Logo OHRBEIT im Interview mit Stefan Scheller auf PERSOBLOGGER.DE

OHRBEIT Jobcast – hörbare Stellenanzeigen für mehr Authentizität im Recruiting

In diesem neuen Format auf PERSOBLOGGER.DE unterhalte ich mich mit HR-Start-ups, die sowohl unsere HR-Welt als auch die der Bewerberinnen und Bewerber ein Stück besser machen wollen.

Heute spreche ich mit Alex Grossmann von OHRBEIT.

Mit Jobcasts hörbare Stellenanzeigen nutzen – die Mission dahinter

„OHRBEIT“ klingt irgendwie nach einem mitteldeutschen Dialekt. Aber vermutlich steckt eher eine ganz besonderen Mission. Welche ist das?

Dass OHRBEIT nach Dialekt klingt, ist tatsächlich Zufall. *lacht* Wir wollen Jobs hörbar machen, es geht uns aber noch um viel mehr. Unternehmen sollen sich transparenter und greifbarer zeigen und Mut haben vom langweiligen Standard abzuweichen. Außerdem wollen wir dazu beitragen, dass Teams vielfältiger zusammengestellt werden.

Und wir wollen vor allem, dass auch Bewerbern viel mehr Wertschätzung gegeben wird und dass sie ihren richtigen Platz finden können. Denn Bewerben soll wieder Spaß machen und der gesamte Arbeitsmarkt damit positiver.

Warum eine weitere Stellenbörse?

Wie unterscheidet Ihr Euch von den vielen anderen Stellenbörsen? Warum ist Euer Ansatz, die Stellenanzeigen hörbar zumachen besser? Bringt das nicht deutlich mehr Aufwand mit sich?

Lies dir mal ne Stellenanzeige durch und dann hör dir einen dazu passenden Jobcast an und sag mir dann, was dir besser gefällt. Klassische Jobanzeigen sind halt doch oft nur nur copy-paste und ohne Seele erstellt. Ich glaube, wirklich niemand findet Stellenanzeigen spannend.

Da hast Du vermutlich Recht.

Gerade Führungskräfte müssen sich viel durchlässiger und ehrlicher zeigen, einen ersten Blick hinter die Fassade geben, denn sich hinter Hochglanz-Websites und Marketing Blabla zu verstecken bringt im Recruiting 2020 zu Recht keinen Erfolg mehr. Deshalb haben wir auch einen Floskelzähler am Start, so von wegen „flache Hierarchien“ oder auch gern genommen „kurze Entscheidungswege“.

Sowas bräuchte man im Büroalltag manchmal auch.

Unser Appell ist: Leute, seid konkret und ehrlich!

Ganz mein Kredo. Das ist definitiv der richtige Ansatz!

Und was den Aufwand angeht: Die Vorbereitung mit der HR, das Mastering, die Transkription und Schaltung, die Verbreitung und Anonymisierung. Klar ist das aufwändig. Aber wir sind alle mit vollstem Herzen dabei und das macht richtig Laune. Wir merken einfach, dass wir bei den Unternehmen wahrhaftig was bewegen. Von der Struktur her haben wir es so gestaltet, dass sich der Aufwand für Unternehmen wirklich in Grenzen hält. Grade Führungskräfte, die ja beim Einsprechen dabei sein müssen, haben meistens wenig Zeit. Deswegen ist es so angelegt, dass man Vorbesprechung und Aufnahme innerhalb einer guten Stunde schaffen kann.

Das klingt aber doch verkraftbar. Eine gute Stellenanzeige schreibt sich ja auch nicht von alleine.

Die Idee hinter OHRBEIT – Warum akustische Stellenanzeigen veröffentlichen?

Wie kamt Ihr auf die Idee, akustische Jobanzeigen zu veröffentlichen? Gibt es gar einen persönlichen Bezug dazu?

