Nie mehr bewerben müssen!? – Praxistest der Jobvermittlungs-Plattform Job-Butler.com
Share:

Nie mehr bewerben müssen!? – Praxistest der Jobvermittlungs-Plattform Job-Butler.com

Es klingt nach einem verlockenden Versprechen: „Sie müssen sich nie mehr bewerben, die Unternehmen bewerben sich ab jetzt bei Ihnen!“. Die Plattform Job-Butler offeriert ihren Service zudem mit dem Versprechen,  eine  Bewerbung an „1.000 geeignete Unternehmen“ zu senden.

Eine mit solch gewagten Aussagen werbende Plattform muss ich mir natürlich genauer ansehen und einem Praxistest unterziehen. Lesen Sie hier die Ergebnisse und warum diese auch für Sie als Personaler im Recruiting relevant sind.

Fullservice für den Jobsuchenden?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Plattformen, bei denen ausführliche Bewerbungsprofile hinterlegt werden können. Auf diese Weise kann auch auf ein unternehmensspezifisches Anschreiben verzichtet werden, was ansonsten zumindest diskussionswürdig ist.

Bei den genannten Plattformen besteht der Hauptservice des Betreibers jedoch lediglich darin, auf Grundlage eines Algorithmen-basierten Matchings mit ausgeschriebenen Stellen oder dem Unternehmen selbst, einen Vorschlag zu unterbreiten. Der Jobsuchende kann dann selbst eine Bewerbung auslösen oder sein Interesse an einer konkreten Stelle oder einem Unternehmen explizit (z.B. per Klick) kundtun.

job-butler-screenshot-startseite-bewerbung-bei-1000-geeigneten-unternehmen
Ausschnitt Screenshot Startseite job-butler – Bewerbung bei 1.000 geeigneten Unternehmen

Bei Job-Butler besteht das Service-Angebot hingegen darin, dass das Unternehmen das zu hinterlegende Jobprofil für eine eigenständige Bewerbung bei Unternehmen nutzt und ohne weiteres Zutun des Nutzers aktiv wird, das heißt, für den Benutzer auf Jobsuche geht. Versprochen werden laut Startseite „1.000 geeignete Unternehmen“. Nicht mehr und nicht weniger.

1.000 passende Unternehmen? Wo bleibt der Cultural Fit?

Sofort stellt sich die Frage, ob es denn überhaupt „1.000 geeignete Unternehmen“ geben kann. Hier kommt insbesondere der Begriff „kulturellen Passung“, zu dem übrigens Bloggerkollege Christoph Athanas von MetaHR kürzlich erst seine Studie zum Cultural Fit veröffentlicht hat, ins Spiel.

Wenn man dann noch bedenkt, dass ich als Jobsuchender in den wenigsten Fällen komplett offen bin, was die Region, die Branche und die konkrete Tätigkeit angeht, wirkt die Zahl „1.000“ noch viel fragwürdiger. Job-Butler geht jedoch lediglich von „Einzelfällen“ aus, bei denen eine solche Vielzahl passender Unternehmen nicht gefunden werden kann, siehe Menüpunkt FAQ.

job-butler-screenshot-faq-bewerbung-bei-1000-geeigneten-unternehmen
Nur in Einzelfällen können laut Job-Butler keine 1.000 geeigneten Unternehmen gefunden werden.

Wer´s glaubt …

Viel hilft viel? – Ein Trugschluss, insbesondere bei der Bewerbung!

Dennoch geht der Dienstleister auf nahezu jeder Unterseite argumentativ darauf ein, warum eine extrem breite Streuung angeblich die Einstellungs-Chancen erhöhe.

job-butler-screenshot-versicherung-bewerbung-bei-1000-geeigneten-unternehmen
Breite Streuung bringt 1.000 Jobangebote?

Ganz grundsätzlich betrachtet, scheint es statistisch zu stimmen, dass bei einer Vielzahl von Torschüssen letztlich einer einmal treffen müsste. Aber gelten diese Grundsätze auch bei Bewerbungen? Ich habe da erhebliche Zweifel! Nein, genau genommen halte ich es sogar für groben Unfug! Insbesondere wenn ich mich als Jobsuchender dazu für möglichst viele Branchen bewerben soll.

job-butler-möglichst-viele-branchen
Warum sollten sich Jobsuchende für möglichst viele Branchen interessieren?

