlerntes nachhaltiger verfestigt, wenn es in didaktisch sinnvollen, kompakten und kurzen Häppchen “serviert” wird. Und kurze Lerneinheiten sind um einiges einfacher in stressige Berufsalltage und volle Terminkalender integrierbar.

Für eine nachhaltige Wissensvermittlung sind aber auch andere Faktoren wichtig, die im Zusammenspiel mit den Nuggets dann die gewünschte Verhaltensänderung bringen. Bei Culcha setzen wir daher auf das Zusammenspiel der Nuggets mit einem modernen Methodenmix. Das Erlernte wird durch Wiederholungen, Checklisten, Selbstverpflichtungen, AI-optimierte Erinnerungen, personalisierte Impulse – die nobelpreisprämierten, sogenannten „nudges“ – und Micro-Tools für die direkte Umsetzung und den nachhaltigen Erfolg verstetigt.

Klassisches Lernen mittels Fachliteratur bleibt relevant

Gibt es aus Ihrer Sicht einen verbleibenden relevanten Einsatzzweck des klassischen Buches beim Lernen der Zukunft?

Bücher sind großartig und ich würde niemals jemanden vom Lesen abhalten wollen! Aber um die Erfolgsrezepte gerade in der digitalen Wirtschaft zu verstehen, anzunehmen und umzusetzen, reichen Bücher eben nicht aus. Wie soll man etwa die konkrete Anwendung neuer digitaler Tools allein durch die Lektüre eines Buches vermitteln? Vor allem in Anbetracht der Veränderungsgeschwindigkeit!

Beim erfolgreichen Lernen, dem im Berufsleben natürlich eine unmittelbare, effektive und sichere Umsetzung folgen soll, ist es wichtig, die erforderlichen Grundlagen interaktiv, konkret und kompakt zu vermitteln. Für die individuelle Vertiefung eines bestimmten Themas sind Bücher dann die perfekte Ergänzung.

Erfolgreiche Methoden statt starre Management-Lehre

Auf welcher Basis beziehungsweise welcher Management-Lehre fußen Ihre Tipps für Führungskräfte?

Unsere Module decken rund 35 Stunden Material ab. Da wäre nur eine Management-Lehre ein bisschen langweilig! Tatsächlich sind wir auch nicht apodiktisch unterwegs. Stattdessen zeigen wir viele verschiedene Methoden auf, die nachweislich zu Erfolg führen. Das sind natürlich aktuell vor allem Methoden, die auf Design Thinking und Agile beruhen. Neueste neurowissenschaftliche Erkenntnisse und ihre Anwendung auf Führung sind uns ebenfalls wichtig. Und nicht zuletzt natürlich die Klassiker des Change-Managements.

Wichtig ist aber zu betonen: Es geht uns nicht darum, irgendeine spezielle oder die allerneueste Lehre unter die Leute zu bringen. Wir wollen Führungskräften einen Werkzeugkasten voller Methoden geben, die sie auf Ebene ihrer Abteilung praxisnah anwenden können und aus denen sie wählen können.

Keine Leistungserfassung im Zusammenhang mit Lernen

Können und sollten Lerninhalte und Lernerfolge in der Culcha-App unmittelbar in die Leistungs- und Kompetenzerfassung der Unternehmen einfließen?

Wenn damit die Leistungs- und Kompetenzerfassung in Bezug auf die einzelnen Mitglieder der Belegschaft gemeint ist, dann kann ich nur sagen: Auf keinen Fall!

Culcha ist keine Leistungskontrolle, sondern eine Geheimwaffe. Es ist ein persönliches Tool, ein Westentaschencoach, der Führungskräfte sicherer in moderner Führung macht und auch Mitarbeitern Impulse für ihren Arbeitsalltag geben soll. Alle Eingaben bleiben allein beim User. Sonst ist es kein echtes Hilfsmittel.

Führungskräfte müssen fit werden für das digitale Zeitalter

Welche Botschaft würden Sie meinen Leserinnen und Lesern gerne noch mitgeben?

Unterstützen Sie Ihre Führungskräfte, machen Sie sie fit für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters! Es geht nicht ohne sie. Werden Sie aktiv, ergreifen Sie die Chancen und Möglichkeiten, die sich gerade jetzt in der Remote-Situation bieten.

Aber vertrauen Sie auch darauf, dass Ihre Führungskräfte, ausgestattet mit einem breiten Fundus von Methoden und ein bisschen Motivation, schon das Richtige für die jeweilige Situation auswählen. Es ist wirklich höchste Zeit, dass alle erkennen, wie wichtig Modernisierung und digitale Transformation für die Resilienz, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sind.

Das gilt für HR-Entscheider in der Führungskräfteentwicklung, aber auch für Manager und Mitarbeitende, wenn es um ihr persönliches Fortkommen geht. Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant. Wer da als Unternehmen und Verantwortlicher mithalten will, muss offen für Veränderungen sein und bereit, neue Wege einzuschlagen.

Vielen Dank für die spannenden Antworten und weiterhin viel Erfolg mit Eurem HR-Startup Culcha!

Über die Interviewte

Prof. Dr. Katja Nettesheim im HR-Startup Interview Culcha auf Persoblogger.deProf. Dr. Katja Nettesheim ist Expertin für Management und Führung im Digitalen Zeitalter.

Als Gründerin und Geschäftsführerin der Transformations-Boutique Mediate, als Initiatorin des Preises “Digital Transformer of the Year”, sowie als Professorin und Aufsichtsrätin befasst sie sich schon seit 15 Jahren mit den Erfolgsfaktoren der Digitalen Wirtschaft. Mit ihrem Team begleitet sie die Strategien von etablierten Unternehmen, um sich optimal auf diese Erfolgsfaktoren einzustellen.

Als Gründerin und Geschäftsführerin von Culcha verbindet sie diese langjährige Expertise nun mit neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und innovativer Technologie.

>> zur Website von Culcha


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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger und HR-Szene Influencer betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Vielen Dank für das Lesen meiner Beiträge und Hören meines Podcasts!

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