Im Recruiting bin ich persönlich seit über 10 Jahren tätig und habe über die Jahre gespürt, dass es für Unternehmen in Zukunft erforderlich ist, sich in Ansprache und Wirkung zu ändern. Und viel mehr in Vorleistung zu gehen. Im Team haben wir dann in kreativen Design Thinking-Runden über mehrere Monate immer wieder Ideen zusammengetragen, rumgesponnen, Umfragen gemacht, ausprobiert. Und da wir selbst, wie inzwischen ja sehr viele Leute, gerne Podcasts hören, war es dann fast logisch, dass es auf diese Idee hinausgelaufen ist.

OHRBEIT für eine bessere HR-Welt?

Womit wollt Ihr die HR-Welt besser machen?

Wir finden dass der Bewerbungsprozess und die vermeintliche Personalauswahl aus Unternehmenssicht immer noch viel zu oft von oben herab geführt wird. Unternehmen sind inzwischen die Bewerber, das muss in HR und Fachabteilungen noch viel mehr verankert werden.

Deshalb wollen wir schon im Vorfeld eine Augenhöhe zwischen Bewerbern und Unternehmen herstellen und dafür ist der Jobcast mit den ganzen transparenten Facts ein super erster Schritt.

Team von OHRBEIT - Interview auf PERSOBLOGGER.DE
Quelle: OHRBEIT – das Team hinter den Jobcasts

Anonymisierte Bewerbungen gegen Diskriminierung

Wir machen die Welt außerdem besser, in dem wir alle Bewerbungen nach wissenschaftlichen Maßstäben anonymisieren. Denn es muss egal sein, wo du herkommst, wie du aussiehst oder wie alt du bist. Außerdem spenden wir einen Teil unseres Umsatzes an soziale und nachhaltige Organisationen.

Wow, das nenne ich mal vollen Einsatz. Wie reagieren denn die Personaler, wenn Sie nicht alle Infos über die Bewerber, nebst Anschreiben, sofort geschickt bekommen?

Das können wir den HR-Abteilungen schon im Vorfeld nachvollziehbar vermitteln, denn es hat ja wirklich nur Vorteile. CVs werden viel gerechter bewertet, da man gezwungen ist, nur auf die Erfahrungen zu schauen und sich nicht von Bild, Alter oder Herkunft beeinflussen lässt.

Oh ja, professionelle Eignungsdiagnostik ist in deutschen Personalabteilungen noch nicht überall angekommen.  Das ist auch ein Grund, warum ich das wissenschaftlich angehauchte Format HR-Versteher hier auf PERSOBLOGGER.de gestartet habe.

Alle Beteiligten haben Spaß an kreativen und persönlichen Jobcasts

Wir haben auch den Vorteil, dass die Bindung zu unseren Kunden durch diese besondere Form der kreativen Zusammenarbeit sehr eng und kooperativ ist. Wir merken bereits, dass der Jobcast zusätzlich einen tollen Nebeneffekt auf die Mitarbeiterbindung hat. Denn der ganze Rahmen der Jobcast Aufnahme hat was von einem internen Event!

Es macht der HR deshalb glaube ich viel mehr Spaß, über uns eine individuelle Bewerbung auf ihren mit Freude erstellten Jobcast zu bekommen, als von einem x-beliebigen Personalvermittler. Und auch viel lieber als von einem Massenbewerber, bei dem offensichtlich ist, dass der sich halt auch bei 20 anderen Firmen mit genau dem gleichen Text beworben hat.

Und wie erreicht Ihr überhaupt die Personaler, die mit Euch Jobcasts aufnehmen sollen?

Wir rufen die HR-Abteilungen einfach an und bekommen fast ausschließlich positives Feedback. Da macht dann sogar Kaltakquise Spaß! Und schon jetzt, nach nur wenigen Wochen, kommen die ersten HR-Verantwortlichen selber auf uns zu. Einziges „Problem“ ist dann manchmal, dass sich einige Firmen schlicht nicht überwinden können, mal was Neues auszuprobieren, weil sie sich dann ja etwas durchlässiger und individueller zeigen müssten.

Employer Branding wird aus meiner Sicht noch viel zu sehr als Arbeitgeber-Werbung gesehen und zu wenig als Arbeitgeber-Information.

