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Block2Job: Startup für Mitarbeiterempfehlungen mit Empfehlungsprämie

Das Startup Block2Job geht einen neuen Weg beim Thema Mitarbeiterempfehlungsprogramm im Recruiting. Von der Blockchain inspiriert, soll eine Kette aus anonym bleibenden Empfehlern Unternehmen dabei unterstützen, ihre Stellen bestmöglich zu besetzen. Wie das genau geht, und warum damit auch ein guter Zweck verbunden werden kann, verrät mir Block2Job-Gründer Thomas Czekala im Interview.

Was genau ist Block2Job?

Hallo Thomas, würdest Du Euer HR-Startup Block2Job kurz vorstellen? Was genau bietet Ihr an?

Thomas Czekala:

Wir sind die aktuelle einzige digitale Social Network Recruiting Plattform in Deutschland. Mit Block2Job können Recruiter und Sourcer bei Personaldienstleistern deutlich effizienter ihre Kontaktnetzwerke bzgl. offener Stellen ansprechen und sogar motivieren, den Sourcing Prozess eigenständig durchzuführen. Der bislang mühsame manuelle Sourcing-Prozess im Recruiting ist durch Block2Job nun digital und viral möglich. Offene Stellen werden so durch das soziale Netzwerk zum passenden Kandidaten getragen, so dass Recruiter und Sourcer in ihrer Arbeit deutlich entlastet werden. Das sogar über mehrere Stufen und vollständig nachvollziehbar.

Wie sich Block2Job von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen unterscheidet

Es gibt ja bereits eine Reihe von Lösungen im Bereich Mitarbeiterempfehlungen oder Social Recruiting. Was unterscheidet Euch von diesen?

Thomas Czekala:

Das besondere sind vor allem die durch Block2Job nachvollziehbaren mehrstufigen Empfehlungsketten. Bei klassischen Mitarbeiter werben Mitarbeiter Programmen werden nur die direkten Kontakte von Mitarbeitern anvisiert und belohnt, d.h. einstufige Empfehlungen. Bei Block2Job können offene Stellen auch an Freunde der Freunde usw. weitergeleitet werden, so dass eine Prämie oder Finderlohn für die Vermittlung eines neuen Mitarbeiters auf alle Mitglieder einer erfolgreichen Empfehlungskette verteilt werden kann.

Auch sind wir völlig anders als die bestehenden Social Recruiting Tools, die lediglich offene Stellen in sozialen Netzen streuen, oder ermöglichen in CV-Datenbanken nach passenden Kandidaten zu suchen. Wir haben keine eigene Datenbank oder wollen ein neues soziales Netzwerk aufbauen. Block2Job setzt darauf, dass jeder über 5 Ecken jeden kennt und über die aktuelle Situation seiner Freunde und Bekannte besser informiert ist, als jede Datenbank es jemals sein könnte.

Mit der Block2Job Plattform können offene Stellen über beliebige Wege weiterempfohlen werden. Das heißt: Wie die Empfehlung erfolgt, passt immer zum individuellen Kanal, den man mit seinen Freunden gewohnt ist, sei es Mail, SMS, Whatsapp oder was auch immer.

Jobempfehlungen – eine Quelle für Spam?

Mitarbeiterempfehlungen scheitern häufig daran, dass Menschen nur begrenzt einschätzen können, ob deren Freunde, Bekannten oder sonstigen Social Media-Kontakte tatsächlich offen sind für einen neuen Job. Wie vermeidet Ihr es, dass Job-Botschafter ihr Netzwerk mit Stellenempfehlungen „zuspamen“, um sich einen Teil des Finderlohns zu sichern?

Thomas Czekala:

Die Erfahrung zeigt, dass Empfehlungen sehr vorsichtig und selektiv erfolgen. Keiner möchte in seinem Netzwerk als „Streubomben-Werfer“ auffallen und unpassende Nachrichten verteilen. Eine Job-Empfehlung ist etwas sehr Persönliches und wird deshalb an nur sehr wenige ausgewählte Personen weitergeleitet. Damit erfolgt bereits eine sehr gute Qualitätssicherung durch das soziale Netz selbst, von der der Recruiter oder Sourcer dann direkt profitiert.

