HR-Startup HUMAN PLACE: Gründer Henrik Zaborowski im Interview auf Persoblogger.de

HUMAN PLACE – Eine Community zur Unterstützung der Jobsuche

HUMAN PLACE ist das neuste HR-Startup Projekt von Berater und HR-Blogger Henrik Zaborowski. Seine Mission: die Jobsuche zu vereinfachen und die Arbeitswelt menschlicher zu machen. Nicht mehr und nicht weniger. Wie er das anstellen will und welche Rolle dabei die Community spielt, verrät er mir im Interview.

Wer oder was ist HUMAN PLACE?

Hallo Henrik, auch wenn Dich vermutlich schon die halbe HR-Welt kennt, würdest Du Dich und natürlich HUMAN PLACE kurz selbst vorstellen?

Sehr gerne, Stefan. Ich bin seit 20 Jahren im Recruiting unterwegs und unterstütze operativ mit meinen drei MitarbeiterInnen unsere Kunden bei ihrer Stellenbesetzung. Parallel berate ich aber auch bei der grundsätzlichen Frage, wie Arbeitgeber ihr Recruiting weiter optimieren können bzw. was sie sonst noch tun können, um ihre offenen Stellen zu besetzen.

HUMAN PLACE kommt von der Ursprungsidee von der anderen, der BewerberInnen-Seite. Ich wurde seit Corona so oft von Menschen auf Jobsuche angesprochen, ob ich nicht mal zehn Minuten Zeit hätte. Irgendwie liefe es mit der Jobsuche und den Bewerbungen nicht rund und sie wüssten nicht, woran es liegt. Und die Wahrheit ist: Das Thema ist tatsächlich komplex. Und Vieles haben JobsucherInnen gar nicht selber in der Hand. So entstand die Idee, ein Angebot für JobsucherInnen zu bauen.

Was ist das Besondere an HUMAN PLACE?

Wie unterscheidet sich Dein Online-Kurs beziehungsweise Deine Beratung von der Anderer?

Naja, es gibt so viele unterschiedliche Angebote, die Frage kann ich so nicht beantworten. Ich mache es mal anders. Bei mir gibt es vier große Beratungs-Schwerpunkte:

  • Was sollte ich über mich und meine Motivation wissen (und hinterfragen), wenn ich mich beruflich umorientieren will oder muss?
  • Wie finde ich heraus, welcher Job zu mir passt und wie finde ich den dann auch?
  • Was passiert eigentlich auf der Arbeitgeberseite mit meiner Bewerbung und wonach suchen Führungskräfte?
  • Wie kann ich die Business Netzwerke für mich und meine Jobsuche nutzen?

Du merkst, hier geht es nicht um das perfekte Anschreiben oder was ich beim Foto beachten muss und in welcher Schriftgröße der Lebenslauf sein sollte. Das ist nämlich nicht das, worauf es ankommt. Auch wenn das gerne immer wieder behauptet wird.

Warum die Welt HUMAN PLACE braucht

Wie hoch schätzt Du den Bedarf an solcher Beratung wie über HUMAN PLACE im Markt ein?

Ich habe es in der Vergangenheit immer vermieden, Menschen bei der Jobsuche zu coachen. Das ist nicht mein Fokus. Ich will die Arbeitgeberseite fit machen, die richtigen BewerberInnen zu erkennen und richtig mit ihnen umzugehen. Aber durch Corona scheint mir doch für Viele ein großer Bedarf entstanden zu sein. Nicht, weil sie wechseln wollen, sondern weil Arbeitgeber MitarbeiterInnen entlassen oder die Jobs unsicher werden. Und mit der zweiten Welle wird das sicherlich weiter zunehmen. Also, ich sehe hier erzwungenermaßen einen großen Bedarf.

Mission: Finden eines HUMAN PLACE

Der Name HUMAN PLACE ist bekanntermaßen auch Dein persönliches Programm. Wie aber findet ein Community-Mitglied bei Euch am Ende wirklich einen Job in einem „Human Place“?

Sehr gute Frage. Denn ganz klar: Wir vermitteln niemanden aktiv in einen Job. Aber mit dem Onlinekurs bekommt jede/r das nötige Wissen. Und aus der Community, die wir als Mitgliedschaft aufbauen, dürften sehr wahrscheinlich weitere nützliche Tipps und vielleicht sogar hilfreiche Kontakte kommen.

Die Community von HUMAN PLACE

Was zeichnet Eure „Community“ aus? Wie erfolgt eine Vernetzung untereinander?

Wie Du weißt, ist HUMAN PLACE ja eigentlich mal mit einem Event-Konzept gestartet. 20 Menschen haben sich in einer tollen Atmosphäre kennengelernt und vernetzt. Die Events können wir aktuell jedoch leider nicht durchführen.

Die Alternative ist nicht ganz so toll, aber ein Anfang. Wir treffen uns als Community digital in regelmäßigen Online-Meetings und tauschen uns aus. Und dann können sich die Mitglieder natürlich anschließend auf XING, LinkedIn oder per E-Mail vernetzen und individuell im Austausch bleiben. Ich habe aktuell noch keine Community Software dafür geplant ;-). Denkbar ist auch eine geschlossene Gruppe in den Business Netzwerken. Aber das frage ich dann bei den Mitgliedern ab. Alles ist im Fluss *lacht*.

Via Social Media einen neuen Job finden?

Wie schätzt Du generell die Möglichkeiten ein, über Vernetzung sowie via Social Media an den passenden Job zu kommen?