Vermutlich. Bei uns sind halt dann auch eher die modernen und cooleren Unternehmen vertreten. Und die Organisationen, die neue Wege im Recruiting gehen, werden auch weiter wachsen können, die anderen werden auf der Strecke bleiben.

Eine starke These, die einen Tweet wert sein sollte, finde ich.

#Organisationen, die neue Wege im #Recruiting gehen, werden weiter wachsen, die anderen bleiben auf der Strecke. Klick um zu Tweeten

Der Mehrwert von OHRBEIT für Bewerber

Womit wollt Ihr die Welt der Jobsuchenden bereichern?

Bei uns musst nicht du deine Gehaltsvorstellungen angeben. Sondern wir verpflichten die Unternehmen, schon im Vorfeld eine Range zur Orientierung anzugeben.

Mit Gehaltstransparenz tun sich viele Unternehmen im Recruiting ja durchaus schwer.

Ja, wir gehen aber noch weiter: Sie müssen auch angeben viel Bewerber im Job voraussichtlich reisen müssen und wie viel sie aus dem Homeoffice arbeiten können.

Bei uns können Bewerber ihrem nächsten Chef oder ihrer Chefin direkt zuhören und durch die Anonymisierung, haben hat nicht nur alle die gleichen Chancen, sondern sie können sich auch einfach mal frei von der Leber weg bewerben. Ohne Angst zu haben, dass ihre persönlichen Daten missbraucht werden oder dass es gar bei sie beim aktuellen Arbeitgeber bekannt werden. Die Bewerbung an sich geht zudem ultra schnell und Bewerber bekommen ein garantiertes Feedback nach acht Tagen.

Das klingt sehr bewerberfreundlich. Aber wie fordert Ihr denn die Einhaltung der acht Tage Rückmeldefrist von den Unternehmen konkret ein?

Eigentlich ganz einfach: Wir machen das über ein sehr komfortabel zu bedienendes Online-Tool und die Bewerbungen sind dort für die Unternehmen eben nur diese acht Tage einsehbar. Die bisherigen Zeiten für Feedbacks liegen zwischen zwei Stunden und vier Tagen.

Das finde ich klasse! Da laufen sowohl HR als auch Fachbereiche plötzlich auf bewerberfreundlichen Hochtouren.

Ja, das funktioniert blendend. Genau diese Verbindlichkeit, die viele Bewerber vermissen, wollen wir herstellen. Und da sind wir spürbar auf dem richtigen Weg.

Die Ansprache potentieller Bewerber durch OHRBEIT

Wie erreicht Ihr die für Euer Business nötige Menge an Jobsuchenden?

Wir netzwerken auf XING und LinkedIn, wollen Wege wie Instagram für Unternehmen öffnen und haben jetzt schon nach so kurzer Zeit ein richtig gutes Ranking bei Google Jobs. Und selbstverständlich unsere Kanäle auf Spotify, Apple Podcasts, Soundcloud & Co. Gerade auf den Audio-Plattformen tummeln sich dank unzähliger Fachpodcasts zu verschiedensten Themen so viele High Potentials, die bisher im Recruiting total vernachlässigt wurden.

Das Wichtigste ist natürlich, dass sich unsere Idee rum spricht.

Na dann geht Ihr mit diesem Interview hier auf PERSOBLOGGER.DE ja schon mal einen ganz guten Weg.

Ja, wir wollen hier bewusst nochmal einen Aufruf starten: Wenn du unsere Idee und Ziele teilst, dann trage das in dein Umfeld weiter, dann wird die ganze Arbeitswelt für jeden ein großes Stück besser! Wir sind absolut zuversichtlich, dass die OHRBEIT-Idee ein Erfolg wird. Denn die ersten Rückmeldungen, egal aus welcher Richtung, sind fantastisch.

Wie sich OHRBEIT in 2020 entwickeln wird

Was plant Ihr für 2020?

Natürlich ne Menge Jobcasts von mutigen Unternehmen mit vielen neuen Ideen. Und dass damit unsere Vision von einer neuen Arbeitswelt weitergetragen wird. Intern als Team möchten wir eine gute Zeit haben, wollen für unsere Familien & Freunde da sein und uns auch genügend Freizeit gönnen. Denn OHRBEIT ist ja bekanntlich auch nur das halbe Leben *lacht*. Da gehen wir gern mit gutem Beispiel voran.