Bei genauer Recherche auf der Seite findet sich dann auch in §2 der AGB ein Passus, mit dem der Betreiber dann doch von seinem vollmundigen Versprechen abweicht und von „bis zu 1.000“ spricht. Na, wer sagt es denn.

Das Job-Butler-Prinzip klingt vielversprechend. Grundsätzlich.

Die Funktionsweise von Job-Butler.com
Job-Butler – in 3 Schritten zum Traumjob?

Das zu hinterlegende Bewerbungsprofil

Wer meinen Blog bisher regelmäßig verfolgt hat, der weiß, dass ich mich für meine Recherche natürlich testweise anmelde. Ich kämpfe mich also durch die zahlreichen Eingabemasken – diesmal bewusst mit fiktiven Daten. Sie werden gleich verstehen warum…

job-butler-screenshot-profil-basisangaben-beruf
Basisangaben für das Vermittlungsprofil bei Job-Butler. Hier: Berufsbezeichnung

Was mir dabei sofort auffällt, sind die vielen kompletten Freitext-Eingaben. Nicht nur bei den Branchen halte ich eine Auswertbarkeit der Informationen dadurch für wesentlich erschwert. Sollten jedoch Menschen diese Daten hinterher weiter verarbeiten, würde das nicht erheblich sein. Um den Test etwas anzureichern, baue ich bewusst auch mal Rechtschreibfehler ein.

Verpflichtendes Bewerbungsfoto? – Oder auch nicht.

Beim Bewerbungsfoto lade ich ein schnell erstelltes anonymes Bild hoch – immerhin sollte ein solcher Service auch grundsätzlich anonyme bzw. AGG-freundliche Bewerbungen ermöglichen.

job-butler-screenshot-profil-basisangaben-foto
Profil anlegen bei Job-Butler: Bewerbungsfoto auch anonymisiert möglich

Bei der Selbstdarstellung halte ich mich bewusst mehr als kurz und schreibe die gängigsten Buzzwords auf. Schon alleine, weil ich testen will, ob die Plattform damit klarkommt und ihr Versprechen einlöst, „passende“ Unternehmen anzuschreiben. Merkwürdig ist an dieser Stelle bereits, dass es keine Mindestanzahl an Stichworten gibt.

Auch bei meinem Ausbildungsweg sowie den folgenden Kompetenzen gehe ich schmalspur zu Werke. Alles wieder Freitext-Eingabe. Dann kommen die ganzen Dokumente und Scans, die Zeugnisse, Bescheinigungen, Referenzen usw.

Hier lasse ich erstmal eine Lücke und klicke weiter …

Die Kosten: Vermittlungshonorar im Erfolgsfall

Jetzt kommt die heiße Phase des Tests, der in die Erteilung eines Vermittlungsauftrags münden soll. Hier werde ich noch einmal aufgeklärt, wie Job-Butler Geld verdient: Sollte ich einen Arbeitsvertrag aufgrund eines von Job-Butler initiierten Bewerbungsprozesses erhalten, kassiert der Anbieter 10% des neuen Bruttomonatsgehalts für 10 Monate.

Das heißt, dass den Service bei Job-Butler am Ende vom jobsuchenden Nutzer bezahlt wird.

Und weil das so ist, setzt die Plattform ein Argumentationsfeuerwerk in Gang, das mir das Tragen dieser Kosten schmackhaft machen soll.

job-butler-screenshot-faq-kosten-tragen-sich-von-selbst
Kosten für den Service von Job-Butler tragen sich angeblich „eigentlich von selbst“.

Angeblich verdient sich das Honorar von Job-Butler nach deren Aussage sogar von selbst. Es entstehen keinerlei Kosten und ich verdiene sogar mehr.

job-butler-screenshot-faq-kosten-tragen-sich-von-selbst-wenn-höheres-gehalt
Kosten gebe es quasi nicht – Jobsuchende machen angeblich „Gewinn“.

Seriositäts-Check der Plattform Job-Butler

Spätestens jetzt erinnert mich die Argumentation stark an eine Drückerkolonne, beim Versuch ein Zeitschriften-Abo zu verticken, alternativ an die Gewinnversprechen beim Einstieg in ein vertriebliches Schneeball-System.

Ich will fortan in erster Linie wissen, wie seriös so ein Angebot sein kann, das erst verspricht „1.000“ Unternehmen anzusprechen, dann aber in den AGB zurückrudert.