Den neuen Job rein über das eigene Netzwerk finden, passiert sicherlich nicht in der Masse. Aber immer wieder. Für Jobs über die Business Netzwerke angesprochen zu werden, ist allerdings heute schon Standard. Ich muss halt dafür sorgen, gefunden zu werden. Alternativ kann ich selber aktiv nach den Menschen zu suchen, die mich einstellen könnten und sie anzusprechen. Das ist dann noch der dritte Weg.

Mit HUMAN PLACE gleichzeitig Gutes tun

Mit jeder Buchung auf HUMAN PLACE unterstützt Du das Pilotprojekt Grundeinkommen des Vereins „MeinGrundeinkommen e.V.“ – was treibt Dich dabei an?

Ich habe ja selber schon alles durch. Finanzieller Notstand, Sozialamt, Arbeitslosigkeit. Und ich kenne die Seite des Erfolgs genauso gut. Zwischen beidem liegt nur ein ganz schmaler Grat. Das ist für viele Menschen, die seit Jahren sicher im Job sind, unvorstellbar. Aber es ist so. Menschen geraten durchaus komplett unschuldig in Notlagen. Und kommen da nur schwer wieder raus.

Gleichzeitig erlebe ich immer mehr den absoluten Erfolgsdruck, der auf dem Individuum lastet. Wer nicht erfolgreich ist, ist selber schuld. Es stehen doch alle Möglichkeiten offen. Und da sage ich: Das ist Blödsinn! Das Wesentliche wird Dir geschenkt. Ich empfehle dazu auch gerne mal meinen HUMAN PLACE Podcast.

Wo liegt der entscheidende Faktor im bedingungslosen Grundeinkommen? Nicht im Geld! Sondern im „bedingungslos“! Wir bekommen etwas geschenkt und dürfen damit machen, was wir möchten. Und die meisten Menschen machen etwas sehr Sinnvolles damit.

Menschen wollen etwas zum Anfassen

Euer Grundpackage bei HUMAN PLACE enthält unter anderem Visitenkarten. Wie passt das mit Social Media im digitalen Zeitalter zusammen? Gibt es diese eigentlich auch mit QR-Code oder ohne Euer „Werbe“-Logo?

 Ganz ehrlich: Ich selber nutze keine Visitenkarten mehr. Aber ich wollte etwas Haptisches, Hochwertiges als Goodie haben. Wir sind analoge Wesen: Wir brauchen auch alle was zum Anfassen. Und es soll eine Botschaft transportieren. Ich möchte mit HUMAN PLACE die Arbeitswelt menschlicher machen.

Ich möchte mit #HUMANPLACE die #Arbeitswelt menschlicher machen. Klick um zu Tweeten

Und unser Notizbuch und die Visitenkarten mit unserem Logo sind ein sichtbares Zeichen für alle, dass sich hier ein Mensch mit sich und der Arbeitswelt auseinandergesetzt hat. Und sie auch menschlicher machen möchte.

Ich möchte irgendwann sagen können: Wenn Du das HUMAN PLACE Logo irgendwo auf einer Karriereseite oder auf einem Notizbuch siehst, dann weißt Du: Hier gibt es keine platten Buzzwords, sondern hier darf ich Mensch sein. Nenn mich einen Idealisten.

Wie sehen Deine weiteren Pläne für HUMAN PLACE aus?

Ich möchte Arbeitgeber als Partner gewinnen. Warum sollten Arbeitgeber nicht ihren BewerberInnen etwas Gutes tun? Genau, sollten sie! Indem sie ihnen den HUMAN PLACE Onlinekurs schenken! Den gibt es dann in einem eigenen, geschlossenen Bereich bei HUMAN PLACE. Mit Logo und gerne auch eigenen Videos des Arbeitgebers. So sehen alle, die den Kurs von einem Arbeitgeber geschenkt bekommen, jedes Mal beim Login das Logo und die Infos vom Arbeitgeber und denken an ihn. Und per Newsletter kann ich als Unternehmen „meine“ BewerberInnen auf diese Weise auch später immer nochmal erreichen.

Dazu kommen die Arbeitgeber als Partner auf die HUMAN PLACE Homepage und machen deutlich: Wir unterstützen den Wunsch, die Arbeitswelt menschlicher zu machen! Und auch von diesen Umsätzen geht ein Teil an das „Pilotprojekt Grundeinkommen“.

Vielen Dank für die spannenden Antworten. Dann drücke ich Dir alle Daumen für Deine Ideen rund um HUMAN PLACE. Viel Erfolg mit Eurem HR-Startup! Und wo sind die Unternehmen, die Henrik bei seiner Mission unterstützen…?

Über den Interviewten

Henrik Zaborowski von HUMAN PLACE auf Persoblogger.de

 

Henrik Zaborowski ist Recruitingexperte und Redner und unterstützt Unternehmen im operativen und strategischen Recruiting.

In seinen Vorträgen, Blogartikeln und Podcasts wirbt er für ein menschenzentriertes Recruiting und hat aufgrund seiner teils provokanten Aussagen auch den Titel „Luther des Recruitings“ verliehen bekommen.

>> zur Website von HUMAN PLACE

>> zum Blog von Henrik Zaborowski

 

 


Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Als HR-Manager in einem IT-Unternehmen und Szene-Influencer, danke ich Ihnen für das Lesen meiner Beiträge und hören meines Podcasts.

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