Die abschließende Botschaft von OHRBEIT

Welche Botschaft möchtet Ihr noch gerne aussenden?

Sei aktiv, pfleg’ dein soziales Umfeld, hab realistische Erwartungen, mach dir gute Gedanken, lache über dich selbst und such dir eine Arbeit, die dir Freude macht.

Das ist doch ein prima Schlusswort. Vielen Dank für das Interview, Alex!


Alexander Grossmann von OHRBEIT als Interview-Partner auf PERSOBLOGGER.DE von Stefan Scheller
Alex Grossmann ist seit 2009  im Recruiting tätig. Mit Fair Recruitment hat er sich 2012 selbstständig gemacht.

OHRBEIT ist ein separates quasi internes Start-up, dessen Launch Mitte Dezember 2019 war. Inzwischen gibt es fünf interne im Team und in Hochzeiten zusätzlich bis zu fünf weitere Externe OHRBEITer, zum Beispiel im Webdesign. (z.B. Webdesign etc.).

Alle arbeiten in verschiedenen Teilzeitmodellen, zur Hälfte aus dem Homeofffice und pflegen das Motto family first.

 


 

Stefan Scheller

Abbinder: Persoblogger Stefan Scheller

Mein Name ist Stefan Scheller. In meiner Rolle als Persoblogger betreibe ich diesen Blog und das gleichnamige HR-Portal für Praktiker. Als HR-Manager in einem IT-Unternehmen und Szene-Influencer, danke ich Ihnen für das Lesen meiner Beiträge und hören meines Podcasts.

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DANKE.

2 Antworten

  1. Klasse, vielen Dank für das Lob!
    Eine charmante und zukunftsträchtige Idee, da fühlen wir uns wirklich wertgeschätzt!

    Dass die These „Unternehmen sind die Bewerber“ immer wieder ausgerollt wird, ist uns bewusst, doch merken wir in der Praxis noch viel zu wenig Veränderung.

    Wir wollen wirkliche Veränderung in den Prozessen, schon im Vorfeld, und ein wichtiges Symbol dafür ist die Gehaltsangabe:

    Warum müssen dies die BewerberInnen im Vorfeld tun?

    Woher soll man eigentlich wissen, wie viel man verlangen soll kann und darf?



    Unternehmen wissen hingegen sehr genau über die eigenen Möglichkeiten und den Markt Bescheid und können ihren zukünftigen MitarbeiterInnen somit eine Orientierung geben und somit auch zu Equal Pay beitragen, denn Frauen geben laut Studien z.B. tendenziell weniger an als Männer, trotz gleicher Qualifikation.

    
In unserer täglichen Arbeit im Recruiting erfahren wir regelmäßig von BewerberInnen, dass Unternehmen keine Rückmeldung geben und sich im Bewerbungsprozess nicht transparent zeigen, umso besser, dass das für dich ein alter Hut ist, da können einige deiner Marktbegleiter etwas von dir lernen.

    
Wichtig ist uns auch, was du zur Anonymisierung der Profile gesagt hast:

    Es geht uns nicht um Erziehung, nicht um Eignungsdiagnostik, sondern um wissenschaftliche Tatsachen in der Erstauswahl.
 Jeder Mensch hat durch die Gesellschaft beeinflusste Denkmuster, die unbewusst und einfach nicht auszuschalten sind.

    Es geht darum, diese Muster auszutricksen.
    
Jemanden erstmal nicht als Mann, Frau, Dunkel, Hell, Alt, Jung zu klassifizieren ist ungewohnt, gleichermaßen spannend und erfordert von jedem von uns Courage – von uns und von unseren Kunden.
    
Die persönliche Chemie zwischen Bewerbenden und Firma klärt sich natürlich immer erst bei einem Gespräch und am Ende entscheiden immer Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ob sie zusammenarbeiten möchten.
    Wir wollen im ersten Schritt zu einer diverseren und damit besseren Auswahl bei den Unternehmen beitragen, denn auch das ist erwiesen: 

    Vielfältige Teams arbeiten erfolgreicher zusammen.