Im Impressum outet sich die ISI Marketing Gesellschaft mbH als Verantwortlich für den Service. Auf deren Website erfahre ich, dass deren „Spezialität“ „Sales Psychologie“ sei. Mir wird einiges klar. Eine ausführliche Recherche bei kununu komplettiert mein Bild.

Da ich –was mir im Nachhinein erst auffiel- bei der Eingabe der Unternehmens-URL auf die Seite isi.ag weitergeleitet wurde, die mir suggeriert, bei der GmbH handele es sich um eine AG, war ich mehr verwirrt als überrascht.

Ein Blick in die AGB verstärkt mein zunehmend ungutes Gefühl in der Magengegend: Dort wird als Plattform-Betreiber auf einmal eine 4P Marketing NV mit Sitz auf Curacao angegeben. Klingt nach einer klassischen Briefkasten-Firma.

Keine Kontaktmöglichkeit via Chat

Das schreit nach einer Erklärung. Doch beim Klick auf die prominent angebotenen Kontaktmöglichkeiten via Live-Chat oder gar Video-Chat, erhalte ich nur einen wahrlich „kundenfreundlichen“ Hinweis „Demnächst!“. Ah ja.

job-butler-screenshot-kontaktaufnahme-livechat-hinweis
(Bisher?) keine Möglichkeiten einer Kontaktaufnahme via Live-Chat.

Selbstredend habe ich auf einen Klick zur Auftragserteilung verzichtet und den Prozess nunmehr abgebrochen. Auf meine im Profil eingetragenen Rückfragen, ging Stand heute auch noch niemand ein.

job-butler-screenshot-ergänzende-anmerkungen-fragen
Ergänzende Anmerkungen und Fragen beim Ausfüllen des Profils

Das mag allerdings daran liegen, dass man mir stattdessen erst einmal eine automatisierte Aufforderung zur Komplettierung meiner Angaben zugesendet hat. Absender angeblich eine „Dagmar Sonnenschein“. – Sales Psychologie ich höre Dir trapsen …

job-butler-profil-weiter-ausfüllen
Mail von Job-Butler mit der Aufforderung zum Komplettieren des angelegten Profils

Job-Butler schreibt tatsächlich Unternehmen an

Wer sich jetzt fragt, warum ich nach diesen Erlebnissen überhaupt über diese Plattform schreibe und dem Betreiber (wer auch immer das nun wirklich in letzter Konsequenz ist) zusätzliche Sichtbarkeit im Netz verschaffe, hier die Antwort:

Job-Butler schreibt tatsächlich Unternehmen an. Vermutlich keine 1.000 pro Fall, aber es wurde mir aus Unternehmenskreisen berichtet, dass es eine Ansprache von Unternehmen gebe. Allerdings wurde dort in der Nachricht lediglich nachgefragt, warum das Unternehmen nicht auf eine durch Job-Butler versandte Bewerbung reagiert habe. Nach Recherche aller Kanäle konnte dort aber keine solche Bewerbung ausgemacht werden.

Rückmeldung via Button ins Job-Butler-System

Das angeschriebene Unternehmen hat im Rahmen der laut Job-Butler automatisierten bis zu dreimaligen Nachfassaktion die Möglichkeit, über einen Button eine Rückmeldung zur Bewerbung direkt ins Job-Butler-System zu schreiben.

job-butler-mail-arbeitgeber-rückfrage-durch-bewerber
Eine angebliche Nachfass-Mail eines angeblichen Bewerbers.

Was ich allerdings viel bedenklicher finde, ist die Tatsache, dass die E-Mail von einem automatisch im Namen des Bewerbers erstellen Accounts Vorname.Nachname@job-butler.com (natürlich mit no reply) gesendet wurde und auf den ersten Eindruck den Anschein macht, vom Bewerber gesendet worden zu sein. Darüber hinaus wird in der automatisierten Mail im Namen des vermeintlichen Bewerbers ausdrücklich behauptet, dass er „ausgesprochen gern“ bei diesem Unternehmen arbeiten wolle. Dabei kennt der Nutzer von Job-Butler die Unternehmen gar nicht, die vom Anbieter angeschrieben werden!