Wenn Mitarbeiter Job-Botschafter werden

Welche Eigenschaften sollten Beschäftigte in Unternehmen aufweisen, damit sie als erfolgreiche Block2Job-Botschafter fungieren können?

Thomas Czekala:

In der Regel werden Block2Job-Botschafter durch die Recruiter im Umfeld der ausgeschriebenen Stelle selbst identifiziert und eingebunden. Typische Block2Job-Botschafter sind häufig die Mitarbeiter, welche eine hohe Identifikation zum Arbeitgeber haben, eher zu den Leistungsträgern gehören und selbst in der jeweiligen Job-Community gut vernetzt sind.

Bei Personaldienstleistern, die Block2Job als Plattform einsetzen, nutzen die Sourcer direkt unsere Plattform im Standardprozess. Erfahren Sie in einem Telefonat, dass jemand zwar selbst nicht an einer Stelle interessiert ist, aber durchaus willig diese Stelle im eigenen Netzwerk weiter zu tragen, so bringen sie Block2Job ins Spiel. Sie senden die Stelle über unsere Plattform an den potenziellen Empfehler. Damit hat der Sourcer nicht mehr die mühsame Arbeit, sich selbst per Telefon durch die Empfehlungsketten zu arbeiten.

Block2Job von der Blockchain inspiriert

Der Name Block2Job ist inspiriert durch die Blockchain. Die Blockchain-Technologie wird bekanntermaßen dort eingesetzt, wo die Daten der an Rechtverhältnissen Beteiligten zum einen rechtssicher gespeichert, zum anderen einem besonderen Datenschutz unterliegen. Welche Rolle spielt der Datenschutz in Eurem Geschäftsmodell und wie kommt das im Empfehlungsprozess konkret zum Ausdruck?

Thomas Czekala: 

Block2Job speichert nur die für die Kettendokumentation nötigen Daten. Es werden bei der Registrierung auf Block2Job lediglich der Name, die E-Mail-Adresse sowie das Herkunftsland der Person benötigt. Über Block2Job erfolgt auch nur die Vernetzung von Bewerber und Arbeitgeber beziehungsweise Personaldienstleister. Lebensläufe, Zeugnisse oder Bilder werden deshalb nicht von Block2Job erfasst oder weitergeleitet.

Auch werden persönliche Beziehungsnetzwerke nicht von Block2Job veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Beim Empfehlungsprozess kennt jeder nur seinen direkten Vorgänger und seine direkten Nachfolger, an die er die Stelle empfohlen hat. Dem Arbeitgeber, den Recruitern oder Sourcern wird von Block2Job keine Einsicht in die Namen und Kontaktketten gegeben.

Die Abrechnung eines Finderlohns erfolgt vollständig über und durch Block2Job, so dass auch hier der Datenschutz vollständig gewahrt bleibt.

Sich über Block2Job im Unternehmen bewerben

Wie genau erfolgt der tatsächliche Bewerbungsprozess beim Unternehmen?

Thomas Czekala:

Wenn sich ein passender Kandidat für eine Stelle findet, muss dieser lediglich auf den „Bewerben-Button“ innerhalb der Block2Job Anwendung klicken und die AGB’s von Block2Job akzeptieren. Damit wird automatisch das stellenschaltende Unternehmen beziehungsweise der Personaldienstleister über die Bewerbung informiert, indem er eine Mail-Nachricht bekommt. Auch erhält der Bewerber im gleichen Zug die für eine Bewerbung nötigen Kontaktdaten.

Es werden bei Block2Job also keine Bewerbungsschreiben oder Lebensläufe benötigt. Ab dem Moment, wo der Bewerber den „Bewerben-Button“ klickt, ist es Sache des Unternehmens mit dem Bewerber in Kontakt zu treten oder des Bewerbers, sich zu melden.

Bild: SOS-Kinderdörfer mit Spende via Block2Job unterstützen

Mit Block2Job Projekte des SOS-Kinderdorfs unterstützen

Empfehler, die sich den Finderlohn verdient haben können diesen entweder auf ihr eigenes Konto überweisen lassen, optional aber auch für einen guten Zweck spenden. Magst Du kurz dazu etwas sagen?