    Wir finden es übrigens klasse, wenn unsere Ziele wie von dir so hinterfragt werden und wir finden übrigens auch, dass man auf keinen Fall alles Neue mitmachen muss, es geht uns hier eher um das „wie“ statt um das „was“. Gerade die Unternehmen die modern und cool tun, sind es oft nicht, das wissen wir.



    Wir würden uns über eine weiterführende Diskussion dazu sehr freuen, denn wir haben immer ein offenes Ohr. 
Lass uns doch einfach ins Gespräch kommen! :-)


    Viele Grüße, Alex vom OHRBEIT Team

  2. Eine Stellenausschreibung als Podcast – da hätte man eigentlich auch selbst längst drauf kommen können. Als weiterer Anzeigenkanal eine sehr charmante Idee, die ich für absolut zukunftsträchtig halte.

    Einen Einwand anderer Art habe ich noch. Ich würde mir wünschen, dass das Mantra „Personalabteilungen müssen endlich lernen, sich auf Augenhöhe mit Bewerbern zu bewegen, schließlich kann ein Bewerber sich den Job heute aussuchen“ nicht mehr so klischeehaft und immer wieder ausgerollt wird. Der Arbeitsmarkt hat sich seit Jahren gewandelt, die HR professionalisiert sich in hohem Maße und es gibt genügend Unternehmen, die unabhängig davon aus Überzeugung anständig mit MitarbeiterInnen und BewerberInnen umgehen. Und ja, keiner ist perfekt und wir alle sind einem ständigen Wandel und einem hohen Anpassungsdruck unterworfen.

    Daher tue ich mich wirklich schwer damit, dass meine Jobbörse entscheiden will, welche Informationen ich über den Bewerber erhalte, um mich damit zu einem korrekten Verhalten zu erziehen. Es ist in meinem eigenen Interesse und gehört zu meinem Selbstverständnis als Profi, auch ohne Anwendung von Eignungsdiagnostik diskriminierende Kriterien bei der Personalauswahl außen vor zu lassen. Ich muss als Unternehmen aber selbst entscheiden dürfen, welche Kriterien für mich in der Personalauswahl von Relevanz sind – und sorry, das weiß ich als Personalerin einfach besser als meine Jobbörse. Von dieser erwarte ich, dass sie ein Auge darauf hält, dass meine Ausschreibung AGG-konform ist und mich im Zweifelsfall auf kritische Punkte hinweisen.

    In diesem Punkt gäbe es für mich also noch deutlichen Gesprächsbedarf, wenn ich mit Ohrbeit zusammenarbeiten wollte. Mal sehen, ob von dieser Auseinandersetzung nicht beide Seiten profitieren würden!

    Und noch eine letzte Anmerkung sei mir erlaubt zu Ihrem Tweet und dem dahin führenden Satz, dass bei Ohrbeit eben nur die modernen und coolen Unternehmen sind. Dass Organisationen, die neue Wege gehen, weiter wachsen und andere bestenfalls stagnieren ist mit Verlaub alter Wein in neuen Schläuchen verkauft. Ich mache den Job jetzt seit 20 Jahren und wüsste nicht, wann in den 20 Jahren dieser Satz nicht gegolten hätte!

    Und: Modern und cool zu sein bedeutet nicht, einfach auf alles drauf zu springen, was sich neu am Markt zeigt. Wer die angesagten Klamotten trägt, ist damit noch lange nicht cool. Häufig eher im Gegenteil. Wer aber selber eine klare Zielsetzung hat, sich und seinen Bedarf genau kennt und ein sicheres Gespür dafür hat, welche „Klamotten“ perfekt zu einem passen, wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit als cool wahrgenommen. Einen Gedanke, den wir als Personaler uns immer wieder vor Augen führen müssen, gebe ich hier gerne noch mit auf den Weg: Wir sind nicht der Nabel der Welt und sollten uns selbst nicht ganz so wichtig nehmen…

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