Gefahr eines Angriffs via Malware

In Zeiten immer ausgeklügelter Malware stellt sich auch die Frage, ob Personaler tatsächlich bei eingehenden E-Mails von unbekannten Plattformen, die behaupten interessierte Bewerber zu vertreten, auf irgendwelche Schaltflächen klicken (sollten). Erst kürzlich machte in diesem Zusammenhang ein als Initiativbewerbung getarnter Trojaner-Angriffsversuch via Dropbox von sich reden.

Auch wenn dieses Vorgehen ein technisch zukunftsträchtiges Szenario sein kann, machen es solche Vorfälle nicht einfacher – übrigens auch für Truffls und Co, die ähnliche Funktionen besitzen.

Gefährdung der Candidate Experience oder Chance auf Bewerber?

Es stellt sich also die Frage, ob das Angebot von Job-Butler zu einer Gefährdung der Candidate Experience des angeschriebenen Unternehmens führt, wenn Bewerbungen nicht ankommen oder gar nicht wirklich erfolgen bzw. aus welchen Gründen auch immer nicht beantwortet werden? Siehe auch damals im Fall der dubiosen Man-in-the-middle Arca24 im Zusammenhang mit dem versauten deutschen Markteintritt von Glassdoor.

Oder ist der von Job-Butler angebotene Service im Grunde eine Ausprägung des von mir letztes Jahr beschriebenen Rund-um-Service-Anbieters für Arbeitnehmer M1llion und somit eine spannende Möglichkeit neue Bewerber für das eigene Unternehmen zu erhalten?

Sollten Jobsuchende den Service von Job-Butler nutzen?

Einher damit geht die Frage, ob der Service von Job-Butler einen lohnenden Nutzen für die Jobsuchenden bringt. Ich denke, dass Nutzern auf jeden Fall bewusst sein sollte, dass sie ihre kompletten Daten einem nicht ganz durchsichtigen Konglomerat an Marketingunternehmen zur Verfügung stellen, die sich an anderer Stelle dafür rühmen herausragende Adressdatenbanken zu besitzen…

Darüber hinaus muss ich als Jobsuchender schon sehr verzweifelt sein, dass es mir vollkommen egal ist, bei welchem von möglichen 1.000 Unternehmen ich arbeite. Möglicherweise ist die angesprochene Zielgruppe allerdings die der Langzeit-Arbeitslosen oder vergleichbare Zielgruppen. Ein Hinweis darauf könnte die Möglichkeit der Bezahlung des Honorars mittels Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters sind, von der in den FAQ gesprochen wird.

Sollten Unternehmen mit Job-Butler zusammenarbeiten?

Von Job-Butler ausgewählte und angeschriebene Unternehmen werden in deren FAQ liebevoll als „unterstützte“ Unternehmen bezeichnet. Wenn ich aber mal unterstelle (was mir ehrlich gesagt sehr schwer fällt), dass wirklich pro Benutzerprofil mehrere hundert oder gar tausend Unternehmen angeschrieben werden, dann reden wir doch von einer beträchtlichen Anzahl von Mails.

Immerhin: Wer dann lieber doch nicht von Job-Butler „unterstützt“ werden und somit keine Bewerbungen von Job-Butler mehr erhalten möchte, kann sich angeblich aus deren Liste austragen.

job-butler-austragen-aus-unternehmensliste
Aus Liste der „unterstützten“ Unternehmen austragen.

Nur glaubt der Betreiber selbst nicht so ganz an die Funktionsfähigkeit dieser Abmeldung, weswegen er sogleich folgendes hinzufügt:

job-butler-austragen-aus-unternehmensliste-via-service
Austragen aus Liste der „unterstützten“ Unternehmen die Zweite

Es möge jedes Unternehmen selbst entscheiden, ob/wie sie diesen Service nutzen möchten. Was denken Sie?

____________________________

Seien Sie informiert über neue kritische Beiträge und abonnieren Sie diesen Blog über den E-Mail-Eingabeschlitz rechts oben neben der Artikelüberschrift!
____________________________

 

Comments 5

  1. rolfhemmerling
    Mai 19, 2017 Reply

    Ich hatte auf Facebook die Job-Buttler Reklame gsehen.