Thomas Czekala:

Es gibt eine Reihe von Personen, die keinen Finderlohn haben wollen, obwohl er ihnen zustehen würde. Wir haben deshalb die Option ergänzt, seinen Finderlohn-Anteil oder Teile davon zu spenden. Aktuell ist SOS-Kinderdorf Deutschland als gemeinnützige Organisation bei uns Empfänger solcher Spenden. In Zukunft wollen wir das Spenden-Netzwerk noch weiter ausbauen, so dass man sich eine Organisation aussuchen kann, die den Anteil erhalten soll.

Kostenfreie Azubi-Vermittlung mit Block2Job

Mit einer weiteren CSR-Aktion beteiligt Ihr Euch an der Vermittlung von Azubi-Stellen an regionale Arbeitgeber. Wie läuft diese Azubi-Kampagne konkret ab und wer kann daran teilnehmen?

Thomas Czekala:

Gerade jetzt in Zeiten von Corona, ist es für Unternehmen doppelt schwer Azubis zu finden, wenn alle im Homeoffice sitzen. Auch sind die Schüler bei Ihrer Suche aktuell allein zu Hause. In meinem Umfeld sehe ich viele Unternehmen mit unbesetzten Azubi-Stellen und weiß von ebenso vielen Schülern, die noch keine Lehrstelle haben. Es liegt uns sehr am Herzen, dass die Schüler im Sommer nicht vor dem Nichts stehen.

Warum sollten sie sich dann nicht einfach gegenseitig Stellen empfehlen? Block2Job schenkt allen Unternehmen mit offenen Azubi-Stellen die Aufschaltgebühr, solange die Schulen geschlossen sind. Wir hoffen, dass wir durch diese Aktion vielen Schülern und Unternehmen helfen können.

Wird Block2Job der neue Empfehlungsstandard?

Welche Botschaft möchtest Du meinen Leserinnen und Lesern noch mit auf den Weg geben?

Thomas Czekala:

Die Personalabteilungen und auch der Recruiting-Prozess haben heutzutage ganz andere Möglichkeiten als noch vor 20 Jahren. Jeder ist heutzutage mehrere Stunden pro Tag online, hat das Smartphone immer griffbereit, kommuniziert fast kontinuierlich mit seinen Freunden und Bekannten. Dieser offenen Struktur kann sich das Recruiting und der Personaldienstleister ganz einfach bedienen.

Nach der Corona-Krise wird sich der Fachkräftemangel wieder bemerkbar machen und gleichzeitig erwarten die Controller sinkende Kosten im Recruiting, bei gleicher oder sogar höherer Wirksamkeit. Bei steigenden Forderungen bzgl. Cost-of-Hire und Quality-of-Hire des Managements muss es hier zu einem Quantensprung kommen.

Die aktuelle Krise beschleunigt gerade überall die digitale Transformation und der Recruiting-Prozess ist lange überfällig. Das soziale Netzwerk als Sourcing-Kanal zu nutzen und den Prozess viral machen zu lassen, ist die logische Konsequenz. Ja, aus unserer Sicht zukünftig sogar der generelle Standard. Davon sind wir überzeugt und unsere rapide wachsende Zahl an Kunden bestätigt uns dabei.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Block2Job!


 Über meinen Interviewpartner:

Interviewpartner Thoma Czekala von Block2job

Thomas Czekala ist der Gründer und Geschäftsführer der Block2Job GmbH. Des Weiteren ist er aktiver Gesellschafter der OECON Unternehmensgruppe und im Beirat mehrerer klein- und mittelständischer Unternehmen. Thomas Czekala war darüber hinaus Vorstand der JobScout24 Gruppe.

Er ist 51 Jahre alt und pendelt zwischen seinem Hauptwohnsitz in der Schweiz und Braunschweig.

Hier geht´s zur Website von Block2Job:

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Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Als HR-Manager in einem IT-Unternehmen und Szene-Influencer, danke ich Ihnen für das Lesen meiner Beiträge und hören meines Podcasts.

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