    1.
    https://job-butler.com/de/terms
    Die AGBs behandeln die Themen „(ordentliche) Kündigung“ und „automatische Beendigung nach Annahme eines Arbeitsangebots“ nicht, dafür aber den Widerrruf innerhalb von 14 Tagen

    „Folgen des Widerrufs
    Hat der Nutzer bewirkt, dass Aktivitäten von Job-Butler für ihn bereits während der Widerrufsfrist begannen, so hat er hierfür einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht“

    Eine Kündigung innerhalb der ersten 14 Tagen scheint also kostenpflichtig werden zu können. Unklar ist, ob und warum dann eine Kündigung nach den 14 Tagen plötzlich kostenlos sein soll…

    2.
    Die im Blogbeitrag erwähnte „Gefährdung der Candidate Experience“ halte ich für gegeben, da ich ja verbrannt bin, wenn ich mich zufälligerweise bei einem von JB angeschriebenen Unternehmen bewerbe und kein Interesse erwecke.

    Aber: Was ist, wenn JB das Unternehmen angeschrieben hat, und ich Monate später, und dann aufgrund meiner Bewerbungsaktivität einen Job bekomme? Wenn ich zu dem Zeitpunkt noch JB Kunde bin, muss ich ja wohl auch einen NICHT über JB erhaltenen Arbeitsplatz JB nennen. JB könnte sich daraufhin versteiffen, dass sie durch „Erstkontakt“ eine kostenpflichtige Aktivität gezeigt hätten…

  2. simona
    Feb 20, 2017 Reply

    Hallo Stefan, leider ist der Beitrag etwas älter, aber ich hoffe ich bekomme trotzdem noch eine Antwort von Ihnen. Ich kam auf Ihre Artikel auf der Suche nach Bewertungen für Personalberater. ähnlich kam ich auf die Plattform http://www.dapari.de. Die haben zwar kein Ranking, aber scheinen einen ähnlichen bewertungsprinzip wie kununu zu folgen. Haben Sie Erfahrungen damit? Oder können Sie was anders empfahlen? Danke und VG, Simona

    • persobloggerstefanscheller
      Feb 20, 2017 Reply

      Hallo Simona, besagte Plattform kenne ich (noch) nicht, nein. Aber es schießen jeden Tag vergleichbare Dienste aus dem Boden. Es kommt ein wenig darauf an, was genau Sie suchen, aber schauen Sie sich gerne mal Bestcruiters an. Mein Blogger-Kollege Henrik Zaborowski hat kürzlich einen Test gemacht.
      Viele Grüße,
      Stefan

  3. Jan Willand
    Aug 22, 2016 Reply

    Sehr interessant – Danke für den Einblick!
    Bei all deinen Erlebnissen und Erkenntnissen steht zudem noch die Frage im Raum, wie man als Unternehmen darauf reagiert, wenn Bewerber sich nicht mehr die Mühe machen, sich persönlich um einen Arbeitsdplatz zu bemühen. Eine derart ausgeprägte Konsumhaltung anstelle ernsthafter Bemühungen öffnet in meinen Augen grundsätzlich Interpretationsspielraum in Richtung mangelnden oder übersteigerten Selbstbewusstseins und mündet in profillose Beliebigkeit. Das gilt im Übrigen für beide Seiten eines solchen Prozesses.

    • persobloggerstefanscheller
      Aug 22, 2016 Reply

      Guten Morgen Jan,

      ja, das mit dem „Bewerber müssen sich ausreichend bemühen“ ist so ein Punkt, der immer wieder heiß diskutiert wird. Ich denke, es kommt wie so oft darauf an, wie hoch der Leidensdruck bei den suchenden Unternehmen ist. Dann werden sie ein großes Interesse am Senken der Kontakthürden haben und froh sein über jeden, der sich überhaupt meldet.

      Am meisten am Vorgehen von Job-Butler hat mich erschreckt, dass ein und dieselbe Person automatisiert Bewerbungen für komplett unterschiedliche Jobs abgibt. Teilweise liegen da Welten dazwischen (auch hierarchisch). Das heißt: Job-Butler macht aus dem Profil selbstständig allerlei Bewerbungen und nimmt auch wilde Mehrfachbewerbungen beim gleichen Unternehmen in Kauf.

      Schiere Masse zur vermeintlichen Erhöhung der Abschlusswahrscheinlichkeit. Mit der Folge, dass jeweils bis zu drei Nachfass-Mails ergehen. Eine Spam-Flut für betroffene Unternehmen, zumal Prozesse definiert werden müssen, wie diese Bewerbungen (so man sie denn ernst nimmt) in den Standard-Workflow aufgenommen werden können.

      Einen guten Start in die neue Arbeitswoche wünscht
      Stefan

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.